Klijndijk: Wald, Wege und Erinnerung
Unterkünfte in Klijndijk
Klijndijk zeigt eine niederländische Ortsgeschichte, die eng mit Landschaft, Erinnerung und Wegen verbunden ist. Der Ort entwickelte sich kurz nach dem Bau des Seitenkanals Odoornerzijtak um 1860 an dessen Ende. Heute führen Sie Waldwege, historische Orte und Kunstwerke durch unterschiedliche Facetten dieser Umgebung.
Erinnerungsorte im Valtherbos
Das Jodenhol in Klijndijk ist ein unterirdischer Unterschlupf, der so weit wie möglich in den Zustand von etwa 1945 zurückversetzt wurde. Das Jodenhol-Denkmal befindet sich im Valtherbos an der Westerweg in Klijndijk. Eine Informationstafel am Jodenhol wurde von Angehörigen ehemaliger Unterduiker enthüllt. Nach einer gründlichen Restaurierung wurde das Jodenhol am 20. April 2004 offiziell wiedereröffnet.
Im Onderduikershol fanden von Dezember 1942 bis zur Befreiung am 11. April 1945 insgesamt 16 jüdische Menschen für kürzere oder längere Zeit Schutz. Eine rekonstruierte runde Öffnung vermittelt dort einen Eindruck vom früheren Aussehen und Standort des Wasserbrunnens aus der Kriegszeit. Der Brunnen war sieben Meter tief und lieferte frisches Wasser. Für das Onderduikershol werden Führungen nach vorheriger Anfrage per E-Mail angeboten.
Auch das Gedenken ist in Klijndijk und Valthe verankert: Das 4 mei Comité Valthe-Klijndijk organisiert jedes Jahr am 4. Mai eine Gedenkveranstaltung. Am Ort eines zweiten Unterduikershols aus dem Zweiten Weltkrieg steht die A-Boom, ein Baum mit dem eingeritzten Buchstaben A und einer danebenstehenden Gedenktafel. Aaltjo Oldenburger, der an diesem zweiten Unterduikershol beteiligt gewesen war, enthüllte die Tafel im Mai 2013.
Waldlandschaft und markante Orte
Das Valtherbos ist ein etwa 450 Hektar großes Waldgebiet mit mehreren Grabhügeln und dem Hunebed D35. Ungefähr in der Mitte der Lichtung steht eine Linde, die beim Festakt zur Enthüllung von „Het Monument“ im Jahr 1984 gepflanzt wurde. Hinter Bäumen an der Hoofdweg liegt eine um 1900 erbaute Kirche. In ihr war die Hervormde Evangelisatiegemeente mit etwa 25 Mitgliedern untergebracht; die Kirche trug den Namen „De goede Herder“.
Soweit bekannt, entstand das Zietakkerbos um 1920 bis 1930 im Rahmen der Arbeitsbeschaffung; die Bäume wurden für die Holzproduktion angepflanzt. Durch das Zietakkerbos verläuft ein Wanderweg von Staatsbosbeheer. Ein Lehrpfad informiert über verschiedene Vögel und deren Nistkästen und macht den Wald auch für Besucher interessant, die Naturbeobachtung mit Bewegung verbinden möchten.
Wandern zwischen Grabhügeln und Hunebed D35
Eine sechs Kilometer lange Wanderroute des UNESCO Global Geopark De Hondsrug beginnt am Parkplatz Melkweg 42 in Klijndijk und führt am Eppiesbergje vorbei. Vom Parkplatz an der Melkweg können Wandernde außerdem dem Weg zum Hunebed D35 folgen. Eppiesbergje ist ein hoher Grabhügel auf den Feldern nördlich der Straße von Odoorn nach Valthe. Er entstand ursprünglich um 2500 v. Chr. und wurde weiterhin als Begräbnisstätte genutzt.
Für die Orientierung rund um das Onderduikershol stehen mehrere Wanderwege zur Verfügung, die am Unterduikershol vorbeiführen. Der Radweg in Richtung Emmen verläuft nahe am Onderduikershol. Vom Denkmal Onderduikershol zur A-Boom ist der Weg etwa 400 Meter lang; an der Informationstafel des Denkmals ist er ausgeschildert.
Kunst und Ortsbild
Am Ende des Zietak in Klijndijk steht seit 2010 eine Büste von Max Douwes, geschaffen von der Künstlerin Lia Krol. Einen anderen Akzent setzt das Glas-Metall-Kunstwerk „Kringloop van het Leven“ am großen Kreisverkehr in Klijndijk. Zusammen mit der Kirche, den Waldgebieten und den Erinnerungsorten prägen solche einzelnen Werke die Wahrnehmung des Ortes und geben Spaziergängen konkrete Bezugspunkte.
Weitere Ziele auf dieser Destinationsebene
Tweede Exloërmond, Drouwen, Valthe, Odoorn, Bronneger, Exloo, Drouwenerveen und Drouwenermond.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Borger-Odoorn.