Coevorden – Geschichte, Museen und Wege
Unterkünfte in Coevorden
Coevorden entstand an einem strategischen Ort, an dem Reisende und Händler über einen flachen Bach die Sümpfe queren konnten. Die ursprüngliche Form von Kasteel Coevorden wurde bereits vor 1200 erbaut. Zur Gemeinde Coevorden gehören die Orte Gees, Schoonoord, Stieltjeskanaal, Wezuperbrug, Coevorden, Dalen, Erm, Wezup, Meppen, Zweeloo, Dalerveen, Wachtum, Sleen, Dalerpeel, Aalden, Benneveld, Oosterhesselen, Zwinderen und Noord-Sleen.
Geschichte
Die Dauerausstellung „Verhalen van Coevorden“ im Stedelijk Museum Coevorden erzählt die Geschichte der ältesten Stadt Drenthes. Zu den Themen gehören die Schlacht bei Ane, Kasteel Coevorden, der Bau der Festung, Coevorden als Garnisonsstadt und die Rückeroberung von Coevorden. Vom Bahnhof Coevorden ist das Museum in etwa sieben Minuten zu Fuß erreichbar.
Eine historische Stadtwanderung durch Coevorden wird mittwochs und freitags nachmittags unter Begleitung eines Stadtführers angeboten. Dabei werden die Burg und die Befestigungsanlagen im Zusammenhang mit den häufigen Kämpfen um die Stadt thematisiert. Die Historische Gebouwenwandeling, auch Bouwstijlenwandeling genannt, führt an 36 markanten Gebäuden vorbei und stellt unter anderem Jugendstil, Art déco, die Amsterdamer Schule und die Nieuwe Haagse School vor.
Die Katshaarschans besteht aus einem quadratischen Erdwall, der von einem breiten Graben umgeben ist. Sie wurde angelegt, um eine wichtige Route nach Coevorden zu verteidigen. In Zweeloo steht die Zweeler Kerk aus dem 13. Jahrhundert, in der weiterhin wöchentlich Gottesdienste stattfinden. Vincent van Gogh sah diese Kirche während seines Aufenthalts im Gebiet im Jahr 1883.
Seit 2017 ist die ehemalige Synagoge in Coevorden als Museum eingerichtet; dort wird die Geschichte des jüdischen Lebens in Drenthe und Umgebung erzählt. Der ehemalige Synagogenkomplex umfasst ein Ritualbad, eine Mikwe, und eine Lehrerwohnung, die 1879 zusammen mit der neuen Synagoge errichtet wurden. Das Synagoge-Museum verbindet ein Gotteshaus mit einer angrenzenden Wohnung; diese Kombination gilt als einzigartig in Drenthe. Seit Sommer 2023 verfügt das Synagoge Museum Coevorden über einen Treppenlift zum Obergeschoss.
Museen und Erlebnisse
Im Freilichtmuseum Ellert en Brammert wird im historischen Schulgebäude die Sage von Ellert und Brammert von ehrenamtlich Tätigen vorgelesen. Das Freilichtmuseum verfügt über einen großen Spielplatz und einen kleinen Streichelzoo, ist vollständig für Rollstuhlfahrer zugänglich, stellt an der Kasse Rollstühle bereit und bietet angepasste Einrichtungen.
Plopsa Indoor Coevorden führt 18 kostenlose und 12 kostenpflichtige Attraktionen auf. Dazu gehören The Climbing Mountain, The Vikings' Rollercoaster und The K3-Whirligig. Das Museum Thijnhof in Coevorden widmet sich realistischer und surrealistischer Kunst, zeigt wechselnde Ausstellungen und veranstaltet Workshops.
Molen Jan Pol in Dalen ist eine 1876 errichtete Galerieholländermühle und gilt als höchste Mühle Drenthes. Molen De Bente in Dalen stammt aus dem Jahr 1814 und zählt zu den ältesten Mühlen Drenthes. Ehrenamtliche sorgen dafür, dass Molen De Bente regelmäßig in Betrieb genommen werden kann.
Im Frensenhoes in Meppen werden Vorführungen maschineller Holzbearbeitung gezeigt; außerdem ist das Sägewerk in Betrieb. Gegen eine geringe Gebühr können Besucher an einem Workshop zur manuellen Holzbearbeitung teilnehmen, selbst einen Gegenstand aus Holz herstellen und ihn mitnehmen. Führungen bietet das Frensenhoes nach Vereinbarung an.
Wege und Landschaft
Das Cultuurpad Coevorden ist ein mehr als 200 Kilometer langer Rundwanderweg durch die gesamte Gemeinde Coevorden. Einwohner der Gemeinde stellten den Weg zusammen; er verbindet Orte mit Geschichte, Landschaft, Denkmälern, Kunst, Natur, Gebäuden und Geschichten. Das Cultuurpad verbindet die Stadt Coevorden mit den Dörfern der Gemeinde. Der Rundweg beginnt in Zwinderen, kann aber auch an einem anderen Ort begonnen werden.
Die Vestewandeling ist bei der Tourist Info im Het Arsenaal mit einem Kartenblatt erhältlich. In der Zweeler Kerk befindet sich die Tourist Info; dort sind touristische Informationen sowie Fahrrad- und Wanderrouten für die Umgebung erhältlich. Die Wanderroute Meppen–Gees führt über das Pumpwerk Bollema in das Naturgebiet Geeserstroom und am Klinkenberg vorbei, dem Ort, an dem im 13. Jahrhundert eine Burg stand.
Meppen liegt zwischen Wald, Heide, Sandverwehungen und Wacholdersträuchern. Eine etwa 2,3 Kilometer lange grüne Wanderroute von Staatsbosbeheer im Sleenerzand ermöglicht den Besuch der Denkmäler rund um die Papeloze Kerk. Die Papeloze Kerk wurde in der Jungsteinzeit, dem Neolithikum, zwischen 3450 und etwa 3250 v. Chr. in der Zeit des Trichterbechervolks errichtet. In ihrer Nähe wurden zwei Felder mit insgesamt 47 Grabhügeln gefunden; einige dieser Grabhügel liegen in Celtic Fields, auch Raatäcker genannt.
Seit 2006 findet bei der Papeloze Kerk einmal jährlich wieder eine Hagepredigt statt. Die Wanderung von der Papeloze Kerk nach ’t Haantje führt teilweise durch Wald und teilweise durch Weideland am Oranjekanaal entlang.
Die etwa 350 Kilometer lange Radroute „Langs de Grenzen van Drenthe“ beginnt und endet bei Kasteel Coevorden. Sie ist in sechs Tagesetappen gegliedert, vor Ort ausgeschildert und digital über Drenthe.nl sowie die Drenthe Routes-App abrufbar. Die App bietet unterwegs zusätzliche Video- und Audioinformationen von Fachleuten.
Anreise
Coevorden ist über die Straßen N34, N377 und N382 erreichbar.
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