Nijensleek zwischen Wasserlauf, Feld und Ortsgeschichte
Nijensleek zwischen Wasserlauf, Feld und Ortsgeschichte
Nijensleek liegt am Tal der Vledder Aa. Sein Umfeld lässt sich über Wasserbau, Moorlandschaft und gewachsene Gebäude erschließen: Die Nijensleeker Schipsloot wurde für den Torftransport angelegt, während die Moore rund um Nijensleek ab dem späten 13. Jahrhundert in kleinem Umfang urbar gemacht wurden.
Heidelandschaft mit eigenem Zugang
Das Nijensleekerveld liegt in der Umgebung von Nijensleek und ist eine abwechslungsreiche Heidelandschaft mit drei Vennen. Erreichbar ist das Gebiet ausschließlich zu Fuß über den Schouwpad entlang der Nijensleeker Schipsloot. Für den Besuch ist daher ein Fußweg als eigener Abschnitt einzuplanen.
Eine Route am Naturgebiet
Am Nijensleekerveld vorbei führt in der Umgebung von Nijensleek die 70 Kilometer lange Freizeitroute „De Koloniën“. Die 70 Kilometer geben der Freizeitroute für die Reiseplanung einen eigenen zeitlichen Rahmen.
Gebäude an der Hoofdweg
Die Hoofdweg trägt mehrere unterschiedliche bauliche Zeugnisse. Die Gereformeerde Kerk an der Hoofdweg 59 ist ein Gemeindedenkmal und wurde 1934 erbaut. Das Pfarrhaus an der Hoofdweg 57 stammt aus der Zeit um 1905. Die Rieja Hoeve an der Hoofdweg 69 stammt aus der Zeit um 1935 und ist ein moderner Bauernhof mit zwei quer stehenden Gebäudeteilen. Für Kulturinteressierte reicht der Blick an der Hoofdweg von einem Gemeindedenkmal über ein Pfarrhaus und einen Bauernhof bis zum ehemaligen Molkereikomplex.
An der Hoofdweg 118 steht vermutlich eine noch aus dem 18. Jahrhundert stammende Bauernhofanlage. Sie besitzt einen Seitenzugang unter einem reetgedeckten Walmdach. An der Hoofdweg 57, 59, 69 und 118 stammen die baulichen Beispiele aus unterschiedlichen Bauzeiten: aus der Zeit um 1905, aus dem Jahr 1934, aus der Zeit um 1935 und vermutlich noch aus dem 18. Jahrhundert. Die Hausnummern 57, 59, 69 und 118 verteilen diese baulichen Beispiele entlang der Hoofdweg.
Auch der Gebäudekomplex an der Hoofdweg 16–20 ist bau- und wirtschaftsgeschichtlich markant: Er gilt als seltenes Beispiel für den Übergang vom handwerklichen zum industriellen Betrieb. Der ehemalige Molkereikomplex an der Hoofdweg 16–20 wurde 1891 als handbetriebene Molkerei von J.J. Hilkemeyer gegründet. Der dritte und vierte Gebäudeteil der Anlage an der Hoofdweg 16 wurden, soweit bekannt, als Kaffeerösterei und Kartoffelschuppen genutzt. Die Gründung 1891 und der Umbau im Herbst 2002 gehören zu zwei verschiedenen Phasen der Anlage.
Eine ehemalige Kaffeerösterei und ein Lagergebäude wurden im Herbst 2002 zum Cultuurhuis „Roos en Lelie“ umgebaut. Die Kaffeerösterei, das Lagergebäude und die Molkerei gehören dabei zu den früheren Nutzungen der Anlage; der Umbau zum Cultuurhuis folgte im Herbst 2002.
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