Anjum: Warftgeschichte, Mühle und Natur
File:Poldenmolen "de Gans" in Anjum, Friesland.jpg
Foto: JoachimKohler-HB via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0
Warftgeschichte und Bauwerke
Die Michaëlkerk in Anjum bewahrt Teile der Nordwand und der Westseite einer um 1100 errichteten Tuffsteinkirche. Zu diesen erhaltenen Teilen gehört ein eingebauter Turm in Form eines reduzierten Westwerks. Ein Westwerk bezeichnet den westlichen Bauteil einer Kirche; beim eingebauten Turm handelt es sich um ein reduziertes Westwerk.
Eanjum entstand, weil Menschen auf einem Salzwiesenrücken eine Warft aufschütteten, um dem Einfluss von Gezeiten und Sturmfluten zu entgehen. Eine Warft ist ein künstlich aufgeschütteter Siedlungshügel. Gezeiten sind regelmäßige Wasserstandsänderungen; Sturmfluten bezeichnen besonders hohe, durch Sturm verstärkte Wasserstände. Die als Denkmal 45897 geführte Warft in Anjum stammt aus dem 5. bis 7. Jahrhundert und steht teilweise unter Schutz.
Im historischen Warftdorf Eanjum lässt sich hinter der Kirche in den dicht bebauten Straßen Tsjerkepaed und Foarstrjitte sowie den Seitenpfaden die rund-radiale Struktur der Warft erleben. Eine rund-radiale Struktur lässt sich als annähernd kreisförmige, vom Zentrum ausgehende Anlage verstehen.
De Eendragt und das Mühlenmuseum
De Eendragt wurde 1889 aus Teilen zweier abgebauter Mühlen aus Leeuwarden als achteckige Getreide- und Schälmühle wiederaufgebaut. Die Bezeichnung Getreide- und Schälmühle verweist auf die Verarbeitung von Getreide und das Schälen der Körner.
Im Ausstellungsraum von De Eendragt befindet sich das Anjumer Mühlenmuseum. Das Molenmuseum De Eendragt ist in einer Getreide- und Schälmühle untergebracht und bietet Einblicke auf sechs Ebenen.
Höfe und historische Spuren
Der imposante Bauernhof Ny Holdinga liegt auf einem nahezu vollständig von Gräben umgebenen Gelände, das früher zu Holdingastate, der bedeutendsten State in Anjum, gehörte. Die frühere Zugehörigkeit zu Holdingastate verweist dabei auf eine historische Verbindung des Geländes, nicht auf eine heutige Nutzung.
Naturgebiet und Aussichtsturm
Das Naturgebiet Eanjumerkolken ist ein 141 Hektar großes Gebiet bei Eanjum mit zwei kulturhistorischen Elementen in Form von Entenkojen und verstreut liegenden Trinkkuhlen. Das Naturgebiet Eanjumerkolken ist nicht frei zugänglich, kann aber von den umliegenden Straßen aus betrachtet werden; außerdem sind Exkursionen in diesem Gebiet möglich.
In der Umgebung von Eanjum steht am Fahrwasser Súd Ie beim Naturgebiet Eanjumer Kolken der Aussichtsturm De Zoutkegel zwischen Eanjum und Ie. Der Aussichtsturm De Zoutkegel ist für Wanderer, Radfahrer und Wassersportler frei zugänglich. Ein Aussichtsturm dient dem erhöhten Blick über seine Umgebung.
Wandern und Paddeln
Auf der Runde 2 des Bonifatius Kloosterpad ist der Abschnitt zwischen den Wegpunkten 95 und 80 während der Brutzeit vom 15. März bis zum 15. Juli nicht zugänglich.
Die SUP- und Kanu-Route Súd Ie ist in einer Richtung 12 Kilometer lang. SUP steht für Stand-up-Paddling, bei dem man auf einem Board mit Paddel fährt. Die Längenangabe gilt für eine Richtung und beschreibt daher nicht automatisch eine Hin- und Rückstrecke.
Weitere Ortsseiten: Oostmahorn, Hantum, Holwerd, Metslawier, Engwierum, Waaxens Gem Dongeradeel, Ee und Paesens.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Dongeradeel.
Preise, Verfügbarkeit und Ausstattung für Ihren Reisetermin direkt bei Booking.com prüfen.
Unterkünfte und Angebote ansehenAnzeige · Partnerlink zu Booking.com