Marrum: Warft, Mühlen und Wattenmeer am Seedeich
File:De Heining gemaal bij Marrum 14-08-2023. (actm.) 03.jpg
Foto: Agnes Monkelbaan via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0
Marrum zwischen Warft, Kirche und Mühlen
Marrum erschließt sich über markante Orte, an denen Warft, Kirchenbau und Wasserwirtschaft sichtbar werden. Die Godeharduskerk steht auf dem Scheitel der nahezu unabgetragenen Warft von Marrum; um sie liegt eine einzigartige Doppelreihe aus 109 Spalierlinden. Ihre Westfassade und ihr Turm stammen aus dem Jahr 1858. So treffen an einem Kirchenbau die erhöhte Siedlungsform und ein klar datierbares Bauteil zusammen.
Auch die Mühlen erzählen von der Beziehung zwischen Ort und Polderlandschaft. Die Grutte Mûne, auch De Grote Molen, wurde bis 1975 zur Entwässerung eines 775 Hektar großen Polders eingesetzt. Die Klaailânsmûne, auf Deutsch De Kleilânsmole, entstand 1865 als Unterbemahlungsmühle für den Marrumer Polder. De Phenix wird als Lehrmühle für das Gild Fryske Mounders genutzt. Ergänzt wird dieses Mühlen- und Wasserwirtschaftsthema durch die Ozingadobbe, eine Gedenkstätte für die Rettung der Pferde nach dem schweren Sturm vom 31. Oktober 2006. So stehen Entwässerung, der Bezug zum Marrumer Polder und die heutige Nutzung als Lehrmühle als unterschiedliche Funktionen nebeneinander.
Am Seedeich: Kunst und Eindrücke des Wattenmeers
Am Seedeich bei Marrum steht die Dijktempel, ein Kunstwerk von Ids Willemsma. Sie befindet sich an der Stelle, an der die Ozingaloane landeinwärts führt. Der Ort ist nicht nur durch seine Form und Lage geprägt: Die Dijktempel bietet einen Blick in alle Richtungen sowie Eindrücke durch die Gerüche und Geräusche des Wattenmeers. Der Rundumblick richtet die Aufmerksamkeit nicht nur auf das Sichtbare; auch Gerüche und Geräusche des Wattenmeers prägen die Eindrücke am Seedeich. Für Sie wird der Seedeich damit als Landschaftsraum wahrnehmbar, in dem Kunst, Weite und die besonderen Sinneseindrücke der Küste nebeneinanderstehen.
Routen rund um Marrum
Mehrere Routen setzen eigene Schwerpunkte. Die 7 Kilometer lange Dobbepaarden-Route in Noard-Fryslân Bûtendyks beginnt hinter dem Seedeich bei Marrum neben dem Tempel von Ids Willemsma. Die 36,2 Kilometer lange Fahrradroute „Oorlog boven het Noarderleech“ beginnt an der Zeedijk 8 in Marrum und führt in Richtung des Bunkers am Noarderleech. Zwei weitere Ortsbezüge verlaufen über die Route „Rondjes om de kerken“: In Marrum führt sie über den Kerkpad zur Godeharduskerk.
Für eine begleitete Erkundung des außendeichs gelegenen friesischen Gebiets steht die De SeedyksterToer. Die geführten Fahrten finden in einem überdachten Panoramawagen statt und führen an Salzwiesen, Prielen, Slenken und Deichen entlang. Während der Fahrt erläutert ein Guide die Natur und Geschichte des Gebiets. Eine Fahrt dauert 1,5 bis 2 Stunden; eine Anmeldung ist sowohl einzeln als auch für Gruppen möglich.
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