Wijckel: Wikelerbosk, Slotermeer und historische Spuren
File:Tjasker Zandpoel, windmolen bij Wijckel. Friesland. 10-06-2020 (actm.) 01.jpg
Foto: Agnes Monkelbaan via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0
Wijckel verbindet die Lage am Slotermeer mit einem ungewöhnlich klar geprägten Wald- und Kulturerbe. Wer Wasser und Natur schätzt, findet hier unterschiedliche Anknüpfungspunkte: den Wikelerbosk mit seinen geraden Alleen, Wege durch Wiesen- und Riedlandschaften sowie historische Spuren, die bis in die Gestaltung des Waldes und in einzelne Gebäude des Ortes reichen.
Der Wikelerbosk und sein besonderer Aufbau
Das Wikelerbosk liegt in Wijckel und ist auch unter dem Namen Van Coehoornsbos bekannt. Der Laubwald wurde rund 1860 angelegt, umfasst 11 Hektar und folgt einem französisch-geometrischen Stil. Herrschaftliche Alleen und rechteckige Flächen geben dem Wald seine charakteristische Ordnung. Dadurch wirkt der Besuch nicht wie ein beliebiger Spaziergang durch ein Waldgebiet: Die Wege erschließen eine bewusst gestaltete Landschaft, in der Natur und historische Formensprache eng nebeneinanderstehen.
Ein markanter Punkt innerhalb des Wikelerbosk ist die Grutte Berch. Von dort bietet sich im Winter ein Ausblick auf den Slotermeer. Gerade dann tritt die Verbindung zwischen Waldraum und Wasserlandschaft besonders deutlich hervor. Für Sie entsteht so ein Naturerlebnis, das nicht nur vom Weg durch die Bäume lebt, sondern auch von der Sichtbeziehung zum See.
Waldwege, Wiesen und Ried am Slotermeer
Im Wikelerbosk kann man das ganze Jahr über auf den Wegen wandern; der Wald ist ganzjährig für die Öffentlichkeit frei zugänglich. Für die Orientierung vor Ort gibt es Parkplätze in der Nähe der reformierten Kirche. Von dort sind es noch 100 Meter bis zum Eingang des Waldes. Diese konkrete Distanz hilft bei der Planung eines kurzen Abstechers ebenso wie bei einem längeren Aufenthalt in der Umgebung.
Im näheren Umfeld von Wijckel führt ein längerer Spaziergang durch das Wikeler Hop über Wiesen- und Riedlandschaften am Slotermeer zum Strand De Baaier. Das Wikeler Hop ist ein Naturgebiet von Staatsbosbeheer und wird über den Weg nach dem Wikelerbosk erreicht. Die unterschiedlichen Landschaftsräume liegen dabei nicht als austauschbare Kulisse nebeneinander: Wald, offene Wiesen, Ried und See prägen jeweils einen eigenen Abschnitt des Wegerlebnisses.
Kirche, Hausdetails und die Spur von Meerenstein
Auch die gebaute Umgebung von Wijckel ergänzt das Landschaftsbild. An der Menno van Coehoornweg steht ein besonders charmantes Häuschen unter einem Satteldach mit Giebeln. Auf einer Fassadenverzierung ist die Jahreszahl 1831 zu sehen. Das Detail lädt dazu ein, beim Ortsrundgang nicht nur auf größere Bauwerke, sondern auch auf historische Einzelheiten an Häusern zu achten.
Die Vaste Burchtkerk nimmt 2026 während des gesamten Tsjerkepaad-Zeitraums von 13:30 bis 17:00 Uhr teil. Ein weiterer historischer Bezug führt zurück in den Wikelerbosk: Das ehemalige Landgut Meerenstein lag einst mitten im Wald. Das umgebende Parkgelände ist erhalten geblieben, während das Landgut selbst vor langer Zeit abgebrochen wurde. So begegnen Ihnen im Wald nicht nur Alleen und rechteckige Flächen, sondern auch die Erinnerung an eine frühere Anlage.
Bei der Planung eines Besuchs ist außerdem zu beachten, dass De Theetuin Wijckel vorübergehend geschlossen ist. Die wichtigsten Erlebnisse rund um Wijckel liegen damit in der Landschaft, an den Waldwegen, am Slotermeer und in den sichtbaren historischen Spuren.
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