Heerenveen: Kultur, Landgüter und Naturwege
Zum direkten Ortsverbund gehören Oranjewoud, Heerenveen und Oudeschoot.
Kultur
Die Belvédère in Oranjewoud ist ein 20 Meter hoher Aussichtsturm aus Stahlbeton, der 1924 errichtet wurde. Ihre kultur- und architekturhistorische Bedeutung steht im Zusammenhang mit der Entwicklung der Erholung in Oranjewoud und ihrer Funktion als Aussichtspunkt. Das Museum Belvédère liegt im Oranjewoud in der Nähe von Landgoed Oranjewoud und zeigt friesische Bildende Kunst des 20. Jahrhunderts und der Gegenwart im Dialog mit Werken verwandter Künstler aus dem In- und Ausland. Vom Bahnhof Heerenveen aus ist das Museum mit einem OV-Fiets erreichbar.
Crackstate wurde 1648 von Johannes Sytzes Crack als Wohnhaus errichtet und zählt zu den bedeutendsten Denkmälern Frieslands. Im Museum Heerenveen informiert ein biografisches Museum über Ferdinand Domela Nieuwenhuis, einen Pionier des niederländischen Sozialismus; außerdem zeigt das Museum wechselnde Ausstellungen mit Geschichten, Kunst und Geschichte. Die Sint Thomaskerk in Katlijk stammt aus dem Jahr 1525. Anstelle eines Turms steht dort ein freistehender doppelter Glockenstuhl. Das Sint-Thomasläuten findet jedes Jahr um den Jahreswechsel statt, um böse Geister zu vertreiben. Die Statue De Raaptepper in Katlijk erinnert an einen wichtigen Teil der Dorfgeschichte und an die schwere handwerkliche Arbeit mehrerer Generationen von Bauern.
De Overtuin wurde im 17. Jahrhundert im Auftrag von Albertine Agnes van Nassau angelegt. Der Park gehört zum Gebiet von Landgoed Oranjewoud und ist über den Zugang an der Lindelaan frei zugänglich. Das Oranjewoud Festival ist ein Musikfestival in der Parklandschaft Oranjewoud bei Heerenveen und findet seit 2012 an kulturellen und kulturhistorischen Orten in und um Oranjewoud statt. Das Festival ist berechtigt, in De Overtuin jährlich eine Veranstaltung zu organisieren.
Landgoed Oranjestein ist ein friesisches Landgut des 19. Jahrhunderts im waldreichen Oranjewoud und entstand im Jahr 1820. Auf dem Landgoed können ganzjährig Führungen gebucht werden, die über die Parkgestaltung von Lucas P. Roodbaard und die Familiengeschichte der dort ansässigen Bieruma Oostings informieren. Besucher können dort zwei Gartenwege anhand hölzerner Pfeile verfolgen und anschließend Tee in der Oranjerie trinken. Die Gärten von Landgoed Oranjestein sind in den Sommermonaten sonntagnachmittags für die Öffentlichkeit geöffnet.
Louis Le Roy begann in den 1970er-Jahren mit dem Bau der Ecokathedraal Mildam; daran wird bis heute weitergebaut. Die Ecokathedraal Mildam ist ein Arbeitsort, an dem Mensch, Pflanze und Tier ohne festen Plan und auf unbestimmte Zeit zusammenwirken.
Wege und Routen
Die Landgoedwandeling Oranjewoud führt über das alte Landgut, zur Aussichtsturm-Belvédère und über stattliche Alleen durch die umliegenden Wälder und weitere Landgüter. Die Wanderroute „Boom tot bos Oranjewoud“ verläuft durch das Reigersbos über stattliche Alleen und kleine geschwungene Wege; QR-Codes informieren über monumentale Bäume, besondere Bewohner und die Funktionen des Waldes. Das Wandelrondje „De verhalen van Katlijk“ führt über QR-Codes zu Geschichten aus dem Dorf und seiner Umgebung.
Die Rolstoelroute Ketliker Skar ist ein 2,5 Kilometer langer, befestigter und rollstuhlgerechter Weg ab dem Besucherzentrum It Beekpronkje. Sie ermöglicht Naturbeobachtungen vom Wald bis zum Grasland, darunter Damhirsche und Rehe sowie zahlreiche Vogelarten. Die 16,2 Kilometer lange Wanderung „Mildam und Umgebung – Wandelen langs de Turfroute“ führt an der Ecokathedraal vorbei.
Die Etappe 10 des Bonifatius Kloosterpad von Bontebok nach Terband ist 19,3 Kilometer lang. Sie verläuft auf einer Offroad-Strecke über Katlijk und Mildam nach Oranjewoud. Die Doortraproute Heerenveen–Bontebok startet am Museum Belvédère und führt von der Ostseite Heerenveens in das Oranjewoud. Diese Route ist für Nutzer von Dreirädern geeignet.
Die rote Wanderroute in De Deelen führt über Holzstege und eine schwimmende Brücke durch das Moor sowie über Äcker und nährstoffarme Wiesen. Die selbstbediente Kettenfähre zwischen Luinjeberd und De Deelen dient Radfahrern und Fußgängern. In der Gemeinde Heerenveen gibt es ein von Marrekrite angelegtes Wander- und Fahrradknotenpunktnetz.
Natur
Das Naturschutzgebiet De Deelen entstand aus einem Torfabbaugebiet und besteht heute aus einem Mosaik aus Wasserflächen, Schilfbeständen, Sumpfwald und schmalen Grünlandstreifen. Das Feuchtgebiet bietet Lebensraum für zahlreiche Vogelarten und umfasst ein einzigartiges industrielles Erbe. Die Route „The Other Friesland: Heerenveen – De Deelen – Oranjewoud“ startet am TOP De Heide am Stadtrand von Heerenveen.
Der Torfabbau hat die Landschaft rund um Katlijk geprägt. Das Ketliker Skar ist ein herrschaftlicher Wald, in dem regelmäßig Damhirsche zu sehen sind. Der Heidemeer-See im Erholungsgebiet De Heide besitzt einen großen Sandstrand zum Schwimmen und Sonnenbaden.
Sport und Veranstaltungen
Thialf bietet Freizeitsportlern mehrere Eislaufflächen, darunter eine 400-Meter-Bahn, eine 333-Meter-Bahn und eine 30 × 30 Meter große Bahn für die Kleinsten. Die Stadiontour Abe bietet Einblicke hinter die Kulissen des Abe-Lenstra-Stadions, unter anderem am Pressetisch und mit Blick auf das Spielfeld aus einer Businessloge.
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