Goutum entdecken: Warftgeschichte, Kirchenkunst und Radrouten
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Foto: RomkeHoekstra via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0
Goutum verbindet eine mittelalterliche Siedlungsgeschichte mit Sakralbauten und Radwegen durch die friesische Landschaft. Der Ort entstand im frühen Mittelalter auf einer Warft, also einer aufgeschütteten Siedlungserhebung. In Goutum bezeichnet Warft daher einen erhöhten Siedlungsplatz und keine natürliche Anhöhe. Ende des 19. Jahrhunderts wurde diese Warft größtenteils abgetragen. Die zeitliche Spanne reicht dabei von der Entstehung im frühen Mittelalter bis zur Abtragung Ende des 19. Jahrhunderts. Die ursprüngliche Siedlungsform ist damit ein wichtiger Teil der Ortsgeschichte, auch wenn die Warft später weitgehend abgetragen wurde.
Warft, Denkmal und Radrouten
Am archäologischen Denkmal an der Teernserdijk/Hounsdyk sind mehrere Bestandteile der älteren Siedlungsgeschichte verbunden. Dazu gehören eine Warft und die umgräftete Anlage Wiarda State. Umgräftet bedeutet, dass ein Graben die Anlage umgibt. Das Denkmal umfasst außerdem Reste einer Kirche mit Friedhof. Die Warft, Wiarda State, die Kirchenreste und der Friedhof gehören dabei zu demselben archäologischen Denkmal. An diesem Ort stehen somit Siedlungserhebung, historische Anlage und kirchliche Spuren in einem eng gefassten Denkmalbereich.
Auch die Radrouten geben Goutum ein eigenes Profil. Die Goutumer Doortraproute bietet an einer Brücke eine Raststelle mit einer Informationstafel über De Swette. Zusätzlich führt die Radroute „De boorden van de Middelzee“ durch Goutum. Bei der Doortraproute verbindet sich der konkrete Brückenhalt mit der Information über De Swette. Radfahrende haben damit einen konkreten Halt an der Brücke und eine weitere Route durch Goutum vor Augen.
Agneskerk mit Baugeschichte und Orgel
Im Ortsbild steht die Agneskerk für eine dichte Folge baulicher Veränderungen. Die Kirche ist nicht aus einer einzigen Bauphase hervorgegangen. An ihrer Nordwand sind noch erkennbare Teile einer Tuffsteinkirche aus dem 11. oder 12. Jahrhundert erhalten. Im 15. Jahrhundert wurde die Agneskerk erhöht und erhielt ihren heutigen, stattlichen Satteldachturm. Der Turm gehört damit zu einer späteren Bauphase als die Tuffsteinreste an der Nordwand. An der Agneskerk begegnen sich somit ältere Wandteile und eine spätere Turmgestaltung in demselben Bauwerk.
Zur Ausstattung gehört eine Orgel, die 1864 von L. van Dam & Zn. gebaut wurde. Im Inneren bedeckt ein Glasboden außerdem eine schöne Sammlung von Grabplatten, die bei der jüngsten Restaurierung entdeckt wurde. Neben den erhaltenen Bauteilen gehören damit auch die Orgel und die Grabplatten zur konkreten Ausstattung der Agneskerk. Für Kulturinteressierte gehören Nordwand, Satteldachturm, Orgel und Grabplatten zur Baugeschichte und Ausstattung der Agneskerk.
Historische Akzente und Dorfzentrum
Heech Hiem ist seit dem 8. November 2004 als Rijksmonument eingetragen. Auch Heech Hiem gehört zu den historischen Themen in Goutum.
Zum heutigen Dorfzentrum von Goutum gehört eine Eislaufbahn mit Fußball- und Basketballfeld.
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