Sumar: Bintje-Geschichte, Dorfkirche und kulturhistorische Wege

File:Sumar, Sonac Burgum B.V. (yn 'e folksmûle 'it stjonkfabryk' of 'de sjimmy').jpg File:Sumar, Sonac Burgum B.V. (yn 'e folksmûle 'it stjonkfabryk' of 'de sjimmy').jpg Foto: RomkeHoekstra via Source, CC BY-SA 4.0

Zwischen Sandgebiet und Niedermoor

Sumar liegt an der Grenze zwischen Sandgebiet und Niedermoor. Südwestlich von Sumar liegt die Sumarreheide; zwischen Sumar, Nijega und De Tike befand sich dort früher eine ausgedehnte Heidefläche. Für Sie entsteht so ein Einstieg, der Naturraum und Ortsgeschichte miteinander verbindet. Diese Lage liefert einen konkreten Ausgangspunkt, um Sumar über Geländeformen und historische Veränderungen zu betrachten.

Bintje und De Hoop

Besonders markant ist die Verbindung von Ortsgeschichte und Landwirtschaft. Das Bintje-Monument erinnert an den Lehrer und Kartoffelzüchter Kornelis Lieuwes de Vries. Die Kartoffelsorte Bintje wurde 1905 von dem Schullehrer in Sumar und Kartoffelzüchter Kornelis Lieuwes de Vries entwickelt. Damit erhält die Geschichte der Kartoffelsorte in Sumar einen sichtbaren Bezug zum Ort. Das Denkmal bewahrt diese Erinnerung in einer konkreten Form, während das Jahr 1905 den Zeitpunkt der Entwicklung festhält.

Auch die Getreidemühle De Hoop setzt einen konkreten Besichtigungspunkt. Sie ist jeden Samstag geöffnet und kann unter der Begleitung eines ehrenamtlichen Müllers besichtigt werden. Damit erhält das Mühlenthema in Sumar eine anschauliche, zeitlich klar gefasste Form. Die Begleitung durch einen ehrenamtlichen Müller gibt dem Besuch zudem einen persönlichen Bezug zur Mühle.

Die Dorfkirche und ihre Ausstattung

Die Dorfkirche von Sumar führt tief in die Ortsgeschichte. Sie wurde 1769 erbaut und am 12. November 1769 eingeweiht. In der Kirche wurde eine Orgel von Bakker en Timmenga am 7. März 1907 in Gebrauch genommen. Zur Ausstattung gehört eine Eichenholzkanzel, die vermutlich aus der Mitte des 17. Jahrhunderts stammt und wahrscheinlich bereits in der Kirche vor 1769 stand. Die zeitlichen Angaben ordnen Bau und Ausstattung in mehrere historische Etappen ein.

Sechs überarbeitete Buntglasfenster von Ype Staak aus dem Jahr 1771 gehören ebenfalls zur Dorfkirche von Sumar. Nahe der Grundschule steht außerdem seit 1996 das Denkmal De Molkbus in Sumar. Die Fenster und das Denkmal erweitern den Blick auf die sichtbaren historischen Spuren des Ortes.

Pferdesport und friesische Veranstaltungskultur

Eine andere Seite Sumars zeigt sich bei den Hynstedagen. Sie sind eine jährlich stattfindende friesische Pferdesportveranstaltung auf der Sumarreheide bei Sumar und Garyp. Das Programm umfasst Körungen, Gespannklassen, Meisterschaften, ein Abendturnier, Verkaufsstände und Shows. Wer sich für regionale Veranstaltungskultur interessiert, findet hier ein Programm mit mehreren unterschiedlichen Bestandteilen. Die Hynstedagen gehen damit über eine einzelne Wettbewerbsform hinaus und verbinden Sport, Vorführungen und Verkaufsstände.

Kulturhistorische und wasserbezogene Routen

Für kulturhistorisch ausgerichtete Wege steht die Route „Op é Trapers“ durch den Nationalpark De Alde Feanen. Sie führt durch die Dörfer Sumar, Oudega und Opeinde und an verschiedenen kulturhistorischen Denkmälern vorbei. Daneben ist die Route „Burgumer Mar – De Leien“ auch für eine elektrische Schaluppe geeignet. Damit reichen die in Sumar verankerten Themen von kulturhistorischen Denkmälern bis zu einer Route, deren Eignung für eine elektrische Schaluppe ausdrücklich feststeht.

Weitere Orte: Oostermeer, Aldtsjerk, Ryptsjerk, Burgum, Eernewoude, Noardburgum, Hardegarijp und Jistrum.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Tytsjerksteradiel.

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