Gaanderen zeigt sich auf dem „Ganderpad“ als Ort zwischen Wasser, Flussdünen und Industriegeschichte. Die Route führt durch die abwechslungsreiche Landschaft von Gaanderen, entlang der Oude IJssel und an Bächen, über Flussdünen sowie vorbei an alten Spuren der Eisenindustrie.
Der Bahnhof Gaanderen in der Hoofdstraat 26 ist ein Einstiegspunkt für den „Ganderpad“. Eine weitere Orientierung bietet „Rondje de Pol“: Die Route beginnt und endet bei De Pol und ist etwa 2 Kilometer lang. Das „Gaanderommetje“ ist dagegen 7 Kilometer lang, führt von ’t Onland in Richtung Gaanderen und kehrt über einen großen Umweg zurück. Die beiden Distanzen setzen für den Wandertag in Gaanderen unterschiedliche zeitliche Rahmen.
Beim „Gaanderommetje“ wechseln sich Äcker und Weiden mit Wald ab. Die Strecke verläuft überwiegend über verborgene Waldpfade und befestigte Feldwege. Ein Stück führt entlang der Bielheimerbeek; dort können Wandernde Wasservögel, Wasserpflanzen und weiteres Leben im und am Wasser beobachten. Im Umfeld von Gaanderen und Terborg liegt außerdem der etwa fünf Hektar große Naturpark Akkermansbeek.
Das historische Landschaftsbild umfasste zu großen Teilen Sümpfe und Hügel, die von einem Fluss und Bächen umgeben waren. Einzelne Gipfel der Flussdünen ragten 20 bis 25 Meter über die Umgebung. Die Route „Rondom Klooster Bethlehem“ greift diese Verbindung von Landschaft und Geschichte auf: Sie macht Überreste des alten Grabensystems rund um das ehemalige Kloster sichtbar und verläuft ein Stück parallel zur Bielheimerbeek.
Das Kloster Bethlehem entstand 1179 nahe Gaanderen zwischen Kerkstraat und Kloosterlaan. 1579 wurde es während des Achtzigjährigen Krieges vollständig zerstört. Das Dorf Gaanderen selbst entwickelte sich erst in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts rund um die Martinuskerk an der Kerkstraat.
Das Vorkommen von Raseneisenerz im Boden förderte die lokale Entwicklung der Eisenindustrie in Gaanderen. An der Bielheimerbeek wurde 1689 die älteste Eisen-Gießerei der Niederlande gegründet. Der frühere Standort der Gaanderense korenmolen lag an der Kreuzung Watertapweg–Hogeweg–Binnenweg. Eine topografische Karte zeigt die Situation von 1905, ein Luftbild den Stand von 2015.
Die Gedenkplatte Herman van Velzen steht an der Ecke Watertapweg und Frans Roesstraat, in der Umgebung des Ortes, an dem früher sein Geburtshof stand. Die Gedenkplatte Vulcaansoord erhielt 1996 an der Slakweg ihren endgültigen Standort, etwa am Rand der äußersten Bebauung des ehemaligen Fabrikgeländes.
Das Schuttersgilde St. Martinus Gaanderen organisiert traditionell seit vielen Jahren die Kirmes von Gaanderen, die am zweiten Septemberwochenende stattfindet. Für Sportarten und kulturelle Veranstaltungen eignet sich das Sport- und Kulturzentrum De Pol in Gaanderen.
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