Puiflijk zwischen Tabakgeschichte, Denkmalen und Feldwegen
Unterkünfte in Puiflijk
Puiflijk verbindet offene Felder mit linearer Fluraufteilung, Kirchen- und Klosterbaugeschichte sowie der Geschichte des niederländischen Tabakanbaus. Der Oude Toren, die neogotische St. Johannes de Doperkerk und das ehemalige Kloster St. Maarten stehen für unterschiedliche Bauzeiten und Nutzungen. Neben den Bauwerken gehören die Skulptur De Tabaksnijder
Der Oude Toren und die Kirchenbaugeschichte
Der Oude Toren ist der einzige erhaltene Teil der mittelalterlichen Kirche von Puiflijk. Der Turm mit drei Geschossen und Zeltdach stammt aus der ersten Hälfte des 15. Jahrhunderts. Nach seiner Restaurierung wurden bei Bodenuntersuchungen Reste einer romanischen Kirche gefunden. Für die Öffentlichkeit ist der Oude Toren nicht zugänglich. Der Zugangshinweis zum Oude Toren unterscheidet sich damit von der Möglichkeit, in die Felder zu gehen und dort Zeit in der Natur zu verbringen.
Die neogotische St. Johannes de Doperkerk wurde in den Jahren 1868 bis 1870 nach einem Entwurf von C. Weber errichtet. In den Niederlanden ist die Kirche im Register der Rijksmonumenten als nationales Denkmal eingetragen. Das ehemalige Kloster St. Maarten am St.-Maartenshof 1–14 wurde um 1910 als Kloster und Schule erbaut. Die Bauzeit der St. Johannes de Doperkerk liegt damit nach der Datierung des Oude Toren. Maarten wurde nochmals später, um 1910, als Kloster und Schule erbaut.
Tabakgeschichte als konkretes Ortsmotiv
Puiflijk war ein Zentrum des Tabakanbaus. Die Familie Kersten war dort Mitte des 19. Jahrhunderts in der Tabakverarbeitung tätig. Neben dem landwirtschaftlichen Anbau gehört damit auch die Verarbeitung von Tabak zur Geschichte Puiflijks. Die Skulptur De Tabaksnijder zeigt einen Tabakschneider, der auf einer Versteigerungskiste sitzt. Der niederländische Titel lässt sich als „Der Tabakschneider“ übersetzen und beschreibt damit die dargestellte Figur unmittelbar.
Felder, Wanderwege und Radroute
Rund um Puiflijk liegen offene Felder mit einer linearen Fluraufteilung. In Puiflijk gibt es Möglichkeiten, in die Felder zu gehen und dort Zeit in der Natur zu verbringen. Die lineare Fluraufteilung beschreibt dabei die Anordnung der Felder, nicht die Funktion der Wanderwege. Mehrere Wanderwege wurden gemeinsam mit dem Wandelcafé angelegt. Die Wanderwege umfassen sowohl Freizeitrouten als auch funktionale Wege. Für Puiflijk bedeutet diese Einteilung, dass die Wege nicht alle denselben Zweck erfüllen. Ein einheitlicher Rundweg oder eine bestimmte Nutzungsdauer folgt daraus nicht.
Für Radfahrer verläuft durch Puiflijk eine Freizeitradroute, die mit dem Fahrradknotenpunkt 58 in Puiflijk verbunden ist. Die Radroute ergänzt die Wanderwege um eine eigene Routenart. Während die Wanderwege sowohl Freizeit- als auch Funktionswege umfassen, ist die Radverbindung ausdrücklich als Freizeitradroute bezeichnet. Beide Angebote bleiben dabei auf Puiflijk bezogen: Die einen führen zu Fuß, die andere mit dem Fahrrad.
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