Ede in Gelderland: Heide, Wege und Geschichte
Ede liegt in Gelderland, zentral in den Niederlanden, und ist mit dem Auto über die A12 oder die A30 gut erreichbar. Die Landschaft von De Ginkel zeigt eine charakteristische Mischung aus Wald, Tümpeln und ausgedehnten Heideflächen der Eder Heide und der Ginkelse Heide. Rothirsche, Wildschweine, Schafe und Rehe finden hier ihren Lebensraum. Die Edese Schaapskudde hält durch ihre Beweidung die Heide offen, sodass Bäume und Sträucher die Landschaft nicht überwuchern.
Heide, Sand und Wildtiere
Das Natuurcentrum De Ginkel bietet Naturaktivitäten, Exkursionen und Führungen über die Veluwe an. Die Wildkansel De Hindekamp ist allerdings nur in Begleitung eines Guides des Natuurcentrum De Ginkel zugänglich. Eine andere Perspektive bietet die frei zugängliche Wildbeobachtungspost im Wekeromse Zand: Mit etwas Geduld und Glück lassen sich dort Rehe, Füchse oder Dachse beobachten.
Das Wekeromse Zand ist ein 500 Hektar großes Sandgebiet. Freilaufende Mufflons tragen dazu bei, dass dieses Gebiet erhalten bleibt. Mehrere markierte Wanderwege erschließen die Landschaft. Auch pädagogische Förster bieten dort regelmäßig Führungen an. Damit verbindet Wekeromse Zand Naturbeobachtung mit einer anschaulichen Landschaftsgeschichte.
Spuren der Eisenzeit und Wege durch die Veluwe
Im Wekeromse Zand wurden Pfostenspuren von Bauernhöfen aus der Eisenzeit gefunden. Nach diesem Muster wurden ein Bauernhof und ein Spieker, also ein Vorratsschuppen, rekonstruiert. Der rekonstruierte eisenzeitliche Bauernhof verfügt über eine Aussichtsplattform mit Blick auf die Umgebung. Die etwa 2,5 Kilometer lange Celtic-fields-route führt an einem Feld mit germanischen Ackerparzellen und einem Brunnen vorbei.
Auch Planken Wambuis verbindet Natur und Geschichte. Die 8 Kilometer lange Wanderroute führt durch Heide, Flugsand, Grasland, Ackerland und Wald. Ein Wildbeobachtungsschirm und mehrere Aussichtspunkte eröffnen Möglichkeiten, Weidetiere und Wild zu beobachten. Planken Wambuis war jahrhundertelang Teil des weitläufigen Landguts von Kasteel Rosendael; angelegte Buchenalleen und houtwallen sind noch sichtbar. Das Gebiet kann außerdem mit einer Huifkar, einem Pferdewagen, erkundet werden.
Lunteren: Wanderwege und regionale Sammlungen
Der Meulunterenpad hat Zustiegspunkte am Bahnhof Lunteren sowie an der Kreuzung von Vijfsprongweg und Hoge Valksedijk in De Valk bei der Eisenzeit-Bauernhof. Die Strecke führt durch das Umland von Lunteren über Sandwege, durch Weiden, entlang von Bächen und über alte Ackerflächen. Bei Broeksteeg nutzt sie einen alten Kirchenpfad, einen von vielen Kirchenpfaden in Lunteren. Im Luntersche Buurtbosch und rund um die Goudsberg gibt es etwa fünf markierte Wanderwege.
Das Museum Lunteren vermittelt mit seiner Dauerausstellung die Geschichte von Lunteren. Zur Sammlung gehören außerdem zahlreiche Fotos und Ansichtskarten über den Ort sowie viele Objekte, die in wechselnden Ausstellungen gezeigt werden. Im Kijk en Luistermuseum stehen mechanische Musikautomaten aus dem 19. Jahrhundert im Mittelpunkt. Während der Führungen demonstriert ein Guide mehrere Instrumente. Zu den besonderen Exponaten gehört ein funktionierendes Harmonium Amabile; weltweit funktionieren noch drei Exemplare.
Kunst, Militärgeschichte und besondere Museen
Das Kröller-Müller Museum besitzt eine bedeutende Sammlung von Werken Vincent van Goghs. Der Skulpturengarten umfasst mehr als 160 Skulpturen. Das Nederlands Tegelmuseum zeigt eine umfangreiche Sammlung niederländischer Wandfliesen und Fliesenbilder von der späten mittelalterlichen Zeit bis zur zeitgenössischen Keramik.
Die Geschichte von Flugplatz und Luftkrieg lässt sich in mehreren Ede zugeordneten Ausstellungen und Erinnerungsorten vertiefen. Museum Deelen zeigt eine Sammlung zur Geschichte des benachbarten Flugplatzes Deelen und widmet dem Luftkrieg in den Jahren 1940 bis 1945 breite Aufmerksamkeit. Das Museum Vliegbasis Deelen behandelt die Geschichte des Militärflugplatzes Deelen, das Düsenflugzeug ME 262 und den Luftkrieg über der Veluwe. Über die Operation Market Garden gibt es eine Wanderroute über die Ginkelse Heide.
Das Belgenmonument Ede steht auf den Resten des Fundaments des Vluchtoord Ede, eines Flüchtlingslagers aus dem Ersten Weltkrieg von 1914 bis 1918. Das Airborne-monument auf der Ginkelse Heide in Ede erinnert an die Luftlandungen britischer Fallschirmjäger am 17. und 18. September 1944. Das Oorlogs- en Garnizoensmuseum Ede vermittelt Militärgeschichte anhand der Themen Garnison Ede und Ede während des Zweiten Weltkriegs. Für Kinder von 8 bis 12 Jahren bietet das Handboek voor Helden einen Zugang zur Militärgeschichte der Gemeinde Ede.
Unterwegs mit Rad, Bus und Knotenpunkten
Durch die abwechslungsreichen Landschaften in Ede verlaufen Rad-, Wander- und Reitwege. Im Het Nationale Park De Hoge Veluwe gibt es 45 Kilometer Reitweg. Besucher können in Ede anhand von Knotenpunkten eigene Wanderstrecken zusammenstellen und deren Länge selbst wählen. Die Smaakfietsroutes führen mit dem Fahrrad an handwerklich hergestellten regionalen Produkten entlang und verbinden Bewegung mit kulinarischen Eindrücken.
Für die Anreise zum Het Nationale Park De Hoge Veluwe verbindet die Buslinie 106 Ede mit dem Zentrum des Parks. Unterwegs hält sie auch am Eingang Otterlo sowie am Kröller-Müller Museum. Als räumlicher Überblick über die nahegelegenen Orte dienen Harskamp, Lunteren, Otterlo, Ede, Bennekom, Wekerom und Ederveen.
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