Alem zwischen Maas und Waal
File:Alem - Sint Odradastraat 4 Boerderij.jpg
Foto: John Scholte via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0
Zwischen Maas und Waal
Zwischen Maas und Waal zeigt Alem eine Landschaft, in der Wasser, Wege und Geschichte eng nebeneinander stehen. Der Alemschepad verläuft als Rundweg durch eine Auenwalllandschaft auf einer Halbinsel zwischen Maas und Waal. Zugleich liegt Alem seit der Kanalisierung der Maas in den Jahren 1932 bis 1935 auf einer Insel und gehört seither zur Provinz Gelderland.
Maasheggen und Wege am Wasser
Besonders prägend sind die Maasheggen bei Alem: Sie bilden inzwischen ein seltenes Schutzgebiet. Die Maasheggen in und um Alem bieten besonderen Pflanzen- und Tierarten Lebensraum. Wer sich für niederländische Flusslandschaften und die Formen ihrer Kulturlandschaft interessiert, begegnet hier einem Thema, das unmittelbar mit Alem verbunden ist.
Die Rundwanderung Alem führt am Fähranleger Moleneind vorbei und folgt anschließend dem Deich Veerweg. An der Sint-Hubertuskerk in Alem wurde eine Informationstafel mit historischen Informationen für Besucher des Klompenpads aufgestellt. Der Wegverlauf am Wasser und die Tafel an der Kirche zeigen zwei Seiten des Ortes: die Landschaft entlang von Anleger und Deich sowie die historische Orientierung rund um die Sint-Hubertuskerk.
Odrada und die Kirchen von Alem
Die Sint-Hubertuskerk steht an der Stelle, an der Odrada begraben wurde. Vor der Sint-Hubertuskerk steht ein Tableau, das Odrada beim Anhalten eines wilden Pferdes zeigt. Eine weitere historische Spur führt zur ehemaligen reformierten Kirche in Alem. Sie war ursprünglich dem heiligen Odrada geweiht. Die beiden Odrada-Bezüge geben dem Kirchenumfeld eine besondere lokale Erzählung, ohne dass dafür große Monumente nötig sind.
Erinnerungsorte und Ortsgeschichte
Das Kriegsdenkmal in Alem ist eine gemauerte Gedenksäule aus Backsteinen mit einem Relief der Maria als Bekrönung. Es erinnert an fünf Einwohner, die während der Besatzungsjahre durch Kriegshandlungen ums Leben kamen. Im Inneren der ehemaligen reformierten Kirche in Alem befinden sich außerdem sechs Gräber einer Ziegelfabrikantenfamilie mit Grabplatten aus Hartstein aus der Zeit von 1870 bis 1930.
Ein besonderer Termin an Silvester
In Alem findet seit 1975 an Silvester eine Schleppjagd statt, eine nachgestellte Fuchsjagd, die von der Koninklijke Nederlandse Jagersvereniging veranstaltet wird. Dieser Termin ergänzt das Bild eines Ortes, dessen Besonderheiten nicht nur in Landschaft und Bauwerken liegen, sondern auch in überlieferten lokalen Veranstaltungen.
Für Ihre Reiseplanung bietet Alem damit mehrere konkrete Anknüpfungspunkte: den Rundweg durch die Auenwalllandschaft, die Maasheggen als seltenes Schutzgebiet, die Wege am Deich, Odradas Spuren, die Kirchen und die Orte des Gedenkens. Natur, Wasserlandschaft und Geschichte stehen dabei jeweils mit eigenen Schauplätzen im Vordergrund.
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