Westervoort zwischen IJssel-Landschaft und Geschichte
Unterkünfte in Westervoort
Westervoort an IJssel und Flussgabelung
Westervoort zeigt seine niederländische Landschaft dort besonders klar, wo Naturraum und Wasserbau auf historische Orte treffen. Das Naturgebiet Driegaarden liegt am Rand von Westervoort in der Nähe der IJssel. Die Hondsbroeksche Pleij liegt bei Westervoort an der Stelle, an der sich Nederrijn und IJssel teilen. So reichen die prägenden Wasserbezüge des Ortes von einem Naturgebiet am Fluss bis zu einer markanten Flussgabelung. Für Reisende, die Naturbeobachtung, Wege und Geschichte in einem Aufenthalt verbinden möchten, eröffnet Westervoort dadurch mehrere präzise Anknüpfungspunkte.
File:Westervoort, de Sint-Werenfriedkerk RM38844 IMG 8980 2019-04-01 10.57.jpg
Foto: Michielverbeek via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0
Driegaarden: Naturraum mit weitem Blick
In Driegaarden lassen sich Störche, Reiher und Kormorane beobachten; auch Eisvögel können sich dort zeigen und hören lassen. Ein Spaziergang bergauf bietet einen weiten Blick über die Umgebung. Driegaarden steht damit für eine ruhige, naturbezogene Seite Westervoorts, die sich aus den konkreten Eindrücken des Gebiets ergibt.
Wanderwege zwischen Auen und Flussblicken
Der zwölf Kilometer lange Klompenpad-Wanderweg Pleijenpad führt durch die Auen, den Horsterpark und über landwirtschaftlich genutztes Gebiet im Außenbereich von Westervoort. Die Route Rondje Westervoort führt zum Verteilbauwerk und zum Teilungspunkt von Rijn und IJssel und bietet dort einen schönen Blick über den Rhein. Sie verläuft überwiegend über Radwege.
Kirche und Huize Vredenburg
Auch die Bauwerke von Westervoort erzählen eine klar datierte Geschichte. Die Sint-Werenfriedkerk gilt als ältestes Denkmal von Westervoort. Ihre heutige Pseudobasilika stammt aus dem Jahr 1475. Zwischen 1854 und 1857 wurde die Kirche umfassend restauriert. An ihr lassen sich somit ein mittelalterlicher Bau und eine umfassende Restaurierung des 19. Jahrhunderts gemeinsam betrachten. Huize Vredenburg wurde erstmals 1440 erwähnt; damals war es ein Havezate, also ein Wohnsitz eines Angehörigen der anerkannten Ritterschaft. In Huize Vredenburg finden regelmäßig Ausstellungen und Konzerte statt.
Fort Geldersoord und die Spuren des Wasserbaus
Am Fort Geldersoord wird die historische Verbindung von Fluss und Verteidigung besonders konkret. Mit Fort Geldersoord ist ein ehemaliges Fort zum Schutz der Einlassschleuse verbunden; es wurde zwischen 1741 und 1742 errichtet. Durch die Einlassschleuse konnte Wasser aus dem Rhein eingeleitet werden, um das Gebiet zwischen Westervoort und Doesburg zu überfluten. Ein Abschnitt des Pleijdijks folgt außendeichs einem der Bastionsreste des ehemaligen Forts Geldersoord. Der Pleijdijk führt damit an einem konkreten Rest der früheren Anlage entlang, während die Funktion der Schleuse die Bedeutung der Wassersteuerung für diesen Teil der Landschaft erkennen lässt.
Die Schans im Gelände
Die Schans ist heute sowohl binnen- als auch außendeichs anhand von Höhenunterschieden und Rekonstruktionen noch erkennbar. Mit „binnen- und außendeichs“ sind dabei die Bereiche innerhalb und außerhalb des Deichs gemeint.
Westervoort im Überblick: Westervoort.