Ottersum: Niers, Kirchen und Keramiekroute
Ottersum lässt sich über konkrete Zeugnisse seiner Bau- und Ortsgeschichte sowie über die Niers und wasserbezogene Unternehmungen erschließen. Zu den prägenden Motiven gehören Maria Roepaan, die Kirchen des Ortes, das ehemalige Rathaus, die Keramiekmuur Ottersum und die Keramiekroute Gennep–Mook. So können Sie den Ort aus mehreren sachlich klaren Blickwinkeln kennenlernen: über Architektur, historische Spuren, Keramikkunst und die Landschaft am Fluss.
Maria Roepaan an der Niers
Maria Roepaan liegt östlich von Ottersum auf einer Anhöhe im Niers-Tal am rechten Ufer des Flusses, entlang der Straße nach Deutschland. Maria Roepaan ist ein ehemaliger Kulturkampf-Klosterkomplex in Ottersum. Die Verbindung aus erhöhter Lage, Flusstal und ehemaliger Klosteranlage bietet Ihnen einen klaren Zugang zu zwei Seiten des Ortes: seiner Landschaft und seiner Geschichte.
Die Kapelle von Maria Roepaan besitzt einen vollständigen Zyklus von Buntglasfenstern aus dem Atelier W. Derix in Goch aus den Jahren 1895 und 1909–1910.
Kirchen und historische Bauspuren
Die römisch-katholische Kirche H. Johannes de Doper in Ottersum wurde 1931 im Traditionalismus mit expressionistischen Elementen nach einem Entwurf des Architekten J. Schoenmakers erbaut. In derselben Kirche besitzt die Pels-Orgel 31 Register und fast 2.000 Pfeifen. Baustil und Orgel setzen unterschiedliche Akzente innerhalb desselben Kirchengebäudes.
Eine weitere historische Spur führt zur ehemaligen Kirche von Ottersum. Der älteste Teil stammt aus dem 15. Jahrhundert. Steine dieser ehemaligen Kirche wurden in der Friedhofsmauer wiederverwendet. So zeigt sich die frühere Bausubstanz hier nicht nur über Jahreszahlen, sondern auch über erhaltenes Material.
Das ehemalige Rathaus von Ottersum wurde 1902 im Traditionalismus mit Elementen der niederländischen Neorenaissance erbaut. Die Keramiekmuur Ottersum besteht aus sieben Keramiktableaus mit historischen Ansichten des Dorfes. Rathaus und Keramiekmuur eröffnen damit zwei unterschiedliche Wege durch die Ortsgeschichte: Der eine liegt in der Formensprache eines öffentlichen Gebäudes, der andere in keramisch gestalteten Dorfbildern.
Keramikroute und Ortsbezug
Bei der Verbindung von Keramik und Ortsgeschichte steht die Keramiekroute Gennep–Mook für einen konkreten Ortsbezug: Sie beginnt am Eikpunt Genneperheide, Siebengewaldseweg 13, 6595 NX Ottersum.
Die Niers als Landschaft und Erlebnis
Die Niers schlängelt sich durch die Landschaft von Ottersum. Auf der Niers bei Ottersum können Sie mit einem Kanu, Kajak oder selbst gebauten Floß entlang der Zelderse Driessen bis zur Brücke bei Gennep paddeln. Für die Planung einer Paddeltour auf der Niers ist die Wahl zwischen Kanu, Kajak und selbst gebautem Floß ein eigener praktischer Punkt. Für Sie ergibt sich daraus ein wasserbezogener Blick auf den Ort, der sich von den historischen Bau- und Keramikmotiven unterscheidet: Hier steht die Bewegung auf dem Fluss im Mittelpunkt.
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