Alphen: Landschaft, Kulturerbe und Geschichte

File:2012-Top10AHNBAG-Gem-Alphen-Chaam.jpg File:2012-Top10AHNBAG-Gem-Alphen-Chaam.jpg Foto: Janwillemvanaalst via Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0

Wenn Sie Alphen über konkrete Orte und Themen kennenlernen möchten, reicht der Bogen von den Landschaften des Erholungsgebiets ’t Zand bis zu archäologischen Spuren, gotischer Baukultur, historischen Höfen und einem Radweg auf einer früheren Bahntrasse. So entsteht ein facettenreicher Zugang zu Natur und Geschichte, ohne dass Alphen auf ein einziges Motiv reduziert wird.

Naturraum ’t Zand

Das Erholungsgebiet ’t Zand in Alphen umfasst Wälder, Grasland, Heideflächen und kleine Moore. Besucher können dort schwimmen. Die Bushaltestelle ’t Zand liegt 400 Meter vom Erholungsgebiet entfernt. Für Sie ergibt sich daraus ein klarer Landschaftsschwerpunkt mit Wasser- und Naturthemen; die unterschiedlichen Landschaftsformen geben dem Gebiet seinen eigenen Charakter.

Archäologie und Kempische Gotik

Das Oudheidkundig Streekmuseum Alphen präsentiert in seinem Vorraum archäologische Funde, die von der langen Siedlungsgeschichte Alphens erzählen. Der Kirchturm von Alphen ist fast 65 Meter hoch und gilt als bedeutendes Beispiel der Kempischen Gotik. Zusammen führen Museum und Kirchturm von frühen Siedlungsspuren zu einem markanten Bauwerk der regionalen Architektur.

Der Grabhügel Kwaalburg hat einen Durchmesser von etwa 25 Metern. Er enthält eingeäscherte Überreste sowie ein bronzenes Absatzbeil; die Überreste wurden dort vor mehr als 3.500 Jahren bestattet, das Beil dort beigesetzt. Nach der archäologischen Untersuchung wurde der Grabhügel restauriert und ist frei zugänglich.

De Hoevens: Gutshof und Geschichte

Die monumentalen Höfe Grote Hoef und Nieuwelandse hoef auf De Hoevens befinden sich in Privatbesitz und sind nicht zu besichtigen. Die Nieuwelandse hoef ist jedoch von der öffentlichen Straße aus gut zu sehen. Für die Orientierung vor Ort ist dieser Unterschied wichtig: Das Ensemble gehört zur betrachtbaren Landschaft, während die Höfe selbst nicht als Besichtigungsziel offenstehen.

Landgoed De Hoevens steht in Verbindung mit der Schenkung eines Eigenguts durch den Herrn von Breda an die Abtei Tongerlo im Jahr 1204. 1213 wurde dieses Gut als „hof van het nieuwe land“ bezeichnet. Die historische Benennung gibt dem Landgoed eine klar erkennbare Verbindung zur mittelalterlichen Entwicklung der Region.

Veranstaltung und Radweg

Die heutige Form des Boerendag besteht seit 1974 und umfasst einen Markt, nostalgische Aktivitäten rund um das bäuerliche Leben sowie eine Oldtimerschau. Damit verbindet die Veranstaltung Marktgeschehen mit Erinnerungen an frühere Formen des Landlebens und mit historischen Fahrzeugen.

’t Bels Lijntje ist ein 30 Kilometer langer Radweg auf der Trasse der ehemaligen Eisenbahnstrecke zwischen Turnhout und Tilburg. Der Weg überquert die niederländisch-belgische Grenze neunmal. Seine Länge und die wiederholten Grenzüberquerungen geben dem Radweg ein deutlich grenzüberschreitendes Profil und ergänzen die Natur- und Geschichtsthemen um eine mobile Perspektive.

Besuchszeiten des Museums

Für das Oudheidkundig Streekmuseum Alphen sind donnerstagnachmittags sowie am zweiten Sonntag des Monats Öffnungszeiten von 13:30 bis 16:30 Uhr vorgesehen; im Juli, August und September zusätzlich am vierten Sonntag.

Weitere Ziele derselben Ebene: Galder, Chaam.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Alphen-Chaam.

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