Gastel: Cornelius-Tradition, Heide und Smokkelroute
Unterkünfte in Gastel
Gastel zwischen Cornelius-Tradition und Landschaft
In Gastel treffen die Verehrung des heiligen Cornelius, historische Grenzgeschichte und Landschaftsräume zwischen Heide und Goor aufeinander.
Der heilige Cornelius wird in Gastel insbesondere bei Kindern im Zusammenhang mit Krämpfen und Fallsucht (Epilepsie) verehrt. Die Ursprünge und die Entwicklung der Corneliuspilgerfahrt in Gastel lassen sich bis ins 18. Jahrhundert zurückverfolgen. Die Cornelius-Tradition verbindet in Gastel damit einen religiösen Bezug mit einer über Jahrhunderte zurückreichenden Pilgergeschichte.
Die Cornelius-Pilgerfahrt
Oktav, Kirmes und Kindersegnung
Die Cornelius-Oktav dauert vom 16. September bis zum 23. September. Während dieses gesamten Zeitraums findet täglich eine Messe mit Reliquienverehrung statt. Neben der Kapelle wird während der ersten drei Tage der Festwoche die Gastelse Kirmes aufgebaut. An den Kirmestagen findet nachmittags eine Kindersegnung statt. Für die zeitliche Planung eines Aufenthalts ist zwischen der gesamten Oktav und dem kürzeren Kirmesabschnitt zu unterscheiden. Die Messe läuft über den vollständigen Festzeitraum, während die Kindersegnung an die Kirmestage gebunden ist.
Ein Grenzpfahl mit regionaler Geschichte
Zu den historischen Themen Gastels gehört der Grenzpfahl De Baronie van Cranendonck. Der Pfahl besteht aus Hartstein und trennte die Herrlichkeit Hees en Leen von der Baronie Cranendonck. Die territoriale Trennung zwischen Hees en Leen und Cranendonck verbindet den Hartsteinpfahl mit der früheren Gebietsordnung der Region. Der konkrete Gegenstand verweist dadurch auf die historische Grenze zwischen zwei klar bezeichneten Herrschaftsbereichen.
Gastelse Heide, Goor und Tierarten
Die Gastelse Heide liegt zwischen Het Goor und Gastel. In diesem Gebiet wurde 1972 das Beweidungsmanagement mit Islandponys eingeführt. Das Gebiet Soerendonks Goor und Gastelse Heide gilt als ältestes Beispiel für die Beweidung mit Islandponys in den Niederlanden. Im Gebiet Soerendonks Goor und Gastelse Heide kommen unter anderem Ziegenmelker, Knoblauchkröten und Schmetterlinge der Zipfelfalterfamilie vor. Die Tierarten kommen damit im selben Landschaftsraum vor, in dem das Beweidungsmanagement mit Islandponys eingeführt wurde.
Wandern und Radfahren an der Kluisweg
Der Wanderweg Ponyloopje hat einen weiteren Startpunkt am Parkplatz an der Kluisweg in Gastel; dort ist Parken möglich. Für das Radfahren führt die Smokkelroute über das Fahrradknotenpunktnetz und kann in beide Richtungen befahren werden. Als Höhepunkt der Smokkelroute gilt der Bach De Strijper Aa an der Kluisweg in Gastel. Der Parkplatz ist damit ein konkreter Ausgangspunkt für den Ponyloopje, während die Smokkelroute über das Knotenpunktnetz organisiert ist. Für die Radroute muss keine feste Fahrtrichtung vorausgesetzt werden, weil sie in beide Richtungen befahren werden kann. An der Kluisweg in Gastel liegen damit zwei konkrete Routenbezüge: der weitere Startpunkt des Ponyloopje und der Bach De Strijper Aa der Smokkelroute.
Im Umfeld von Gastel: Budel, Maarheeze, Cranendonck, Budel-Dorplein, Soerendonk.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Cranendonck.