De Heen: Polder, Schleusen und Wasserlandschaft
Unterkünfte in De Heen
Wasser, Polder und Schleusen
De Heen lässt sich über seine Polder- und Wasserbaugeschichte erschließen. Die De Heensche Polder wurde 1610 trockengelegt; ihre Deiche hielten der Flutkatastrophe von 1953 stand. Am nördlichen Ende der Dorpsweg schließt die Straße an den Heensedijk an; dort liegt der Dorfhafen von De Heen. Die gemauerte Schleuse von De Heen ersetzte eine 1610 errichtete hölzerne Spülschleuse. Zusammen zeigen diese konkreten Spuren, wie Landschaft und Wasserbau in De Heen ineinandergreifen.
Wasserlinie und Benedensas
Fort Henricus war Teil der West Brabantse Waterlinie und der Zuiderwaterlinie und verteidigte die Stadt Steenbergen sowie die Inundationsschleuse. Eine weitere historische Verbindung von Wasserbau und Geschichte bietet das Sluizencomplex Benedensas. Es liegt an der Mündung der Steenbergsche Vliet und gehört zu den besonders bemerkenswerten monumentalen Wasserbauwerken der Niederlande. Neben dem Sluizencomplex steht ein alter Bunker aus dem Zweiten Weltkrieg, in dem heute das Informationszentrum für die West Brabantse Waterlinie untergebracht ist.
Die historischen Schleusentore und Schleusenwärterhäuser von Benedensas bieten Ausblicke auf das Volkerak sowie auf die außendeichs gelegenen Naturgebiete Slikken van de Heen und Dintelse Gorzen. Damit richtet sich der Blick von der gebauten Wasserlandschaft unmittelbar auf die offenen Gebiete jenseits der Deiche.
Dintelse Gorzen und Landschaft am Volkerak
Die Dintelse Gorzen waren früher Feuchtgebiete unter Gezeiteneinfluss. Nach dem Verschluss der Philipsdam im Jahr 1987 wandelte sich das Krammer-Volkerak von einer salzigen Gezeitenzee in einen Süßwassersee mit konstantem Wasserstand. Heute sind die Dintelse Gorzen ein international bedeutendes Vogelgebiet mit breiten und schmalen Prielen, die die ehemalige Gezeitenlandschaft durchziehen. Zu Fuß können Sie das Gebiet über einen von Natuurmonumenten angelegten Wanderweg besuchen.
Kirche, Dorfleben und lokale Handarbeit
Die Onze Lieve Vrouw ten Hemelopneming kerk wurde 1884 nach einem Entwurf des Architekten Piet van Genk erbaut. In der Kirche sind viele Bleiglasfenster zu sehen. Zum örtlichen Jahresrhythmus gehört außerdem ein jährlich stattfindender Karnevalsumzug; während des Karnevals ist das Dorf als „'t Strienedurpke“ bekannt. Im Bakhuys De Heen wird an jedem letzten Samstag im Monat in traditioneller Handarbeit Brot im holzbefeuerten Lehmofen gebacken.
Wandern und Radfahren nach niederländischer Art
Das Waterpoort Ommetje – De Heen ist im Gelände nicht markiert und kann ausschließlich über die App verfolgt werden. An den jeweiligen Orten lassen sich über die App von Bewohnern eingesprochene Erläuterungen anhören. Für einen Spaziergang durch das Wasser- und Polderland führt das Ommetje Vlietpolder entlang der Steenbergsche Vliet und durch den Vlietpolder; es beginnt am Hafen von De Heen.
Die 31,5 Kilometer lange Heense Dijkenroute ist eine Fahrradroute durch die Deichlandschaft von Steenbergen, Nieuw-Vossemeer und De Heen. Sie folgt dem niederländischen Fahrradknotenpunktnetz und kann an jedem beliebigen Punkt begonnen werden. Natuurpoort Benedensas ist ein Ausgangspunkt für Wanderungen, Kanutouren, Sloepfahrten und Radtouren. So stehen für die Orientierung sowohl ein kurzer, app-gestützter Ortsrundgang als auch längere Wege durch Deichlandschaft und Wassergebiete zur Verfügung.
Weitere Ziele auf dieser Ebene: Nieuw-Vossemeer, Dinteloord, Steenbergen und Steenbergen.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Steenbergen.