Waalre: Natur, Wege und Kulturerbe

File:Monument 513720 Hoogstraat 6-8 Waalre.jpg File:Monument 513720 Hoogstraat 6-8 Waalre.jpg Foto: Rosemoon via Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0 nl

Waalre gilt als Verbindung zwischen Eindhoven und den größeren Naturgebieten der Umgebung; zugleich verbindet der Ort Erholung im Freien mit der Entdeckung von Landschaft und Kulturerbe.

Weitere Ortsinformationen zu Waalre.

Natur und Wasser

Zu Waalres Landschaft gehören Wälder, Vennetjes und Heideflächen sowie die Flüsse Dommel und Tongelreep.

Das Gebiet um das Meeuwven umfasst Mischwald, Heideflächen und mehrere weitere kleine Vennetjes. An vielen Ufern des Meeuwven wächst Gagel, eine geschützte Pflanzenart.

Im Gebiet um das Meeuwven und Achtereinds Laag gibt es einen höher gelegenen Aussichtspunkt mit Blick auf eine Wasserfläche und eine nahe gelegene Uferschwalbenwand. Das Gebiet ist attraktiv für verschiedene Vogel- und Amphibienarten.

Im Heidegebiet des Oude-Spoorbaun-Trassés gedeihen verschiedene Moose und Flechten. Dort leben viele Insekten- und Spinnenarten; auch die seltene Waldeidechse kommt dort noch vor.

Die Vlindertuin Waalre kann kostenlos von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang besucht werden. Zwischen dem 1. April und dem 1. Oktober informieren dort etwa 20 Tafeln über das Leben der Schmetterlinge. Die Anlage zeigt Ausschnitte aus Heide, Grasland und Wald sowie einen insektenfreundlichen Ziergarten. Ein Teich zieht verschiedene Libellen- und Amphibienarten an.

Auch die Naturgebiete in Waalre sind von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang zugänglich.

Wege und Erlebnisse

Durch und entlang der Gemeinde Waalre verlaufen zahlreiche Wander-, Fahrrad- und Reitwege, auf denen sich das Waalrese Landschaftsbild auf eigene Faust erkunden lässt.

Waalre verfügt über miteinander verbundene Mountainbike-Routen, die über die Gemeindegrenzen hinaus bis nach Limburg und Belgien führen.

Die lokalen Reitrouten in den Gemeindewäldern von Waalre haben erneuerte Markierungen und instand gesetzte Wege. Durch Waalre verläuft außerdem eine regionale Reit- und Kutschenroute, die sich anhand von Knotenpunkten leicht verfolgen lässt.

Der 6,2 Kilometer lange Loondermolenpad führt durch das Dommeldal, entlang der Volmolen und der Dommel. Der Weg ist mit blauen Pfeilen markiert und folgt dem Standort der ehemaligen Loondermolen bei der Loonderhoeve.

Bei Café De Hut van Mie Pils im Gebiet Meeuwven beginnt ein mit blauen Schildern markierter IVN-Wanderweg. Im Gebiet Oude-Spoorbaun-Trassé hat die Abteilung IVN Valkenswaard/Waalre markierte Wanderwege eingerichtet.

Die Waalre Walks sind GPS-gesteuerte Audiotouren, die die Geschichten Waalres vor Ort erlebbar machen. An einigen Stellen nutzen sie Augmented Reality, um das ehemalige Bahnhofsgelände von Aalst-Waalre aus dem frühen 19. Jahrhundert und französische Soldaten aus dem Jahr 1800 darzustellen.

Im Gebiet Dommeldal De Hogt stehen an sieben Stellen QR-Informationstafeln, über die Besucher die Natur, Geschichte und besonderen Merkmale des Gebiets kennenlernen können. Die QR-Informationen können vorgelesen werden und sind in mehreren Sprachen verfügbar.

Für Reiter, Radfahrer und Mountainbiker gilt in den Naturgebieten Waalres, dass sie auf den dafür markierten Wegen bleiben müssen.

In Waalre wurde ein Freizeitradweg angelegt, um das Gebiet für Erholungszwecke besser zugänglich zu machen. Außerdem wurden zwei neue Fahrradbrücken gebaut: eine zwischen Waalre und Eindhoven und eine zwischen Waalre und Veldhoven.

Kultur und Geschichte

Die H. Willibrordus-Kirche am Markt 22, 5581 GK Waalre, ist eine 1925 errichtete Kirche im neoromanischen Baustil, entworfen vom Architekten L.J.P. Kooken. Kulturhistorisch ist sie ein besonderer Ausdruck der Entwicklung des Katholizismus im Süden der Niederlande und ein Beispiel für die typologische Entwicklung der katholischen Pfarrkirche in der Zwischenkriegszeit.

Buurtschap Loon ist seit 1971 als geschütztes Dorfbild ausgewiesen. Loon ist eine bereits im 6. Jahrhundert bestehende agrarische Siedlung; rund um den von Eichen bepflanzten dreieckigen Platz stehen überwiegend um 1870 errichtete Langgiebelhöfe.

Das Oude Willibrorduskerkje besteht seit dem 12. Jahrhundert und wurde später um einen gotischen Anbau mit einem Turm in typisch kempischer Gotik erweitert. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde es zum provinzialen Gedenkmonument für die Gefallenen aus Brabant bestimmt.

Die Volmolen lag an der damaligen Gemeindegrenze zwischen Waalre und Riethoven; die in Waalre gelegene Hälfte diente historisch als Kornmühle. An der Stelle der Volmolen wurde 1998 eine neue doppelte Wassermühle errichtet, die Strom für 20 Haushalte erzeugt.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Nordbrabant.

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