Bundschoten: Polderlandschaft, Hafen und Ortsgeschichte

Historische Landschaft und Baukultur

Die Stadsweiden sind ein seltenes innerstädtisches Poldergebiet von großer historischer Bedeutung. Ein Polder ist eine künstlich entwässerte, wasserbaulich geprägte Landschaft; bei seiner Anlage wird der Wasserstand technisch beeinflusst. Die Burgwal trägt auch den Namen Stadsweiden und ist ein archäologisches Rijksmonument im unbebauten Bereich der mittelalterlichen Stadtanlage von Bunschoten. Ein Rijksmonument ist in den Niederlanden ein geschütztes Denkmal.

Museum und Ortsgeschichte

Das Museum Spakenburg erzählt die Geschichte der Gemeinde Bunschoten. Auf rund 1.500 m² bietet das Museum einen Rundgang durch Fischerhäuser, einen Bauernhof, einen Laden, eine Schule und eine Räucherei sowie eine Wechselausstellung. Eine Wechselausstellung ist eine Ausstellung mit wechselndem Inhalt. Der denkmalgeschützte Bauernhof in der Dorpsstraat 58 stammt aus dem Jahr 1625. Die niederländisch-reformierte Kirche in der Dorpsstraat 21 besitzt einen schweren Turm mit leicht zurückspringendem oberen Teil und abgeschrägten Ecken.

Hafen und Eemmeer

Der Museumshafen Spakenburg dient seit dem 13. Jahrhundert als Liegeplatz für die Botter der Zuiderzee-Fischer. Botter ist die niederländische Bezeichnung für einen historischen Schiffstyp. Spakenburg liegt am Eemmeer und ist mit dem Boot erreichbar; in den Häfen stehen Gastliegeplätze für Übernachtungen zur Verfügung. Als Gastliegeplatz gilt ein Platz, an dem Boote vorübergehend festmachen können. Bei einer Botterfahrt fahren Besucher mit einem Führer an Bord durch den alten Hafen und ein Stück über das Eemmeer.

Routen zu Fuß, per Rad und auf dem Wasser

Die Route durch das historische Zentrum führt am alten und neuen Hafen, an Fischerhäusern und an der Fischversteigerung vorbei. Eine Fischversteigerung ist eine Auktion, bei der Fisch angeboten und verkauft wird. Die Grebbelinie verläuft bis nach Bunschoten und kann zu Fuß, mit dem Fahrrad oder mit dem Kanu erlebt werden. Für eine Tour entlang der Grebbelinie ist die Wahl des Verkehrsmittels deshalb ein konkreter Teil der Planung. In der Laakzone bei Bunschoten gibt es Rad- und Wanderwege, Klompen- und Reitwege, Wasserwege, Kanuanlegestellen, Picknickplätze und eine Schleuse. Klompen sind traditionelle niederländische Holzschuhe; eine Schleuse regelt den Übergang zwischen unterschiedlichen Wasserständen. Die Laakzone erlaubt bei der Streckenplanung eine Auswahl zwischen Rad- und Wanderwegen, Klompen- und Reitwegen sowie Wasserwegen. Die vorhandenen Kanuanlegestellen und die Schleuse ergänzen diese Auswahl um wasserbezogene Infrastruktur.

Mühle und wiederkehrende Tradition

Korenmolen De Hoop wurde ab 2007 am Rand der alten Stadsweiden von Bunschoten wiederaufgebaut und war im April 2009 fertiggestellt. Korenmolen bedeutet Getreidemühle. Im Mühlenladen von Korenmolen De Hoop werden Mehl und Brotmehl direkt verkauft. Korenmolen De Hoop mahlt regelmäßig Getreide zu Mehl; die Flügel drehen sich mindestens zweimal pro Woche.

Die Spakenburgse Dagen sind eine wiederkehrende Tradition mit kulturhistorischem Bezug und einer großen Braderie. Eine Braderie ist ein großer Markt mit Verkaufsständen. Die Braderie erweitert die Tradition um ein deutliches Marktgeschehen.

Bunschoten-Spakenburg im Überblick.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Bunschoten.

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