Den Helder: Forts, Museen, Dünen und Strände

Foto: Markus Lenk

Die Atlantikwall-Anlagen in Den Helder wurden an 37 verschiedenen Punkten errichtet und umfassten insgesamt 88 schwere Bunker; einige davon sind noch sichtbar.

Die direkt verlinkten Orte sind Julianadorp, Huisduinen, Den Helder und Julianadorp Aan Zee.

Geschichte und Kultur

Fort Kijkduin wurde 1811 auf Befehl von Napoleon Bonaparte wegen seiner strategischen Lage errichtet. Das Fort beherbergt heute ein Nordsee-Aquarium mit Haien, Rochen und anderen Meerestieren aus der Nordsee.

Das Marinemuseum Den Helder vermittelt die Geschichte der Königlich Niederländischen Marine anhand von Uniformen, Waffen und Geschichten historischer Marinehelden. Besucher können an Bord des U-Boots Tonijn gehen und durch dessen Periskop schauen.

Willemsoord ist eine ehemalige Schiffs- und Instandhaltungswerft der Königlich Niederländischen Marine und heute ein lebendiger, denkmalgeschützter Stadtteil. Die Museumhaven in Willemsoord ist ein kostenloses Freilichtmuseum mit historischen Arbeitsschiffen, klassischen Segelschiffen und alten Rettungsbooten.

Eine Führung durch Willemsoord dauert etwa zwei Stunden. De Nollen ist eine besondere Skulpturengarten- und Landschaftskunst-Anlage in Den Helder, in der Kunst und Natur zusammenkommen. Stahlkonstruktionen, Bunker, Gemälde, Landschaft, Pferde und Ponys bilden dort ein einziges Kunstwerk. Besuche von De Nollen finden immer in Begleitung eines Guides statt.

Die Atlantikwall-Anlagen ergänzen diese historischen Orte um sichtbare Spuren der militärischen Vergangenheit.

Wasser und maritime Erlebnisse

Im Nationaal Reddingmuseum Dorus Rijkers können Besucher mit historischen Rettungsbooten eine Rundfahrt durch den Binnenhafen unternehmen oder in Gruppen aufs Meer hinausfahren. Das Museum bietet außerdem ein VR-Erlebnis, eine Windturbinen-Aktivität, ein Navigationsspiel und maritimes Fahrterbe.

Die Surfschool High5 in Paal 6 in Julianadorp bietet Surfkurse, den Verleih von Surfbrettern und Neoprenanzügen sowie Stand-up-Paddling an. In Den Helder und Julianadorp gibt es vier Kanurouten mit Längen von 4 bis 18 Kilometern; an mehreren Stellen können Kanus gemietet werden.

In Den Helder und Julianadorp verlaufen Rad-, Wander- und Segelrouten an Forts, Bunkern und Willemsoord, durch die Dünen und über den Seedeich.

Natur und Wege

Ein 23 Kilometer langer Wanderweg beginnt und endet am Besucherzentrum De Helderse Vallei. In den Helderse Dünen beginnen mehrere Wanderwege am Besucherzentrum und sind zwischen 2,1 und 12,1 Kilometer lang.

Im Besucherzentrum von De Helderse Vallei sind kostenlose Rad- und Wanderrouten sowie Schnitzeljagden für die Umgebung erhältlich. Die Dauerausstellung stellt die umliegenden Lebensräume vor – von Dünen und Strand über das Wattengebiet, die Stelling und Sumpfgebiete bis zum Wald.

Die Umgebung von Fort Kijkduin lässt sich zu Fuß oder mit dem Fahrrad erkunden und bietet Dünen, Bunker und Ausblicke über das Meer. Julianadorp liegt zwischen ausgedehnten Blumenfeldern und bietet direkten Zugang zu Sandstränden.

Anreise und Mobilität

Den Helder ist mit dem Zug, dem Bus oder dem Fahrrad erreichbar. Vom Bahnhof Den Helder fährt alle 30 Minuten ein Intercity in Richtung Amsterdam; Endbahnhof ist Nijmegen. Die Buslinie 30 verbindet den Bahnhof Den Helder mit Station Zuid, Julianadorp und Schagen.

In Den Helder und Julianadorp gibt es Verleihstellen für normale und elektrische Fahrräder; am Hauptbahnhof Den Helder ist auch ein OV-fiets erhältlich. Die Fährfahrt von Den Helder nach Texel dauert etwa 20 Minuten.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Nordholland.

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