Ankeveen zwischen Plassen, Wegen und Geschichte

File:Ankeveen Natrixpassage 1.JPG File:Ankeveen Natrixpassage 1.JPG Foto: HenkvD via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0

Ankeveen erschließt sich über Wasser, Wege und historische Gebäude. Die Ankeveense Plassen bilden ein Labyrinth aus petgaten und legakkers, Inseln, schmalen Gräben und offenen Wasserflächen. Ihre Gestalt ist durch den Torfabbau vom 16. bis zum 18. Jahrhundert geprägt. Gleichzeitig dienen die Plassen zahlreichen Schilf-, Wasser- und Sumpfvögeln als Rastgebiet. Wer niederländische Landschaft nicht auf weite Sichtachsen reduzieren möchte, findet hier eine kleinteilige, von Wasser geformte Struktur.

Wandern und Wasser erleben

Mehrere öffentliche Wanderwege führen durch die Kortenhoefse und Ankeveense Plassen. Der erste Abschnitt der Wanderroute Ankeveense Plassen verläuft über einen historischen Kirchenpfad. Einwohner von Ankeveen nutzten ihn früher, um zur Kirche in Nederhorst den Berg zu gelangen. Für eine andere Perspektive können Besucher die Ankeveense Plassen gemeinsam mit einem Führer von Natuurmonumenten auf dem Wasser erkunden und dabei durch das Labyrinth aus legakkers und petgaten fahren. Für das Fahren im Ankeveense Teil der Plassen gilt: Nur Menschen, die an dieser Plas wohnen, dürfen dort fahren; dafür ist eine Ausnahmegenehmigung erforderlich.

Auch die Eisgeschichte gehört zum Ortsbild. Die Ankeveense IJsclub gehörte zu den ersten Vereinen, die Familien-Eislauftouren über 10 und 25 km organisierten. Seit Ende der 1970er-Jahre nimmt der Marathon-Eisschnelllauf in Ankeveen einen wichtigen Platz ein. Zusammen mit den Wanderwegen zeigt das, wie unterschiedlich sich die Landschaft je nach Jahreszeit und Aktivität lesen lässt.

Kirche, Bühne und Gartenkunst

Das Theater De Dillewijn ist in der ehemaligen niederländisch-reformierten Kirche von Ankeveen untergebracht. Das Kirchengebäude stammt aus dem Jahr 1907 und wurde vom Architekten J. van Dillewijn aus Hilversum entworfen. Im Theater finden Theateraufführungen, Ausstellungen und Musikauftritte statt.

Ein weiterer Schwerpunkt liegt bei Berg en Vaart. Das Haupthaus wurde zwischen 1779 und 1782 im holländischen Louis-XVI-Stil erbaut. Die historische Garten- und Parkanlage ist eine kleinmaßstäbliche historische Parkanlage im Landschaftsstil aus dem späten 18. Jahrhundert (1779–1782); ihre Struktur und Teile der Detailgestaltung sind gut erhalten. Die Gärten sind auf Anfrage für die Öffentlichkeit zugänglich. Besonders anschaulich ist die weiterhin vorhandene Sichtachse vom Vorgarten durch das Haus und den Garten, über den Teich hinweg bis zur Wiese hinter dem Anwesen.

In der Martinuskerk in Ankeveen befindet sich ein Trauerwappen für Maria Elisabeth de Walé. An der Turmwand befinden sich außerdem zwei dreidimensionale Fassadensteine, die im Atelier von Ignatius van Logteren angefertigt wurden. Die beiden Steine stammen aus der Fassade der ehemaligen zwölf Armenhäuser am Sticht End in Ankeveen. Hinzu kommt die Hollandse Molen, eine achteckige Poldermühle in Ankeveen.

Weitere Ziele: Loosdrecht, Nieuw-Loosdrecht, ’S-Graveland, Kortenhoef, Oud-Loosdrecht, Breukeleveen.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Wijdemeren.

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