Zandvoort zwischen Nordseestrand und Dünen
Foto: Christian Lahme
Der Strand von Zandvoort ist 9 Kilometer lang und 100 Meter breit und trägt seit Jahren die Blaue Flagge als Auszeichnung für einen sauberen und sicheren Strand. Im Sommer sind Sonnenbaden und Besuche der Strandpavillons möglich; außerdem können Besucher Schwimmer, Surfer, Stand-up-Paddler und Kitesurfer beobachten oder selbst Wellenreiten, Stand-up-Paddling und Kitesurfen ausprobieren. Fünf ganzjährig geöffnete Strandpavillons versorgen Besucher nach winterlichen Strandspaziergängen.
Weitere Ortsseiten sind Zandvoort und Bentveld.
Natur
Die Amsterdamse Waterleidingduinen sind eine geschützte Natura-2000-Landschaft mit Dünenrasen, feuchten Dünentälern, Wanderdünen und Gebüschen. In diesem Gebiet leben Damhirsche, Füchse, Rehe, Rohrdommeln und Baummarder; außerdem wachsen dort Parnassien, zahlreiche Libellen- und Tagfalterarten sowie mehr als tausend Pilzarten. Die Amsterdamse Waterleidingduinen sind ausschließlich für Fußgänger vorgesehen: Radfahren ist nicht erlaubt, und Besucher dürfen abseits der Wege wandern. Besucher sind dort täglich von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang willkommen.
Das Kraansvlak ist das Dünengebiet zwischen Zandvoort und Bloemendaal im südlichen Teil des Nationalparks Zuid-Kennemerland; zu seiner bemerkenswerten Tierwelt gehören Wisente. Die an die Bebauung von Zandvoort angrenzende Zone des Kraansvlak ist für alle zugänglich und wird vor allem als Erholungsgebiet genutzt; durch sie verläuft der touristische Radweg Duinpieperpad. Außerhalb der Brutzeit können Besucher über den Wisentenpad auf der gelben Route durch einen Teil des Wisentlebensraums im Kraansvlak wandern. Die Wisentenroute führt zum Kraansvlak, einem der wenigen Gebiete in den Niederlanden, in denen europäische Bisons leben.
Die Herten Route führt durch die Wälder der Amsterdamse Waterleidingduinen, um dort Damhirsche zu suchen. Die Route nach Noordvoort ist eine Wanderung vom NS-Bahnhof Zandvoort zum Naturreservat Noordvoort, von der aus man in der Dünenkette Robben beobachten kann. Das Rondje om de Zuidduinen führt durch die südlichen Dünen von Zandvoort und teilweise durch die Amsterdamse Waterleidingduinen.
Küste und Bewegung
Der Mountainbike-Parcours von Zandvoort rund um Circuit Zandvoort ist etwa 10 Kilometer lang und umfasst steile Abfahrten, Anstiege sowie die längste Laarwall der Niederlande. Der Radweg zwischen Zandvoort und Noordwijk führt durch eine hügelige Dünenlandschaft und kann über die Bollenstreek zurückgeführt werden.
Circuit Zandvoort ist Austragungsort des Formula 1 Heineken Dutch Grand Prix sowie weiterer Rennveranstaltungen und Trackdays. Informationen über die Geschichte der Rennstrecke und ihre 14 Kurven stehen ebenfalls zur Verfügung.
Kultur und Geschichte
Das Zandvoorts Museum zeigt Ausstellungen zu Kunst und Geschichte sowie Vorträge und Führungen zum Kulturerbe von Zandvoort. Von März bis Juni veranstaltet das Zandvoorts Museum jeden Mittwoch eine geführte Bunker- oder Naturwanderung in den Amsterdamse Waterleidingduinen. Es verwaltet die Sammlung der Gemeinde Zandvoort und präsentiert mit seinen Ausstellungen das vergangene und gegenwärtige Kulturerbe von Zandvoort. Die Dauerausstellung „The Life of Memories“ behandelt die maritime Geschichte Zandvoorts, das Dorfleben und das Wachstum des Tourismus.
Das Juttersmu-ZEE-um ist ein Museum mit freiem Eintritt, das Gegenstände zeigt, die Strandsammler am Strand finden. Zur Sammlung gehören unter anderem ein Mammutzahn, Überreste von Schiffen oder Flugzeugen und Metall von einer NASA-Rakete.
Das Huisje van Wester ist ein historisches Gebäude, ursprünglich das Diensthaus des Wasserpumpenmaschinisten, das heute als Landschaftsbeobachtungshütte geöffnet ist. Die Zandvoortse Sloppies sind historische schmale Gassen hinter dem Strand mit Spuren aus der Fischereizeit und alten Fischerhäusern.
Die Sloppieswandeling ist eine geführte Tour durch die schmalen Gassen im Zentrum von Zandvoort, bei der Stopps an Häusern die Fischereigeschichte lebendig werden lassen. Die 1,7 Kilometer lange Tour führt zu Orten, die an die Zeit erinnern, als Zandvoort noch ein Fischerdorf war. Die Beeldenroute umfasst 32 Skulpturen, von historischen Figuren aus dem Dorf bis zu modernen Kunstwerken, und ist zugleich ein 13 Kilometer langer Kunstspaziergang durch Zandvoort und am Meer entlang.
Die Bunkerwandeling führt an verschiedenen Bunkern in den Amsterdamse Waterleidingduinen vorbei; dort gibt es etwa 400 Bunker aus dem Zweiten Weltkrieg, die von Deutschland gebaut wurden. Die Wanderung startet am Eingang der Waterleidingduinen an der Zandvoortselaan 130 und ist 5,3 Kilometer lang. Die Route „De Stinkende Emmer“ folgt den Spuren der Frauen, die früher meist schwere Körbe mit Fisch nach Haarlem trugen und ihn dort in den Fischhallen verkauften.
Unterwegs
Die Herten Route startet an der Zandvoortselaan 130. Die Wisentenroute startet am Boulevard auf Höhe des Bernie’s Beachclub, Boulevard Barnaart 65. Zandvoort verfügt über eine direkte Zugverbindung von Amsterdam. Der Bahnhof von Zandvoort liegt etwa 200 Meter vom Strand entfernt.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Nordholland.
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