Hillegom zwischen Blumenkultur, Dorfgeschichte und Dünenlandschaft
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Foto: Rob Croes for Anefo via Source, CC0
Hillegom verbindet niederländische Blumenkultur mit einer vielschichtigen Ortsgeschichte, geschützten historischen Strukturen und einer Landschaft, in der Dünenwald, Zwiebelfelder und Wasserperspektiven nebeneinanderstehen. Wer für eine Reise in den Niederlanden mehr sucht als bekannte Schlagworte, findet hier konkrete Themen für Kultur, Natur und regionale Alltagsnähe.
Baukultur und Geschichte in Hillegom
Hillegom hat drei Arten von Baukulturerbe: nationale Denkmäler, kommunale Denkmäler und charakteristische Gebäude. Rund um den Kerkplein ist ein geschütztes historisches Dorfbild ausgewiesen. Diese beiden Aspekte geben dem Ort eine klar erkennbare bauliche und historische Prägung, ohne dass seine Geschichte auf eine einzige Epoche verkürzt werden muss.
Ein anschauliches Beispiel ist die Kwekerij Veelzorg, die 1822 in Hillegom gegründet wurde. Ab 1850 wurden dort vor allem Tulpen, Hyazinthen und Narzissen angebaut. Zuvor bauten fünf Generationen an diesem Ort zunächst Kartoffeln und Gemüse an. So lässt sich an einem konkreten Platz nachvollziehen, wie sich die landwirtschaftliche Nutzung mit der Blumenzwiebelkultur verband.
't Hof van Hillegom war eine ehemalige Raststation der Grafen von Holland. Der Kern des Gebäudes und insbesondere der Keller sind noch mittelalterlich. Seit mehr als 800 Jahren ist 't Hof van Hillegom das historische Herz von Hillegom. Ergänzend enthält das Dokumentationszentrum der Stichting Vrienden van Oud Hillegom Fotografien, Zeitungsausschnitte und andere Dokumentation über Hillegom. Für den Bollenstreek-Blumenkorso gibt es in Hillegom eine Tribüne.
Dünen, Pflanzen und unterschiedliche Landschaftsbilder
Auch die Natur setzt eigene Akzente. In der Heemtuin Hillegom entwickelt sie sich weitgehend ungestört; dort wachsen rosa Seifenkraut, Schlüsselblume und Hexenkraut. Im Lokhorsterduin sind ehemalige Sandabtragung, Zwiebelfelder und hoher Dünenwald nebeneinander sichtbar. Das Dünengebiet ist zugleich ein kleines Wandergebiet mit drei Eingängen. Für Ihre Planung stehen damit nicht nur einzelne Sehenswürdigkeiten, sondern verschiedene Landschaftsbilder im Mittelpunkt.
Blumenzwiebelfelder aus neuen Perspektiven
Während der Blumenzwiebelsaison ermöglicht die Hillegomse Bollenboot den Blick auf die Zwiebelfelder und die Natur von der Wasserseite aus. Die Schaluppe wird von einem erfahrenen Kapitän gesteuert, der über die Region erzählt. Eine andere Perspektive bietet The Tulip Barn: Dort können Sie einem Weg entlang der Tulpenanbauflächen folgen und dabei etwas über den Tulpenanbau lernen. Zum Blumengarten gehören mehr als 750.000 farbenfrohe Tulpen.
Blumen und regionale Genussmomente
In der Pflückgärtnerei von De Tulpenschuur können Besucher selbst einen frischen Tulpenstrauß zusammenstellen. Außerdem bietet De Tulpenschuur Sträuße verschiedener Tulpensorten an, die frisch vom Feld kommen. Bei einem ersten Besuch der Bierbrouwerij Klein duimpje ist eine Führung möglich, bei der der Brauer über die Brauerei, die Biere und den Brauprozess erzählt. Blumenzwiebelkultur und lokale Herstellung erscheinen hier als unterschiedliche, aber gleichermaßen konkrete Seiten von Hillegom.
Kunstwerke entlang der Reuzenbollenroute
Die Reuzenbollenroute führt durch Sassenheim, Noordwijk und Hillegom. Im Landschaftsraum stehen von Künstlern aus der Bollenstreek bemalte, menschenhohe Tulpenkugel-Kunstwerke. Damit erweitert die Route den Blick über den einzelnen Ort hinaus und verbindet Hillegom mit weiteren Stationen im regionalen Landschaftsraum.
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