Goudswaard: Wasserblicke, Polderlandschaft und historische Höfe

File:Aanzicht - Goudswaard - 20083374 - RCE.jpg File:Aanzicht - Goudswaard - 20083374 - RCE.jpg Foto: Gerard Dukker via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0

In Goudswaard verläuft die Wanderroute Ontdek Goudswaard am Spui und bietet weite Ausblicke auf das Wasser und die umliegende Natur. Über das charakteristische Karrenspoor führt sie durch die offene Polderlandschaft. Die Route führt außerdem an der Kunstpicknickstelle „Hier = Nu“ vorbei, die als Rastplatz dient.

Das Karrenspoor gibt der Strecke einen eigenen landschaftlichen Bezug: Es handelt sich um einen Weg, dessen Bezeichnung auf die frühere Nutzung durch Karren verweist. In Goudswaard liegt dieser Weg nicht isoliert, sondern verbindet Wasserblick, offene Felder und die historische Polderstruktur miteinander. Dadurch erscheinen die einzelnen Abschnitte der Route als unterschiedliche Ausschnitte derselben flachen Landschaft.

Weitere Informationen bietet die Ortsseite von Zuid-Beijerland.

Natur

Durch die Korendijkse Slikken führt ein Weg an einer Vogelbeobachtungshütte vorbei. Von dort aus können Besucher möglicherweise Gänse oder Löffler im Haringvliet sehen. Die Wanderroute in den Korendijkse Slikken ist jedes Jahr vom 15. März bis einschließlich 15. Juli wegen der Brutzeit geschlossen.

Die Vogelbeobachtungshütte markiert dabei einen klaren Punkt innerhalb des Wegverlaufs: Der Blick richtet sich von der Landschaft der Korendijkse Slikken auf das Haringvliet und auf die dort möglicherweise sichtbaren Wasservögel. Die zeitlich begrenzte Schließung gehört unmittelbar zum Charakter dieses Wegabschnitts. Zwischen dem 15. März und dem 15. Juli bleibt die Route dort wegen der Brutzeit geschlossen; außerhalb dieses Zeitraums ist diese konkrete Sperrzeit nicht gegeben.

Kultur

Die Hervormde Kerk in der Dorpsstraat 19 ist eine rechteckige Saalkirche aus dem 18. Jahrhundert. Ihr einfacher Turm stammt wahrscheinlich aus dem Jahr 1721.

Die Bezeichnung Saalkirche verweist auf den rechteckigen, als einheitlicher Raum angelegten Kirchenbau. Zusammen mit dem schlichten Turm prägt diese klare Form das Erscheinungsbild der Hervormde Kerk. Die zeitliche Einordnung in das 18. Jahrhundert und die wahrscheinliche Datierung des Turms auf 1721 gehören zu den unterschiedlichen historischen Ebenen des Gebäudes.

Die Korenmühle Windlust in Goudswaard ist die älteste Getreidemühle der Hoeksche Waard. Mit der Agatha Johannahoeve gehört außerdem ein Bauernhof aus dem 18. Jahrhundert zum Ortsbild. Das Wohnhaus steht unter einem Satteldach mit Giebelfassade; zum Hof gehört ein großer Backsteinstall unter einem mit Ziegeln gedeckten Walmdach.

Bei der Agatha Johannahoeve stehen Wohnhaus und Stall als zwei unterschiedlich ausgeprägte Teile desselben Hofes nebeneinander. Die Giebelfassade des Wohnhauses und das ziegelgedeckte Walmdach des großen Backsteinstalls unterscheiden die Baukörper in ihrer Form. Die Windlust ergänzt dieses bauliche Bild um ein landwirtschaftlich geprägtes technisches Bauwerk und ist innerhalb der Hoeksche Waard als älteste Getreidemühle eingeordnet.

Geschichte

Am Oudendijk 36 umfasst ein Bauernhof ein Wohnhaus mit geschweiftem Halsgiebel und eine flämische Scheune mit Längsdreschtenne. Beide Teile wurden um 1880 erbaut. Der Bauernhof besitzt kulturhistorischen Wert als besonderes Beispiel eines landwirtschaftlichen Betriebs auf den südholländischen Inseln.

Die Architektur am Oudendijk 36 zeigt sich an mehreren genau benannten Bauteilen: am geschweiften Halsgiebel des Wohnhauses ebenso wie an der Längsdreschtenne der flämischen Scheune. Dass beide Teile um 1880 erbaut wurden, verbindet ihre unterschiedlichen Formen mit derselben Bauphase. Der kulturhistorische Wert bezieht sich dabei auf den Hof als Beispiel eines landwirtschaftlichen Betriebs auf den südholländischen Inseln.

Hinter dem Wohnhaus mit der Nummer 7 geht die asphaltierte Straße am Karrenspoor in einen Karrenweg über. Das Karrenspoor verläuft auf der Oude Nieuwlandsedijk, die Teil einer alten Polderlandschaft ist. Diese Polderlandschaft entstand durch Einpolderungen im 16. Jahrhundert.

Der Wechsel von der asphaltierten Straße zum Karrenweg beschreibt den Übergang am Wohnhaus mit der Nummer 7 unmittelbar. Anschließend liegt das Karrenspoor auf der Oude Nieuwlandsedijk und damit innerhalb einer Polderlandschaft, deren heutige Struktur auf Einpolderungen im 16. Jahrhundert zurückgeht.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Korendijk.

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