Ottoland – Geschichte, Huisterpen und Schaapskooi
Ottoland ist ein langgestrecktes Erschließungsdorf.
Es entstand in der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts an beiden Seiten des damals kanalisierten Moorbachs Ottolandse Graafstroom.
Im Westen geht dieser in die Graafstroom von Molenaarsgraaf über.
Geschichte
Das monumentale Gehöft Het Hoge Huis hat seinen Ursprung vermutlich im frühen 18. Jahrhundert.
Das Wohnhaus besitzt eine breite Vorderfassade und ist größtenteils als Oberzimmer ausgeführt; die sehr hoch angesetzte Haustür liegt in einer Rahmung aus dem 18. Jahrhundert.
Eine Huisterp ist eine künstlich aufgeschüttete Erhöhung, auf der ein Haus mit häufig dazugehörigen Schuppen, Ställen und anderen Nebengebäuden stand.
Solche Hauswarften wurden in tiefliegenden Gebieten angelegt, um trockene Füße zu behalten.
Das archäologische Rijksmonument an der Hoefweg steht im Zusammenhang mit dieser Huisterp, auf der ein Haus mit möglichen Nebengebäuden, Ställen oder anderen Bauten stand.
Het Regthuis ist ein etwa 400 Jahre alter Bauernhof an der Adresse A92 in Ottoland.
Im ausgebauten Oberzimmer des Het Regthuis tagten viele Jahre lang der Schout und die Schepenen von Ottoland.
Bis 1954 tagte dort außerdem die Gemeindeverwaltung.
So liegen in Ottoland mehrere historische Spuren dicht bei der Siedlungs- und Wasserbaugeschichte: das Gehöft Het Hoge Huis, das frühere Verwaltungsgebäude Het Regthuis und das Rijksmonument an der Hoefweg stehen jeweils für einen anderen Ausschnitt der Ortsentwicklung.
Wege und Landschaft
Die Schaapskooi Ottoland wurde als nachhaltiges Gebäude im Stil der bereits vorhandenen Bauernhöfe gestaltet.
Ihr Besucherzentrum ist ein Ausgangspunkt für Wander- und Fahrradtouren.
Im Besucherzentrum der Schaapskooi Ottoland sind Fahrrad- und Wanderkarten sowie Informationen über die Region erhältlich.
Zum Besucherzentrum gehört ein Geschäft mit regionalen Produkten.
Am Besucherzentrum gibt es großzügige Parkmöglichkeiten, eine Ladestation für Elektrofahrräder und eine Fahrradreparaturstation.
In der Umgebung wird die Herde der Schaapskooi Ottoland zur Beweidung von Deichen, Tiendwegen und Naturflächen eingesetzt.
Die gezielte Beweidung durch die Schaapskooi Ottoland fördert die Biodiversität; durch das Fell und den Kot der Schafe können sich Pflanzen und Kräuter ausbreiten und entwickeln.
Damit verbindet der Ort seine bäuerliche Gestaltung mit den für die Umgebung beschriebenen Deichen, Tiendwegen und Naturflächen.
Natur
In der Schaapskooi Ottoland werden Schafe, Ziegen und Esel gehalten.
Von einer speziellen „Skybox“ aus können Besucher von oben in die Schafstallung blicken.
Von November bis Mai befinden sich alle Schafe der Schaapskooi Ottoland im Schafstall.
In der übrigen Zeit des Jahres wird die Räumlichkeit der Schaapskooi Ottoland unter anderem für Workshops genutzt.
Der Jahreslauf der Schaapskooi reicht damit von der Stallhaltung aller Schafe in den Monaten November bis Mai bis zur Nutzung der Räumlichkeit für Workshops in der übrigen Zeit des Jahres.
Gemeinschaft
Die Gereformeerde Kerk in Ottoland ist ein Ort der Begegnung, des Feierns und der Verbundenheit; sie baut eine inspirierende Glaubensgemeinschaft in Ottoland auf.
Weitere Orte innerhalb derselben übergeordneten Destination sind Oud-Alblas und Nieuw-Lekkerland.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Molenwaard.
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