Ridderkerk: Poldernatur und Geschichte
File:Ichthuskerk Ridderkerk Drievliet.jpg
Foto: WilfredAppeldoorn via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0
Natur
Die Crezéepolder ist ein 50 Hektar großes Gezeiten-Naturgebiet zwischen Ridderkerk und Hendrik-Ido-Ambacht. In den Niederlanden und in Nordwesteuropa gehört sie zu den seltenen Süßwasser-Gezeitengebieten. Auf den Wegen in und um das Gebiet darf zwischen Sonnenaufgang und Sonnenuntergang gewandert werden.
Ein unbefestigter Wanderweg führt rund um die gesamte Crezéepolder. Zwei Vogelbeobachtungsschirme und zwei Aussichtspunkte am Fluss De Noord gehören zu den Einrichtungen des Gebiets. Im Frühjahr brüten dort fast 100 Paare des Säbelschnäblers.
An der Nordwestseite der Crezéepolder liegt das Ridderkerkse Griend, ein alter Griend mit schmalen Wegen und Brücken. Das Gebiet bietet Bibern, Eisvögeln und Spechten Lebensraum; im Frühjahr blüht dort die besondere Spindotterblume.
De Gorzen verfügt über einen 22 Meter hohen Hügel und einen Aussichtsturm am höchsten Punkt des Parks. Das Bezoekerscentrum de IJsvogel ist der Ausgangspunkt für Exkursionen und Führungen im Gebiet des Waalbos.
Kultur
Das Museum Ridderkerk Oudheidkamer befindet sich in einer ehemaligen Dorfschule aus dem Jahr 1840. Die Oudheidkamer verfügt über mehrere Dauerausstellungen; eine Dauerausstellung vermittelt die Geschichte Ridderkerks und zeigt zahlreiche typisch Ridderkerkse Gegenstände. Etwa acht- bis zehnmal pro Jahr richtet das Museum Wechselausstellungen zu verschiedenen Themen ein.
Die Museumschool in Rijsoord ist wegen Renovierungsarbeiten derzeit geschlossen. Die Rijsoordse Molen ist eine als grondzeiler ausgeführte Getreidewindmühle und ein Rijksmonument aus dem Jahr 1822. Als funktionierende Mühle ist sie in Betrieb und mahlt Weizen, Dinkel und Roggen zu feinem Mehl.
Der Mühlenladen der Rijsoordse Molen ist jeden Samstag von 10:00 bis 16:00 Uhr geöffnet. Besucher sind in der Mühle willkommen, um bei drehenden Flügeln und gelegentlich mahlenden Mahlsteinen mehr über ihre Funktionsweise zu erfahren.
Die Singelkerk wurde nach der Sint-Elisabethsflut von 1421 wiederaufgebaut und 1452 dem heiligen Georg geweiht. Der Singel um die Kirche wurde 1620 angelegt und gab ihr ihren Namen. An der Pruimendijk steht mit der Vlasroterij eine der wenigen erhaltenen Flachsrösten in den Niederlanden.
Huys ten Donck ist ein historisches Landhaus auf einem aus dem Jahr 1746 stammenden Landgut. Gebouw U ist ein Rijksmonument und eine der letzten Erinnerungen an die industrielle Revolution in Ridderkerk.
Geschichte und Erinnerung
Auf dem Friedhof Vredehof steht ein Denkmal für die im Zweiten Weltkrieg in Ridderkerk und andernorts Gefallenen und Verstorbenen. Vredehof ist zugleich ein parkartiger Friedhof mit einer besonderen Sammlung von Bäumen aus Nordamerika und Asien.
General Winkelman unterzeichnete am 15. Mai 1940 in der Schoolmaster's House und der Lower School in Rijsoord die Kapitulation der Niederlande. Das Kriegsdenkmal bei der Schoolmaster's House und der Lower School ist jedes Jahr am 15. Mai Schauplatz des Gedenkens an die Kapitulation.
Das Klassenzimmer, in dem die Kapitulation stattfand, ist erhalten und heute Teil des Capitulatielokaal Museum. Auf dem Friedhof Rusthof findet am Kriegsdenkmal jedes Jahr am 4. Mai eine zweiminütige Schweigeminute zum niederländischen Dodenherdenking statt.
Die Kasteelruïne Te Woude wurde 1372 begonnen, aber nach einer Überflutung der Riederwaard, die den Bau stoppte, nie vollendet. Die Ruine wurde 1969 befestigt und teilweise restauriert.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Ridderkerk.
Preise, Verfügbarkeit und Ausstattung für Ihren Reisetermin direkt bei Booking.com prüfen.
Unterkünfte und Angebote ansehenAnzeige · Partnerlink zu Booking.com