Hazerswoude-Rijndijk: Kirchen, Mühlen und römische Spuren

File:Oorlogsmonument in Hazerswoude-Rijndijk.jpg File:Oorlogsmonument in Hazerswoude-Rijndijk.jpg Foto: Agaath via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0

In Hazerswoude-Rijndijk wurde die Scheepjeskerk 1855 im neugotischen Stil von dem Architekten W.G. van Vogelpoel erbaut. Die Scheepjeskerk, auch Bernarduskerk genannt, entstand nach den Plänen von W.J. van Vogelpoel. Zu ihrer Ausstattung gehört eine Maarschalkerweerd-Orgel aus dem Jahr 1901; im November 2013 wurde die Kirche als kommunales Denkmal ausgewiesen.

Am Kirchenbau treffen damit die Bezeichnung Scheepjeskerk und der Name Bernarduskerk aufeinander. Ebenso sind W.G. van Vogelpoel als Architekt und W.J. van Vogelpoel als Planer mit dem Bau verbunden. Die neugotische Gestaltung, die Orgel aus dem frühen 20. Jahrhundert und die Ausweisung als kommunales Denkmal gehören zu den unterschiedlichen zeitlichen Schichten dieses Gebäudes.

Kultur und Industriegeschichte

An der Oude Rijn besitzt die Dachziegelfabrik Nieuw Werklust kultur- und architekturhistorischen Wert als Erinnerung an die einst blühende Tonindustrie entlang des Rheins. Die Kleiwarenfabriek Nieuw Werklust produzierte seit dem 17. Jahrhundert Dachziegel und Ziegelsteine. Auf dem Gelände von Nieuw Werklust stehen noch etwa 37 Gebäude, die 2002 als Rijksmonumente ausgewiesen wurden. Der Name Nieuw Werklust bezeichnet dabei sowohl die Dachziegelfabrik an der Oude Rijn als auch die Kleiwarenfabriek, deren Produktion Dachziegel und Ziegelsteine umfasste. Die erhaltene Anlage umfasst ungefähr 37 Gebäude; ihre Ausweisung als Rijksmonumente bezieht sich auf das Jahr 2002.

So verbindet Nieuw Werklust die Lage an der Oude Rijn mit der Geschichte der Tonverarbeitung. Für die zeitliche Einordnung sind dabei sowohl der Beginn der Produktion im 17. Jahrhundert als auch die spätere Ausweisung der noch vorhandenen Gebäude im Jahr 2002 relevant. Die ungefähre Zahl von 37 Gebäuden beschreibt den erhaltenen Umfang des Geländes.

Wasserwirtschaft

Die Groenendijkse Molen wurde 1627 zur Entwässerung des Polders Nieuw Groenendijk erbaut. Die Rijnenburgermolen dient heute der Erneuerung des Wassersystems im angrenzenden Wohnviertel. Die beiden Mühlen stehen für unterschiedliche Zeitpunkte der Wasserwirtschaft: Die Groenendijkse Molen ist mit dem Baujahr 1627 und der Entwässerung des Polders verbunden, die Rijnenburgermolen mit einer heutigen Aufgabe im Wassersystem. Beim Polder Nieuw Groenendijk ist die Entwässerung ausdrücklich der Zweck, für den die Mühle erbaut wurde.

Die Wasserwirtschaft erscheint dadurch sowohl in einer historischen als auch in einer heutigen Verbindung. Bei der Groenendijkse Molen ist der Polder Nieuw Groenendijk der ausdrücklich genannte räumliche Bezug. Die Rijnenburgermolen steht dagegen im Zusammenhang mit dem angrenzenden Wohnviertel und der Erneuerung seines Wassersystems.

Römische Geschichte und Fahrradroute

Das Westvaartpark liegt genau in der Mitte der römischen Route vom Kastell Matilo in Leiden zum Kastell Albaniana im Stadtzentrum von Alphen aan den Rijn. Die Hollandse-Limes-Fahrradroute führt am Oude Rijn entlang und durch Hazerswoude.

Damit sind im Ortsgebiet zwei räumliche Bezüge der Limesgeschichte genannt: Westvaartpark liegt zwischen dem Kastell Matilo in Leiden und dem Kastell Albaniana im Stadtzentrum von Alphen aan den Rijn, während die Fahrradroute dem Oude Rijn folgt und durch Hazerswoude führt. Die beiden Angaben verknüpfen den Ort mit einer historischen Verbindung und einem heutigen Routenverlauf.

Brücke und Ortsumfeld

Die heutige Koudekerkse Brücke wurde 1929 erbaut und ist seit 2011 ein Rijksmonument.

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