’t Goy zwischen Kulturlandschaft und historischen Spuren
’t Goy: Landschaft, Wege und Geschichte
’t Goy liegt auf der Houtense Stroomrug und verbindet eine ländlich geprägte Umgebung mit bemerkenswerten Spuren aus verschiedenen Epochen. Der Amsterdam-Rhein-Kanal, alte Deiche, historische Höfe und das Landgoed Wickenburgh stehen dabei für unterschiedliche Seiten desselben Reiseziels.
Bauwerke und Erinnerungsorte
Die R.K. Kerk O.L.V. Hemelvaart an der Beusichemseweg 104 gehört zu den kommunalen Denkmälern. Zu ihr gehören eine Kreuzkirche und ihre Innenausstattung. Ebenfalls an der Beusichemseweg liegen zwei weitere denkmalgeschützte Bauwerke: De Laatste Stuyver an der Nummer 22 ist eine Durchfahrtscheune, während Oostrumhofstad an der Nummer 49 als Querhausbauernhof ausgeführt ist.
Ein anderer Ort erinnert an ein Ereignis der jüngeren Geschichte. Das Kriegsdenkmal in ’t Goy erinnert an den Absturz eines britischen Bombers in der Nacht vom 4. auf den 5. Mai 1943 neben dem Amsterdam-Rhein-Kanal in ’t Goy. Es steht an der Ecke von Goyerdijk und Nachtdijk. An der Wickenburghseweg befinden sich außerdem Überreste des Schlosses ’t Goy und einer Ziegelei. In ’t Goy liegen zudem Überreste einer frühmittelalterlichen Kirche.
Landgoed Wickenburgh und die ländliche Umgebung
Das Landgoed Wickenburgh lässt sich bis ins späte Mittelalter zurückverfolgen. Auf dem Landgoed steht ein Taubenturm aus dem 16. Jahrhundert. Wickenburgh-Oost wurde vor etwa 200 Jahren als englischer Landschaftsgarten mit geschwungenen Wegen und einer großen Vielfalt an Baumarten angelegt. Gerade diese Verbindung aus älterer Geschichte und einer später gestalteten Parklandschaft gibt dem Gebiet verschiedene Blickwinkel: Der Taubenturm verweist auf die Vergangenheit, während Wegeführung und Baumbestand den Charakter des Landschaftsgartens bestimmen.
Auch die Entwicklung der Region Houten–’t Goy war lange von der Landwirtschaft geprägt. Landwirtschaft und Viehzucht bildeten dort jahrhundertelang die Grundlage der Wirtschaft. Ab dem Ende des 19. Jahrhunderts konzentrierte man sich zunehmend auf Vieh- und Obstbau. Diese Entwicklung gehört zum ländlichen Hintergrund, vor dem die historischen Höfe, Wege und Gärten in ’t Goy zu betrachten sind.
Wandern am Kanal und durch ’t Goy
Das Natuurpad ’t Goy ist 11,5 km lang und legt den Schwerpunkt auf Natur, Landschaft und Kulturgeschichte. Etwa 4 km des Natuurpad ’t Goy verlaufen am Amsterdam-Rhein-Kanal. Der übrige Teil führt über kleine alte Deiche durch den Weiler ’t Goy. Dadurch verbindet die Strecke Wasserlandschaft, offene Umgebung und die Geschichte des Ortes in einem unterschiedlichen Wegverlauf.
Eine dauerhafte Wanderroute führt von Houten durch das Goyse Umland und wieder zurück nach Houten.
Ein Ort mit eigener Erinnerungskultur
’t Goy ist auch unter dem Namen Oosterhem bekannt und war wahrscheinlich bereits als Siedlungskern vorhanden. Zur lokalen Gegenwart gehört außerdem die Goyse Thuismarkt, die rund um die Beusichemseweg und Wickenburghseweg stattfindet. Namen, Wege, historische Überreste und die Markttradition fügen sich so zu einem Ortsbild, das sowohl die Vergangenheit als auch das heutige Gemeinschaftsleben umfasst.
Weitere Ziele: Houten, Schalkwijk.
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