Nieuwersluis: Fort, Wasserlinie und historische Parklandschaften

File:Fort Nieuwersluis Gracht.JPG File:Fort Nieuwersluis Gracht.JPG Foto: HenkvD via Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0 nl

Nieuwersluis zeigt niederländische Geschichte über Wasserbau, militärische Architektur und historische Parklandschaften. Fort Nieuwersluis, die Damsluis und die Landgüter von Sterreschans stehen dabei für Wasserbau, Verteidigung und Landgutgeschichte.

Fort und Wasserlinie

Das runde Backstein-Turmfort Fort Nieuwersluis wurde 1880 um eine große Backsteinkaserne und vier Remisen mit Kellerräumen erweitert. Die Kombination aus Turmfort, Kaserne und Remisen lenkt den Blick auf die bauliche Organisation der Fortanlage und ihre militärische Geschichte.

Die Damsluis in Nieuwersluis wurde 1871 von der Genie als Teil der Nieuwe Hollandse Waterlinie im Zusammenhang mit dem Fort Nieuwersluis erbaut. Aufgrund ihres kultur- und architekturhistorischen Werts gilt sie als gut erhaltenes Beispiel einer 1871 erbauten Damsluis innerhalb der Nieuwe Hollandse Waterlinie und im Zusammenhang mit dem Fort Nieuwersluis.

Nieuwersluis ist als geschütztes Stadt- und Dorfsbild ausgewiesen. Das Ortsbild steht damit nicht nur für einzelne Bauwerke, sondern auch für den historischen Zusammenhang von Wasserbau, Verteidigung und Landgütern.

Sterreschans und die Gärten an der Vecht

Sterreschans bildet zusammen mit den angrenzenden buitenplaatsen Overholland und Rupelmonde die historische Reihe von Landgütern an der Vecht in Nieuwersluis, die als „Mennistenhemel“ bezeichnet wird. Die Eigentümer dieser Landgüter waren Mennoniten.

Der Park rund um das Haus und der Überpark von Sterreschans bilden ein relativ gut erhaltenes Beispiel einer Parkanlage im Landschaftsstil des frühen 19. Jahrhunderts an der Vecht. Der Überpark ist als „ferme ornie“ gestaltet und gehört zu den wenigen in den Niederlanden erhaltenen Anlagen dieser Art.

Das historische Wegemuster von Sterreschans setzt sich zwischen Park und Überpark fort; beide Parkteile bilden dadurch eine kompositorische und stilistische Einheit. Gerade diese Verbindung macht die Anlage als zusammenhängendes Landschaftsbild verständlicher.

Schleusen, Baujahr und Ortsdetails

Auch die Nieuwe Wetering gehört zur Wasserbaugeschichte des Ortes: Die erste Schleuse bei Nieuwersluis wurde 1634 angelegt. Eine 1880 errichtete Ersatzschleuse ist teilweise erhalten und seit 1963 nicht mehr in Gebrauch.

Ein genau datiertes Detail ergänzt das historische Bild: Die Teekuppel von VreedenHoff in Nieuwersluis stammt aus dem Jahr 1776; das Baujahr ist auf einem eingemauerten Stein vermerkt.

Mit dem Fahrrad und zu Fuß an der Vecht

Die Fietsboot über die Vecht ist eine Hop-on-Hop-off-Schiffsverbindung zwischen Nieuwersluis und Maarssen für Radfahrer und Wanderer. Sie hat vier Haltestellen in den alten Dörfern Nieuwersluis, Breukelen und Maarssen, wobei Maarssen zweimal vertreten ist. Die Anlegestellen liegen in der Nähe der Fahrradroutenknoten 02, 84, 87 und 46.

Das Turmfort von Fort Nieuwersluis dient Fledermäusen, darunter der seltenen Bartfledermaus, als Überwinterungsplatz.

Weitere Orte zur Orientierung: Vreeland, Loenen aan de Vecht.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Loenen.

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