Renswoude: Grebbelinie, Schlosspark und historische Wege

File:Kasteel Renswoude Hoofdgebouw (2).jpg File:Kasteel Renswoude Hoofdgebouw (2).jpg Foto: HenkvD via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0

Renswoude besitzt in der Provinz Utrecht den offiziell ausgewiesenen Status als geschütztes Stadt- und Dorfsbild, Nummer 1428. Zur Ortsübersicht von Renswoude gelangen Sie ebenfalls hier.

Kultur und Geschichte

Das Fort aan de Buursteeg in Renswoude gehört zur Grebbelinie, einer Kette von Forts und Liniendeichen zwischen Rhenen und Spakenburg. Es wurde 1786 an der Stelle angelegt, an der Buursteeg und Slaperdijk aufeinandertreffen. Seit 2018 verbindet ein Tunnel für Fußgänger und Radfahrer die beiden Teile des Forts.

Im Fort aan de Buursteeg befindet sich das Grebbelinie-Bezoekerscentrum mit einer interaktiven Ausstellung über die historische Verteidigung der Grebbelinie. Das Besucherzentrum ist rollstuhlgerecht und besitzt einen Aufzug zur Ausstellung im ersten Stock. Am Fort liegt außerdem das Restaurant Grebbelounge.

Am zentralen Kreisverkehr von Renswoude steht ein Widerstandsdenkmal, an dem jedes Jahr am 4. Mai Kränze und Blumen niedergelegt werden. Das Kriegsdenkmal von Renswoude wurde 1949 zum Gedenken an Einwohner enthüllt, die als Kriegsopfer, Untergetauchte oder Angehörige des Widerstands ums Leben kamen. Das weiße Kreuz an der Groeperkade zwischen dem Restaurant De Dennen und dem Verteidigungswerk De Engelaar erinnert an den Ort, an dem am 14. November 1944 fünf Menschen erschossen wurden.

Die Oudheidkamer der Historischen Vereinigung Oud-Renswoude befindet sich in einer Wohnung der Nieuwe Buurt in der Dorpsstraat 38. Sie dokumentiert und zeigt die Geschichte des Dorfes und des Schlosses. Die Nieuwe Buurt entstand im 18. Jahrhundert als Erweiterung von Renswoude entlang der Dorpsstraat, in der Nähe des Schlosses und der Koepelkerk von 1639.

Renswoude, Scherpenzeel und Woudenberg organisieren gemeinsam den Open Monumentendag. Die Veranstaltung findet jedes Jahr an einem Samstag in einer anderen Gemeinde statt. Für Schulen, Familien und Unternehmen werden auf Anfrage Führungen über das Erdfort aan de Buursteeg organisiert.

Schlosspark und Landschaft

Der Park von Kasteel Renswoude ist für alle frei zugänglich. Im Kasteelpark stehen alte Laubbäume mit einem Durchschnittsalter von 150 Jahren. Auf dem Waldboden wachsen zahlreiche Stinsenpflanzen, während entlang des Wassergrabens Adderwortel und wilde Schachbrettblumen vorkommen. Der Park ist reich an Rehen und Vögeln.

Im Kasteelpark Renswoude sind Elemente des französischen Barocks und des englischen Landschaftsstils noch gut erkennbar. Zum historischen Gut Renswoude gehört außerdem eine 700 Meter lange Wasserallee, auch Grand Canal genannt, aus dem Jahr 1708.

Kasteel Renswoude ist jeden ersten Dienstag im Monat nach vorheriger Terminvereinbarung für die Öffentlichkeit geöffnet. Die Koepelkerk Renswoude ist in den Sommermonaten regelmäßig für Besucher geöffnet; während dieser Öffnungen geben Freiwillige Erläuterungen. Der Eintritt in die Koepelkerk ist kostenlos, eine freiwillige Spende für den Restaurierungsfonds ist willkommen.

Die Koepelkerk ist eine Renaissancekirche mit dem Grundriss eines griechischen Kreuzes. Ihre Kuppel wird von Pfeilern beziehungsweise ionischen Säulen getragen; die Bauarbeiten dauerten bis 1641. Die Grebbelinie fungiert heute als ökologische Zone, in der zahlreiche Pflanzen und Tiere vorkommen.

Wandern und Radfahren

Die Verkennersroute Renswoude ist ein 14 Kilometer langer historischer Wanderweg mit 40 Informationstafeln beziehungsweise Markierungspfosten. Die Strecke kann in drei Abschnitte geteilt werden: Dorf, Umland und Schloss mit jeweils 5, 5 beziehungsweise 4 Kilometern. Ihre historische Übersicht reicht von der späten Steinzeit und dem Goldenen Zeitalter über die landwirtschaftliche Entwicklung und die Industrialisierung im 20. Jahrhundert bis zur Gegenwart.

Der Breeschoterpad ist ein 6 Kilometer langer Rundwanderweg durch das Umland von Renswoude und Scherpenzeel. Er verläuft überwiegend über unbefestigte Wege, Bauernland und historische Trassen. Der Daatselaarsepad führt ebenfalls überwiegend über unbefestigte Wege und ist nicht für Kinderwagen oder Rollstühle geeignet.

Der Daatselaarsepad führt über Landgüter, Bauernhöfe und landwirtschaftliche Flächen sowie an Abschnitten der Grebbelinie durch das Umland von Renswoude und Scherpenzeel in der Gelderse Vallei. Der 15 Kilometer lange Boswachterspad Grebbelinie verläuft über unbefestigte Wege durch üppig bewachsene Landschaft, in der Spuren der Geschichte der Wasserlinie erhalten sind.

Der Jufferpad führt durch das Umland von Renswoude und Veenendaal, über alte und neue Landgüter sowie an Forts und Schlössern vorbei. Die Route beginnt am TOP Fort aan de Buursteeg, wo kostenloses Parken möglich ist; alternativ kann sie am Bahnhof Veenendaal-de Klomp begonnen werden.

Der Leughtenpad ist etwa 1,5 Kilometer lang und zwischen Sonnenaufgang und Sonnenuntergang für alle frei zugänglich. Auf diesem Weg können Kinder rennen, suchen, klettern, entdecken und mit Wasser spielen.

Die 45 Kilometer lange Fahrradroute Genieten vanuit Renswoude führt durch die Landschaft der Gelderse Vallei mit Grasland sowie kleinen Wald- und Heidegebieten. Sie beginnt und endet auf dem frei zugänglichen Parkplatz des Restaurants De Dennen. Das Grebbelinie-Bezoekerscentrum ist an zahlreiche Wander- und Radwege angebunden, über die das Fort aan de Buursteeg und die Wasserlinie aktiv erkundet werden können.

Routen und Besuchszeiten

Der Breeschoterpad bildet dagegen einen 6 Kilometer langen Rundweg, während der Boswachterspad Grebbelinie 15 Kilometer misst. Der Leughtenpad bleibt mit etwa 1,5 Kilometern deutlich kürzer und ist vom Sonnenaufgang bis zum Sonnenuntergang zugänglich.

Der Jufferpad erschließt das Umland von Renswoude und Veenendaal mit alten und neuen Landgütern, Forts und Schlössern.

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