's-Heer Hendrikskinderen: Kirchringdorf, Kirche und Wanderwege

File:Omgeving - 's-Heer Hendrikskinderen - 20106138 - RCE.jpg File:Omgeving - 's-Heer Hendrikskinderen - 20106138 - RCE.jpg Foto: Gerard Dukker via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0

Kirchringdorf in erhöhter Lage

In 's-Heer Hendrikskinderen verbindet sich der Charakter eines mittelalterlichen Kirchringdorfs mit einer erhöhten Landschaftslage. Der Ort entstand ursprünglich im späten Mittelalter als Kirchringdorf und liegt auf einem höher gelegenen Geestrücken beziehungsweise einer ehemaligen Bachuferkuppe. Diese Verbindung lenkt den Blick zugleich auf die Siedlungsgeschichte und auf die Landschaft. Die Ortsstruktur, die erhöhte Lage, die Nicolaaskerk und die Polderwege bilden in 's-Heer Hendrikskinderen konkrete Anknüpfungspunkte für die eigene Erkundung. Zu den weiteren historischen Bezügen gehört Oude Rijksweg 54, ein Rijksmonument in 's-Heer Hendrikskinderen.

Nicolaaskerk und Erinnerungsorte

Die Nicolaaskerk ist eine 1805 errichtete Saalkirche mit neugotischen gusseisernen Fenstermaßwerken. Ihr Turm wurde um 1440 erbaut und wird von einer achteckigen steinernen Kuppel oder Laterne, dem „Peperbus“, gekrönt. Im Kircheninneren befindet sich eine Kanzel aus der Mitte des 17. Jahrhunderts mit Lichtarm, Taufbeckenhalter und Sanduhr. Der Turm stammt damit aus einer früheren Bauphase als die 1805 errichtete Saalkirche.

Ein weiterer konkreter Ort des Gedenkens ist das Kriegsdenkmal in 's-Heer Hendrikskinderen. Es handelt sich um eine in die Mauer eingelassene Gedenkplatte aus Naturstein. Die Platte erinnert an zwei Mitbürger, die während der Besatzungsjahre durch Kriegshandlungen ums Leben kamen. Das Denkmal ist in die Innenwand des Kirchturms der Kirche am Plein eingelassen.

Huis te Werve und ältere Spuren

Auch Huis te Werve führt in eine frühere Epoche zurück. Das Gebäude entwickelte sich aus einem kurz vor oder nach 1300 nahe dem Dorf errichteten Burgturm. Huis te Werve wurde 1803 abgebrochen. Bei einer Ausgrabung am früheren Standort wurden Reste eines mindestens 10 Meter breiten Burggrabens freigelegt. Die Jahreszahl 1803 bezeichnet den Abbruch von Huis te Werve, nicht die Errichtung des älteren Burgturms. Für die Beschäftigung mit Geschichte ist dabei gerade die Abfolge wichtig: ein früher Burgturm, die spätere Entwicklung von Huis te Werve, der Abbruch und die archäologisch freigelegten Überreste des Grabens.

Insgesamt werden 52 Pflanzenarten verwendet, darunter 19 mit biblischer Bezeichnung.

Wanderweg durch Polderlandschaft

Der Jacoba van Beierenpad eröffnet eine andere Perspektive auf 's-Heer Hendrikskinderen. Der Wanderweg ist mehr als 11 Kilometer lang und führt rund um den Ort; Abkürzungen sind möglich. Unterwegs verläuft er durch Alt- und Neulandpolder, durch den Poelbos und durch eine kleinteilige Heckenlandschaft. Außerdem führt der Weg entlang der vogelreichen Oosterschenge. Für die Tagesplanung lässt sich die vollständige Runde mit mehr als 11 Kilometern ansetzen; eine Abkürzung reduziert die zu gehende Strecke.

Eine weitere thematische Route in 's-Heer Hendrikskinderen ist die Napoleonroute. Für die örtliche Orientierung liegt das Café de Oranjeboom direkt gegenüber der Busstation Nieuwe Rijksweg in 's-Heer Hendrikskinderen. Zusammen mit der Nicolaaskerk, dem Kirchturm, den historischen Spuren und den Wegen durch die Polderlandschaft zeigt sich der Ort als Ziel, in dem Baugeschichte und Landschaftserkundung eng nebeneinanderstehen.

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