Heikant zwischen Polderlandschaft, Wald und Kultur

File:Berlaar Heikant Gemeenteschool voor jongens 01.jpg File:Berlaar Heikant Gemeenteschool voor jongens 01.jpg Foto: Sally V via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0

Heikant zwischen Polder und Wald

Heikant ist als langgestreckte Siedlung entlang der Straße zwischen Koewacht und Sint Jansteen angelegt. Waldparzellen an der belgischen Grenze bilden den südlichen Rand des Ortes, an seiner Nordseite dominiert die Polderlandschaft. Diese Anordnung gibt Heikant einen klaren räumlichen Wechsel: Die lineare Siedlungsform liegt zwischen einem bewaldeten Grenzsaum und dem Polderraum. Für Sie entsteht damit ein Ziel, dessen Charakter sich aus Ortsform und Landschaft gleichermaßen erschließt.

Kirche und Prozessionsgang

Ein markanter kultureller Bezugspunkt ist die Sint-Theresia-van-het-Kind-Jezuskerk in Heikant. Sie ist eine einschiffige Kreuzkirche nach einem Entwurf von F.B. Sturm und in einem schlichten expressionistischen Architekturstil mit mehreren Blindfassaden gestaltet. Blindfassaden sind geschlossene Fassadenflächen ohne reguläre Öffnungen; als architektonisches Detail lenken sie den Blick auf die äußere Form. Zum Komplex der Kirche gehört ein Prozessionsgang mit sieben Kapellen für die heilige Theresia aus dem Jahr 1934. Kirchenbau, Fassadengestaltung und Prozessionsanlage setzen dabei unterschiedliche Akzente.

Flachskultur und Dorfveranstaltungen

Zur Geschichte des Ortes gehören zahlreiche erhaltene Denkmäler, die mit der früheren Flachskultur von Heikant verbunden sind. Weitere kulturelle Facetten liegen in den Veranstaltungen: Künstler aus Heikant öffnen ihre Ateliers während des Kunstrondje Heikant und des Ambachtelijk Weekend. Die Stuikerfeesten sind Dorffeste am Pfingstwochenende mit Musik, Braderie, Kunst und Spielen. Wer niederländische Orte nicht nur über Bauwerke, sondern auch über Handwerk, Kunst und gemeinschaftliche Feste kennenlernen möchte, findet hier mehrere Anknüpfungspunkte.

Die Waterwinbossen an der Grenze

Ein landschaftlicher Schwerpunkt sind die Waterwinbossen. Sie liegen in Ost-Zeeuws-Vlaanderen an der belgischen Grenze zwischen Clinge, Sint Jansteen und Heikant auf einer alten Decksanddüne. Das Naturgebiet umfasst Wälder, blütenreiche Wiesen, heideartige Vegetation und Gewässer. Die verschiedenen Landschaftselemente verleihen dem Gebiet einen abwechslungsreichen Charakter, bei dem Wald, offene Wiesen, Heidevegetation und Wasser eng aufeinanderfolgen.

Auch die Tier- und Pflanzenwelt ist besonders facettenreich: In den Waterwinbossen kommen Pflanzen- und Tierarten vor, die anderswo in Zeeland kaum zu finden sind. Dazu zählen Eichhörnchen, Mittelspechte und Feldgrillen. Diese konkrete Artenauswahl macht den Naturraum für Reisende interessant, die beim Aufenthalt auf Landschaftsbeobachtung und biologische Vielfalt achten.

Wege für verschiedene Unternehmungen

Die Waterwinbossen lassen sich zu Fuß oder mit dem Fahrrad erkunden, auch im Rahmen einer Führung durch einen Naturführer. Für die Orientierung im Gebiet gibt es markierte Wander-, Rad- und Reitwege sowie eine spezielle Kabouterroute für Kinder. Die Waterwinbossen sind von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang zugänglich. Die markierten Wander-, Rad- und Reitwege ordnen die möglichen Fortbewegungsarten im Naturgebiet; eine Führung durch einen Naturführer ergänzt die selbstständige Erkundung. Der Zugang von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang gibt diesen Möglichkeiten einen festen zeitlichen Rahmen für die eigene Planung des Besuchs in den Waterwinbossen.

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