Philippine – Muscheln, Festungsgeschichte und Polderwege
Philippine verbindet eine ausgeprägte Muschelkultur mit der Geschichte einer alten Festungsstadt und einer offenen Polderlandschaft. Zwischen Deichen, ehemaligen Häfen, Bunkern und regionalen Spezialitäten entsteht ein Ortsbild, das sich besonders über konkrete Spuren der Landschaft und des Alltags erschließt.
Muscheln und lokaler Geschmack
Während der Muschelsaison vom Frühjahr bis zum Spätsommer servieren die Restaurants in Philippine täglich frische Zeeland-Muscheln. Zubereitet werden sie nach einem jahrhundertealten Familienrezept. Die Muschelrestaurants im Ort servieren jährlich etwa eine halbe Million Kilogramm Muscheln und prägen damit den kulinarischen Charakter von Philippine deutlich. Jedes Jahr wählt Philippine außerdem einen Muschelwein aus. Dieser ausgewählte Wein kann in jedem Muschelrestaurant in Philippine probiert werden.
Deiche, Wege und frühere Hafenlandschaften
Der Rundweg Ommetje Philippine führt durch die Polderlandschaft über Deiche und an ehemaligen Häfen westlich von Philippine vorbei. Er ist Teil des seeländischen Wanderwegenetzes „Langs Linies en Kreken“ und des ostflämischen Wanderwegenetzes „Meetjeslandse kreken“. Die blütenreichen Deichböschungen in der Polderlandschaft beherbergen Gewöhnlichen Odermennig, Wilden Majoran, Wiesen-Knautie und Kattedoorn. Sie ziehen Schmetterlinge und Heuschrecken an, darunter möglicherweise den Roten Scheckenfalter. Der Rundweg umfasst außerdem zwei Bunker aus dem Zweiten Weltkrieg am Olmendijk, darunter einen sogenannten Tobruk-Bunker.
Festungsgeschichte im Ortsbild
Philippine ist eine alte Festungsstadt. Von den Befestigungsanlagen aus dem Achtzigjährigen Krieg sind Überreste spanischer und niederländischer Bauart erhalten. Ein restaurierter östlicher steinerner Bär ist entlang des Philippinewegs von der Straße aus zu sehen. Eine Informationstafel erläutert das Bauwerk und zeigt einige Bauzeichnungen. Die westliche steinerne Bär gehört zur Festung Philippine und ist während des Open Monumentendag an einem Tag pro Jahr für Besucher zugänglich.
Kirche, Krulbol und regionale Spuren
Die Maria Hemelvaartkerk ist eine Kuppelkirche, die 1953–1954 in traditionalistischer Stilrichtung mit byzantinischen und klassischen Elementen erbaut wurde. Aufgrund der hohen ästhetischen Qualität des Entwurfs von Siebers und Van Dael besitzt sie einen architekturhistorischen Wert. Gebäude und Ausstattung sind besonders gut erhalten und vollständig, weshalb die Kirche besonders sehenswert ist. In Philippine besteht derzeit außerdem ein Krulbol-Verein als Teil der traditionellen Krulbol-Kultur der Region.
In der Umgebung von Philippine liegt das namentlich bezeichnete Fort Sint Nicolaas. Im weiteren regionalen Umfeld befinden sich die Ruinenstätte Hellenburg sowie Fort Frederik Hendrik und Fort Rammekens. Ebenfalls dort liegen die namentlich bezeichneten Inseln Lemmerplaat, Spieringplaat, Arneplaat und Schelpenhoekplaat. Die Fahrradroute „Philippine, stad van de mossel“ folgt den Spuren der Zeit, in der Muschelschiffe hier ein- und ausfuhren, und erinnert an die wichtige Rolle von Philippine im Muschelhandel. Der Spuikompark erinnert an das frühere Spülbecken, dessen gespeichertes Wasser bei Niedrigwasser genutzt wurde, um Schlick und Sand aus dem Hafen und der Fahrrinne von Philippine zu spülen.
Weitere Ziele: Sas Van Gent, Koewacht, Hoek, Westdorpe, Terneuzen, Sluiskil, Zaamslag und Axel.
Preise, Verfügbarkeit und Ausstattung für Ihren Reisetermin direkt bei Booking.com prüfen.
Unterkünfte und Angebote ansehenAnzeige · Partnerlink zu Booking.comZur übergeordneten Reiseübersicht: Terneuzen.