Dieverbrug: Drentsche Hoofdvaart, Schleuse und Kalköfen
File:Rijksmonument 398784 - Kalkovens Dieverbrug - 2.JPG
Foto: Silver Spoon via Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0
Wasserwirtschaft und Kanalgeschichte
Die Drentsche Hoofdvaart wurde Ende des 18. Jahrhunderts angelegt, um den nördlich von Dieverbrug gewonnenen Torf zu transportieren. Ein Kanal ist ein künstlich angelegter Wasserweg; Torf ist ein organisches Material aus Mooren. Auf der Drentsche Hoofdvaart haben Frachtschiffe inzwischen der Freizeitschifffahrt Platz gemacht. Freizeitschifffahrt bezeichnet die Nutzung eines Wasserwegs in der Freizeit. Das Besucherzentrum Dieversluis bietet Informationen und Geschichten über die Drentsche Hoofdvaart und die Wasserwirtschaft in Drenthe. Eine audiovisuelle Präsentation ergänzt das Angebot. Audiovisuell bedeutet, dass Bild und Ton gemeinsam eingesetzt werden. In Dieverbrug gibt es Übernachtungs-Liegeplätze im Passantenhafen sowie zwischen der Schleuse und der Brücke. Ein Passantenhafen ist ein Hafen für vorübergehend anlegende Boote. Eine Schleuse dient allgemein dazu, Wasserfahrzeuge zwischen unterschiedlichen Wasserständen zu bewegen.
Öfen und Schleusentechnik
Die Kalköfen in Dieverbrug wurden 1925 als Muschelkalkbrennerei gegründet. Eine Muschelkalkbrennerei ist eine Anlage, in der Muschelkalk gebrannt oder verarbeitet wird. Ein Kalkofen ist ein Brennofen für kalkhaltiges Gestein. Am Rijksweg 26 in Dieverbrug sind zwei identische Öfen sowie das Gerüst eines vermutlich aus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts stammenden Förderers erhalten. Ein Förderer dient dazu, Material innerhalb eines technischen Ablaufs weiterzubewegen. In der historischen Schotbalkenloods an der Dieversluis wurden Schotbalken gelagert, die bei Wartungsarbeiten an den Schleusentoren als provisorische Sperren dienten. Eine Schotbalkenloods ist eine Lagerhalle für Schotbalken. Wartungsarbeiten dienen der Instandhaltung, während Schleusentore eine Schleusenkammer verschließen. Provisorische Sperren sind vorübergehend eingesetzte Barrieren.
Dwingeler Ommetje Jupiter ab Dieverbrug
Das ausgeschilderte Dwingeler Ommetje Jupiter ist eine 5,2 Kilometer lange Route ab Dieverbrug und beginnt am Hafen und an der Schleuse von Dieverbrug. Das Dwingeler Ommetje Jupiter führt über Flächen, an Weiden, Gewässern, Kanälen und Booten vorbei, an einer Schleuse entlang und durch ein Maisfeld. Eine Route ab einem Ort bezeichnet ihren Ausgangspunkt; Kilometer geben die Länge der Strecke an. Eine ausgeschilderte Route ist durch Wegzeichen markiert. Das niederländische Wort „Ommetje“ wird häufig für einen kleinen Spaziergang oder Umweg verwendet. Weiden, Gewässer, Kanäle und Maisfelder bezeichnen unterschiedliche Elemente einer Landschaft.
Radroute und Sluisdagen
In Dieverbrug kann eine am Kanal entlangführende Fahrradroute über das Fahrradknotenpunktsystem aufgenommen werden. Ein Fahrradknotenpunktsystem ordnet einzelne Punkte, über die sich eine gewünschte Strecke planen lässt. Die Sluisdagen sind ein jährlich zu Pfingsten stattfindendes zweitägiges Ereignis mit alten Booten im Hafen von Dieverbrug. Pfingsten ist ein beweglicher Termin im christlichen Kalender und fällt deshalb nicht jedes Jahr auf dasselbe Datum. Die Bezeichnung „Sluisdagen“ lässt sich als „Schleusentage“ übersetzen. Ein Hafen ist ein Bereich, in dem Boote anlegen können.
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