Elp zwischen Heide, Eschdorf und Elperstroom

Landschaft zwischen Heide und Bachtälern

Elp ist ein im Mittelalter entstandenes Eschdorf. Sein Charakter zeigt sich sowohl in der Landschaft als auch in der Baugeschichte: Wege führen durch Heide, Wälder und Bachtäler, während Bauernhöfe und ein Landhaus konkrete Spuren der Ortsgeschichte sichtbar machen.

Östlich von Elp liegt das Naturgebiet Elperstroom in einer charakteristischen Eschdorflandschaft. Elperstroom wurde 2013 als Natura-2000-Gebiet ausgewiesen; das ausgewiesene Gebiet ist insgesamt 351 Hektar groß. Relativ kalkreiches Sickerwasser hat dort Kalkmoore und Blaugraswiesen entstehen lassen. In diesen Lebensräumen kommen unter anderem Floh-Segge, blonde Segge und fleischfarbene Orchis vor.

Das Heidegebiet Elper Westerveld liegt zwischen dem Eschdorf Elp und dem kleinen Bachtal Westerbroeken. Auf dem Heidegebiet wurden an drei Stellen Wildroste angebracht. Noch weiter gefasst ist das Naturgebiet Hart van Drenthe: Es liegt rund um die Drenther Dörfer Hooghalen, Grolloo, Elp und Schoonloo und umfasst 5.000 Hektar zusammenhängender Natur mit Wäldern, Venngewässern, weiten Heideflächen und Quellen von Bachtälern.

Wanderwege mit unterschiedlichen Streckenbildern

Mehrere Routen erschließen die Landschaft auf unterschiedliche Weise. Die Wanderroute „Rondom Elp“ führt durch alte Esche und am Tal der Elperstroom entlang, das zu einem Natura-2000-Gebiet gehört. Für diese Route gibt es Varianten über 6,5 Kilometer und 9,5 Kilometer. Ihr Start liegt am Zwiggelterweg auf Höhe von Spankampen.

Der Wanderweg Wolvenspoor führt durch dunkle Wälder und Heideflächen, über Holzbrücken, die über Venngewässer führen, und durch das Tal der Elperstroom. Zu Fuß dauert er etwa zwei Stunden. Die Knapzakroute K5 ist eine 15 Kilometer lange Wanderroute. Sie führt über alte Esche, durch neue Natur und durch Wälder mit Venngewässern. So reicht die Spannweite der Strecken von einer kürzeren Rundwanderung bis zu einer ausgedehnten Route durch mehrere Landschaftsformen.

Baugeschichte und Spuren der Vergangenheit

An der Hogebrinksweg in Elp stehen mehrere Bauernhöfe aus dem 18. Jahrhundert. Das Bauernhaus am Hogebrinksweg 1 hat einen rückwärtigen Anbau, einen Underschoer und eine angebaute hölzerne Nebenscheune, deren Dach mit dem des Hauptgebäudes verbunden ist. Das Bauernhaus am Hogebrinksweg 3 besitzt ebenfalls einen rückwärtigen Anbau, dazu ein mit Heide gedecktes Dachfeld und eine freistehende Nebenscheune.

Das Landhaus De Zandhof in Elp wurde 1907 erbaut. Auftraggeber war der Kunstmaler und Autor Louis A. Roessingh. Eine deutlich ältere Spur der Besiedlung wurde in den 1960er-Jahren in der Nähe von Elp entdeckt: Bei einem prähistorischen Grabhügel kam eine Siedlung aus der Spätbronzezeit zutage.

Eine Route mit kulturellem Bezug

Die Route „Barbizon van het Noorden“ wurde in Zusammenarbeit mit dem Drents Museum erstellt.

Weitere Orte im selben Zielgebiet: Hijken, Mantinge, Orvelte, Beilen, Witteveen, Drijber, Wijster und Hoogersmilde.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Midden-Drenthe.

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