Witteveen wurde als planmäßig angelegtes Dorf entworfen. Ein planmäßig angelegtes Dorf folgt einem vorgegebenen Grundriss. In Witteveen prägen gerade Straßen und in regelmäßigen Abständen errichtete Bürgerhäuser desselben Typs die Bebauung. Die ersten Einwohner von Witteveen zogen 1926 in die Arbeiterhäuser ein. Arbeiterhäuser sind Wohnhäuser, die für Arbeiter errichtet wurden. Die größten Projekte der Urbarmachung bei Witteveen begannen 1925 und umfassten 1.700 Hektar. Urbarmachung bezeichnet die Erschließung und Nutzbarmachung von Land.
Der Naturfriedhof von Witteveen wird seit 2005 genutzt. Die Bezeichnung Naturfriedhof steht für einen Friedhof in naturnah geprägter Umgebung. Am früheren Hafen von Witteveen wurde 2010 ein Steg im alten Stil nachgebaut. Ein Steg ist ein schmaler Bau am oder über dem Wasser.
„Dorpsommetje“ bezeichnet auf Niederländisch einen Dorfspaziergang. Das Dorpsommetje Witteveen ist ein kurzer Spaziergang vom Dorf Witteveen aus und 4,5 Kilometer lang. Es verläuft sowohl über befestigte als auch über unbefestigte Wege. Befestigte Wege haben einen festen Belag, während unbefestigte Wege ohne solchen Belag auskommen. Bei der Vorbereitung dieser Runde können daher sowohl die festgelegte Länge als auch der wechselnde Untergrund berücksichtigt werden. An einer Abzweigung führt das Dorpsommetje in Richtung Bosplas.
Hunde dürfen das Dorpsommetje Witteveen begleiten, müssen jedoch an der Leine geführt werden. Die Leinenpflicht ist damit ein fester Bestandteil der Planung für diese Runde. Sie gilt für das Dorpsommetje und wird nicht auf andere Wege bei Witteveen übertragen.
Eine zusätzliche Schleife um die Stobbenplas kann über die gelb markierte Pfostenroute genommen werden. Die gelbe Wanderroute beginnt am Informationsbord, ist etwa fünf Kilometer lang und verläuft durch die Staatswälder bei Witteveen. Staatswälder sind Waldflächen im Eigentum des Staates. Mit etwa fünf Kilometern ist die gelbe Route rund einen halben Kilometer länger als das 4,5 Kilometer lange Dorpsommetje. Die Längenangabe der gelben Strecke bleibt dabei eine Näherung.
Bei der Stobbenplas gibt es eine Vogelbeobachtungshütte. Fast immer sind dort Enten und Kormorane zu sehen. Der regelmäßig auftauchende Zwergtaucher gilt als besondere Beobachtung. An einem weiter entfernten Sandweg der Wanderroute bei Witteveen finden sich die seltenen Pflanzen zevenster und dalkruid. Wer diesen Wegabschnitt in die Wanderung aufnimmt, kann dort gezielt nach den beiden Pflanzen Ausschau halten. Die Vogelbeobachtung an der Stobbenplas und die Pflanzensuche am Sandweg liegen damit auf unterschiedlichen Teilen der beschriebenen Umgebung.
Für die Anreise mit dem Auto stehen in der Nähe der Fußballfelder von Witteveen kostenlose Parkmöglichkeiten zur Verfügung. Bei der persönlichen Planung lassen sich die Parkangabe, der wechselnde Untergrund und die Leinenpflicht als getrennte praktische Punkte berücksichtigen.
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