Teroele am Wasser: Landschaft, Wanderroute und Geschichte
File:Klokkenstoel Teroele in De Fryske Marren 08.jpg
Foto: Agnes Monkelbaan via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0
Wasserlandschaft und Ortslage
Teroele ist ein Wasserdorf am Ostufer des Koevorder Meer. Teroele liegt in einer tief gelegenen Landschaft am See De Kûfurd. Die Bezeichnung „tief gelegen“ verweist auf eine geringe Höhenlage. De Kûfurd ist ein See an der Grenze zwischen Súdwest-Fryslân und De Fryske Marren. Der Prinses Margrietkanaal verläuft durch den See De Kûfurd. De Kûfurd wird stark befahren. Ein See und ein Kanal sind unterschiedliche Gewässerformen.
Zu Fuß durch Teroele
Durch Teroele führt die 14 km lange Wanderroute „Wandelrondje Langweer - Teroele - Sint Nicolaasga“. Im vollständigen Namen der Route erscheinen neben Teroele auch Langweer und Sint Nicolaasga. Eine Wanderroute bezeichnet grundsätzlich eine Strecke für das Wandern. Die angegebene Länge von 14 Kilometern ist für die Planung einer vollständigen Wanderung ein fester Rahmen. Eigenes Tempo und eingeplante Pausen verändern dabei nicht die Streckenlänge, sondern nur den persönlichen Zeitbedarf.
Klokkenstoel und Ortsgeschichte
Die Klokkenstoel Teroele steht auf einer kleinen Terp, die von einer Gracht umgeben ist. Eine Terp ist ein erhöhter Siedlungsplatz; eine Gracht bezeichnet einen Kanal oder Wassergraben. Die Klokkenstoel Teroele befindet sich auf einem kleinen Friedhof am Ufer des Sees De Kûfurd. Die Glocke der Klokkenstoel Teroele stammt aus dem Jahr 1614. Die erste überlieferte Erwähnung der Klokkenstoel Teroele stammt aus dem Jahr 1600; als mögliches Baujahr gilt 1723. Die jüngste Renovierung der Klokkenstoel Teroele wurde 2020 abgeschlossen. Die Glocke stammt damit aus einer Zeit vor dem möglichen Baujahr 1723. Das mögliche Baujahr bleibt entsprechend ungesichert.
Historische Siedlung am Wasser
Eine Karte von Doniawerstal aus dem Jahr 1718 zeigt in Teroele eine kleinere Gruppe von Bauernhöfen mit einer Kirche in ihrer Mitte. Die Bauernhöfe in Teroele waren über Aufvaarten, also schiffbare Zugangsgewässer, erschlossen. Zu Beginn des 18. Jahrhunderts stand in Teroele noch eine Kirche, die später abgebrochen wurde. Aufvaarten bezeichnen schiffbare Zugangsgewässer, über die Bauernhöfe erreichbar waren. Die historische Siedlungsform von Teroele umfasst damit Bauernhöfe, eine Kirche und wassergebundene Zugänge.
Teroelster Sipen
In der näheren Umgebung von Teroele umfasst das Gebiet Teroelster Sipen mehr als 18 Hektar Moor- und Riedland. In der näheren Umgebung von Teroele ist Teroelster Sipen ein Brutgebiet für Vögel, die auf Moor- und Riedlebensräume angewiesen sind. In der näheren Umgebung von Teroele wechseln sich im Gebiet Teroelster Sipen Ried, Moorwald und offene Wasserflächen ab. Riedland bezeichnet feuchte Flächen mit Röhricht; Moorwald ist Wald auf moorigem Untergrund. Ein Brutgebiet ist ein Lebensraum, in dem Vögel brüten. Ried, Moorwald und offene Wasserflächen stehen dabei für unterschiedliche Formen feuchter Natur. In der näheren Umgebung von Teroele ist das Gebiet Teroelster Sipen nicht für Besucher zugänglich.
Weitere Orte desselben übergeordneten Gebiets sind Rotsterhaule, Rohel, Sint Nicolaasga, Sintjohannesga, Joure, Terkaple, Boornzwaag und Legemeer.
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