Deil: Linge, Obstbau und historische Bauwerke

File:Deil Noordenhoek Toegangshek.jpg File:Deil Noordenhoek Toegangshek.jpg Foto: HenkvD via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0

Routen an Linge und Betuwe

Die Bloesemroute führt durch Deil und über den Appeldijk. Sie verbindet die Rundwege von Tricht, Appeldijk, Mariënwaerdt, Beesd und Deil. Außerdem verläuft sie an der Linge entlang und durch die Obstbaugebiete der Betuwe. Auf einem großen Teil ihrer Strecke ist sie für Autos und Motorräder gesperrt. Für die Planung eines Ausflugs ist deshalb zu beachten, dass die einzelnen Routenabschnitte nicht durchgehend mit dem Auto oder Motorrad befahren werden können.

Das teilweise öffentliche Waardsche Blok wird von Wanderern und Radfahrern genutzt. Nahe dem Wandergebiet liegen höher gelegene Uferwälle; südlich von Deil liegen tiefer gelegene Beckenflächen. Vom Appeldijkje aus bietet eine Wiese am Ufer der Linge Gelegenheit, Gänse und andere Wasservögel zu beobachten. Am Appeldijk in Deil steht außerdem ein Panoramabord.

Historische Bauwerke

Die Flutscheune steht auf einer Warft zwischen dem Bauernhof und dem Wohnhaus Benedeneindseweg 10–12. Das Wohnhaus gehörte früher zum Hofkomplex. Die Flutscheune gehörte zum weitläufigen Bauernhofkomplex „Onder de Linde“. Aus architekturhistorischer Sicht gilt sie als gut und vollständig erhaltenes Beispiel. Sie zeichnet sich durch ihre erhöhte Lage auf einer Warft aus. Im Inneren befinden sich sechs Ankerbalkengebinde mit hölzernen Holznägeln. Eine Warft bezeichnet eine erhöhte Siedlungsstelle, die in flachen Landschaften Schutz vor hohem Wasser bieten kann.

Der Kirchenraum an der Deilsedijk 25 ist ein fünfachsiges Gebäude mit einem zwischen Giebelwänden liegenden Satteldach; das Dach ist mit blauen, verbesserten holländischen Ziegeln gedeckt. Ein Satteldach besteht aus zwei geneigten Dachflächen. Die kleine Saalkirche stammt aus dem Jahr 1843. Eine Kirche wurde um das 12. Jahrhundert gegründet; aus dieser Zeit stammt auch ihr Tuffsteinturm. Für Kulturinteressierte unterscheiden sich Flutscheune, Kirchenraum und Molen De Vlinder auch in ihrer Bauform: Die Flutscheune steht auf einer Warft, der Kirchenraum ist eine Saalkirche, und Molen De Vlinder ist eine Getreidemühle.

Am Standort von Molen De Vlinder steht seit 1650 eine Mühle. Molen De Vlinder ist eine hohe Getreidemühle aus dem Jahr 1913 am Appeldijk an der Linge. De Brouwerij ist ein vermutlich aus dem Jahr 1796 stammendes Gehöft mit einem mit Stroh und Ziegeln gedeckten Walmdach. Bei einem Walmdach sind auch die Stirnseiten geneigt, nicht nur die beiden Längsflächen.

Kasteel Bulckenstein verfiel gegen Ende des 18. Jahrhunderts und wurde 1788 abgebrochen. Kasteel Bulckenstein ist Teil der Kastelenroute West Betuwe 1: Lingeroute. Beim ehemaligen Huis Bulkestein stammen die Pfeiler des Tors aus dem Jahr 1620; die Pfeiler sind mit Natursteinbändern und Mauerankern verziert. Der größte Teil des umgebenden Grabens von Huis Palmestein ist noch erhalten.

Auf der Peddelroute hebt die Landschaft rund um Molen De Vlinder in Deil als lohnendes Fotomotiv hervor.

Weitere Reiseziele: Geldermalsen, Meteren und Beesd.

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