Herwen: Römische Spuren, Deich und De Bijland

File:Wonderful reflection at a fossile riverbranche of the Rhine (oude Waal) near Herwen - panoramio.jpg File:Wonderful reflection at a fossile riverbranche of the Rhine (oude Waal) near Herwen - panoramio.jpg Foto: Henk Monster via Source, CC BY 3.0

Herwen zwischen Rhein und Waal

Herwen verbindet Flussgeschichte, Deichlandschaft und römische Spuren. In der Römerzeit lag Herwen unmittelbar südlich des Rheins; der Fluss bildete damals die Nordgrenze des Römischen Reiches. Bei Herwen errichteten die Römer einen Damm, der den Wasserabfluss zwischen Rhein und Waal regulierte. Diese Geschichte gibt dem Ort einen klaren historischen Rahmen.

Römisches Erbe rund um De Bijland

Das archäologische Denkmal Herwen–De Bijland ist Teil des Niedergermanischen Limes, der seit Juli 2021 UNESCO-Welterbe ist. Am Standort des heutigen De Bijland lag das römische Kastell Carvium.

In Herwen-Hemeling (Zevenaar) gruben Archäologen 2022 die Überreste eines römischen Heiligtums aus. Die Funde liefern Informationen über die Rolle der Götter im Leben der Römer entlang des römischen Limes. Das Heiligtum von Herwen-Hemeling ist eine der besterhaltenen römischen Kultstätten Nordwesteuropas. Sie lenken den Blick damit nicht nur auf Architektur, sondern auch auf religiöse Vorstellungen im Alltag entlang des Limes.

Auch die Geschichte des Marcus Mallius führt an die Herwensedijk bei Puttmanskrib in Herwen. Dort steht eine Replik seines Grabsteins. Das Grabmonument für Marcus Mallius wurde bei Arbeiten zur Anlage von De Bijland entdeckt und stammt aus der ersten Hälfte des ersten Jahrhunderts n. Chr. Das originale Marcus-Mallius-Monument wird im Valkhof Museum in Nijmegen aufbewahrt.

Wasserlandschaft mit historischen Spuren

Unter dem heutigen Erholungssee De Bijland in Herwen liegen die Überreste eines dort vermutlich gelegenen römischen Kastells. Am Ufer steht die zehn Meter hohe Romeinse Baadster. Die Skulptur erinnert zeitgenössisch daran, dass dieses Gebiet einst Teil der Nordgrenze des Römischen Reiches war. Für Ihre Planung ist dieser Kontrast präzise: Der See gehört zur Gegenwart, die Grenzerinnerung verweist auf die römische Vergangenheit.

Wege durch die Umgebung

Für die Orientierung in der Landschaft gibt es die Wanderroute „Rondom de Bijland“. Sie erreicht nach ungefähr drei Kilometern die Herwensedijk; diese ungefähre Distanz markiert für die Orientierung und Planung am De Bijland einen klaren Abschnitt der Route. Das Draaipontje Geitenwaard ist eine handbetriebene Überquerung der Oude Waal und verbindet die Geitenwaard mit der Umgebung von Herwen.

Garten und neugotischer Kirchenbau

Die Siertuin Jelle Grintjes ist ein Landschaftsgarten am Deich am Rand von Herwen und zugleich der Versuchsgarten des Gartengestalters Jelle Grintjes.

Im Ortsbild steht außerdem St. Martinus in Herwen, eine neugotische Kirche. Sie wurde 1904–1905 nach einem Entwurf von A. Tepe (1840–1920) erbaut. Wenn Sie Herwen nicht auf ein einziges Thema reduzieren möchten, können Sie hier römische Archäologie, Wasserlandschaft, Garten und Kirchenbau nebeneinander betrachten.

Zur weiteren Orientierung finden Sie hier außerdem Lobith, Spijk, Tolkamer und Pannerden.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Rijnwaarden.

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