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Roodeschool zwischen Deichdorfgeschichte und nordniederländischer Kultur

Unterkünfte in Roodeschool

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
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Roodeschool entstand ursprünglich im Laufe des 17. Jahrhunderts als Deichdorf. Bis heute prägen historische Siedlungsformen, markante Gebäude und handwerkliche Kultur die Themen, mit denen sich der Ort erschließen lässt.

File:Roodeschool - Hooilandseweg 21.jpg File:Roodeschool - Hooilandseweg 21.jpg Foto: Hardscarf via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0
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Vom Deichdorf zum Straßendorf

Ab 1718 bildete ein Deich aus einem ausgedehnten Salzwiesengebiet den Oostpolder, wodurch das Dorf geschützt lag. Durch die zunehmende und dichter werdende Bebauung entlang der Straße entwickelte Roodeschool seit dem Ende des 19. Jahrhunderts den Charakter eines Straßendorfs. Die Entwicklung vom Deichdorf zum Straßendorf gibt dem Ort eine klar erkennbare historische Struktur.

Architektur zwischen Alltag und Baugeschichte

Ein ehemaliges Wohnhaus mit Bäckerei, Laden und angebautem Schuppen in der M.H. Trompstraat 13 stammt aus dem Jahr 1934. Das Gebäude wurde in einer regionalen Variante des Stils der Amsterdamer Schule errichtet und gilt wegen seines kultur- und architekturhistorischen Werts als gut erhaltenes Beispiel eines Dorfladens aus den 1930er-Jahren. An der Hooilandseweg 21 steht außerdem ein relativ gut erhaltenes Groninger Querhaus mit dekorativen Elementen im eklektizistischen Stil und einem angebauten Hinterhaus.

Auch die Sakralbauten ergänzen dieses Ortsbild. Die Gereformeerde kerk (Vrijgemaakt) an der Hooilandseweg 82 ist ein Gebäude von 1871 mit T-förmigem Grundriss. Die Gereformeerde kerk an der Hooilandseweg 75 zeigt sich dagegen als traditionelle Saalkirche mit einem wuchtigen Turm.

Werkstätten und Kunst im Ort

Die Orgelmakerij Steendam in Roodeschool baut, verändert, restauriert und renoviert Orgeln; diese Arbeit ist dort seit 1986 nachweisbar. In der Werkstatt können Gegenstände besichtigt und in die Hand genommen werden. Damit lässt sich Orgelbau nicht nur als fertiges Ergebnis, sondern auch über handwerkliche Gegenstände erfahren.

Die LITI Galerie / Linda Bouter Art befindet sich in der ehemaligen öffentlichen Grundschule in Roodeschool. Dort werden Keramiken, Gemälde, Mixed-Media-Arbeiten und Gedichte von Linda Bouter und Tiny Bouter-Snijders gezeigt. In der Keramikwerkstatt können Arbeitsprozesse sowie Werkzeuge, Brennofen, Tonwalze und Töpferscheibe besichtigt werden. Kunstpräsentation und Werkstatt geben dem früheren Schulgebäude eine kulturelle Nutzungsebene.

Bahn und Fahrradknotenpunkt

Die Bahnstrecke zwischen Roodeschool und Eemshaven wurde um drei Kilometer verlängert; in Roodeschool wurde der Bahnhof an einen neuen Standort verlegt. Der Zug von Groningen über Roodeschool fährt direkt weiter nach Eemshaven. Diese beiden Bahnbezüge ordnen den Ort zwischen Groningen und Eemshaven ein, ohne seine dörfliche Prägung aufzuheben.

Roodeschool ist in das Fahrradknotenpunktnetz eingebunden. 1.500 Meter außerhalb des Dorfes besteht zudem ein Anschluss an die landesweite Fahrradroute LF-10. Im weiteren groninger Zusammenhang verläuft die LF Kustroute auf rund 610 Kilometern über, vor und hinter dem niederländischen Deich; etwa 90 Kilometer davon führen durch Groningen. In Groningen verbindet die LF Kustroute die beiden Naturgebiete Lauwersmeer und Dollard. So reicht der Fahrradbezug vom örtlichen Knotenpunkt bis zu einer längeren Route durch die niederländische Deichlandschaft.

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Weitere Ziele im Destinationsbereich

Weitere Orte in diesem Destinationsbereich sind Eemshaven, Warffum, Uithuizen, Uithuizermeeden und Oudeschip.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Eemsmond.