Scharmer: Kirchengeschichte, Veenborg und Wege
Unterkünfte in Scharmer
Kirche und historische Spuren
Die Kirche von Scharmer wurde erstmals in der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts erwähnt. 1296 wurde in Scharmer eine neue Backsteinkirche errichtet. Nach dem Abriss der Kirche im Jahr 1824 sollten die Einwohner von Scharmer anschließend die Kirche im benachbarten Harkstede besuchen. Der Kirchenstandort in Scharmer ist dadurch auch mit der Geschichte des Nachbarortes Harkstede verbunden; der Abriss markiert einen Einschnitt in der Ortsgeschichte. Die Kirche in Harkstede war dabei für die Einwohner von Scharmer das vorgesehene Ziel.
Auf dem ehemaligen Kirchhof wurde der Grabstein von Atke van Douma aus dem Kirchenboden wieder aufgestellt. Atke van Douma starb 1605. Auf dem Grabstein befindet sich eine liegende Figur, ein sogenannter Gisant. Ein Gisant ist eine liegende Grabfigur. Die Figur liegt auf dem Grabstein und gehört damit unmittelbar zur Gestaltung dieses Denkmals. Der wieder aufgestellte Stein steht auf dem ehemaligen Kirchhof und ergänzt dort die Geschichte des abgerissenen Kirchenbaus um ein konkretes Grabdenkmal.
Veenborg und Hoofdweg
Die ehemalige Veenborg von Scharmer wird in der Landschaft durch ein großes Erdwerk kenntlich gemacht. Das höchste Plateau des Erdwerks markiert den früheren Standort des Herrenhauses. Ein Erdwerk ist eine aus Erde geformte Anlage. Bei der Betrachtung des Geländes richtet sich der Blick daher auf die Form der Anlage und auf das höchste Plateau als historischen Herrenhausstandort.
Hoofdweg 70 in Scharmer ist ein ehemaliges Pfarrhaus mit Sonntagsschule. Ein Pfarrhaus bezeichnet traditionell das Wohnhaus eines Pfarrers. Die Hoofdweg in Scharmer wird überwiegend von Arbeiterhäusern und Bürgerhäusern gesäumt, von denen die meisten aus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts stammen. Die Adresse 70 und die übrige Straße stehen damit für unterschiedliche frühere Funktionen und Bauformen innerhalb von Scharmer.
Landschaft und Wege
Im näheren Umfeld von Scharmer liegt die ökologische Verbindungszone Westerbroek zwischen Scharmer und Westerbroek. In der ökologischen Verbindungszone Westerbroek gibt es außerdem einen etwa 8 Meter hohen Aussichtspunkt. Eine ökologische Verbindungszone bezeichnet einen Bereich, der Landschaftsräume miteinander verbindet. Der Aussichtspunkt ist in dieser Landschaftsverbindung als eigener erhöhter Punkt verortet.
Die Route „Rondje Dannemeer en Scharmer Ae“ verläuft zwischen Schaaphok und Woudbloem entlang der Scharmer Ae. Ein Wanderweg schließt an einen bestehenden Weg entlang der Scharmerplas und der Borgmeren an. Ein Wanderweg ist ein Weg, der dem Wandern dient. Schaaphok und Woudbloem markieren dabei die beiden Endpunkte des beschriebenen Routenabschnitts.
Busverbindungen
Ein von Freiwilligen betriebener buurtbus fährt über Kolham mit Umsteigemöglichkeiten nach Hoogezand. Eine Busverbindung von Scharmer nach Groningen fährt tagsüber im Halbstundentakt und abends im Stundentakt. Der Takt der Groningen-Verbindung wechselt im Tagesverlauf: tagsüber liegen zwischen den Fahrten 30 Minuten, abends 60 Minuten. Für die Fahrt nach Hoogezand gehört der Umstieg in Kolham zur Verbindung.
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