Ittervoort zwischen Kirchenkunst, Mühlen und Wasserlandschaft

File:Leudal Ittervoort welkomsbord.jpg File:Leudal Ittervoort welkomsbord.jpg Foto: Hoebele via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0

Ittervoort verbindet sakrale Kunst, Wasserlandschaft und historische Spuren zu einem vielseitigen Ortsbild. Der Turm der St Margarethakerk stammt aus dem Jahr 1894. Die heutige Kirche ist eine einschiffige Backstein-Saalkirche aus dem Jahr 1935; sie ersetzte eine Waterstaatskirche aus dem Jahr 1844. In der heutigen St Margarethakerk hängt außerdem ein Kreuzbild des sogenannten Meisters von Elsloo aus dem frühen 16. Jahrhundert. Die St Margarethakerk vereint damit einen Turm aus dem 19. Jahrhundert mit einem Kreuzbild aus dem frühen 16. Jahrhundert.

Geschichte zwischen Furt und Wassermühlen

Ittervoort gehörte früher zum Fürstentum Thorn. Noch weiter zurück reicht die Verbindung zur Römerstraße Tongeren–Nijmegen, die bei Ittervoort die Itterbeek an einer Furt überquerte. Auch die Luyensmolen steht für die historische Bedeutung des Wassers: Sie ist eine aus dem Jahr 1648 stammende Wassermühle und war vor 1794 eng mit dem Fürstentum Thorn verbunden. An der Itterbeek liegt zudem die Schouwsmolen, eine aus dem Jahr 1630 stammende Wassermühle. Die Furt der Römerstraße liegt an der Itterbeek, an der auch die Schouwsmolen steht. An diesem Bach liegen damit eine römische Verkehrsverbindung und eine Wassermühle.

Vijverbroek, Kapellen und Details am Weg

Bei Ittervoort fließt die Itterbeek in das Naturgebiet Vijverbroek. Die Luyensmolen können Sie von der öffentlichen Straße aus sehen; von innen lässt sie sich jedoch nicht besichtigen. Weitere kleine, kunsthistorisch interessante Motive finden sich an sakralen Orten: In der Friedhofskapelle von Ittervoort befindet sich ein Kreuzbild im Stil von etwa 1500. In der Nische der Wegkapel Ittervoort stehen hinter einem Gitter zwei weiße Statuen, eine des Heiligsten Herzens Jesu und eine von Maria mit Kind. Auch das Gebäude in der Margarethastraat 34 besitzt ein auffälliges Detail: einen einzigartigen Giebelstein mit dem heiligen Johannes Nepomuk und der Jahreszahl 1770. Neben der Kirche gibt es damit weitere sakrale Details in der Friedhofskapelle und der Wegkapel; hinzu kommt der Giebelstein an der Margarethastraat 34. Das Kreuzbild der Friedhofskapelle ist ein eigenes Motiv neben dem Kreuzbild in der Kirche.

Radrunde und Dorpswandeling

Das Fietsrondje Camperplaats Ittervoort ist mehr als 59 Kilometer lang. Die Route startet in Ittervoort und führt in Richtung Thorn. Bei der Rückfahrt des Fietsrondje Camperplaats Ittervoort geht es mit einer Fähre zurück in die Niederlande. Für die Tagesplanung ist die Streckenlänge die zentrale Größenordnung der Radrunde; die Fährfahrt gehört zum Rückweg und nicht zum Beginn der Runde. Die Dorpswandeling Ittervoort umfasst das Naturgebiet Vijverbroek und führt ausgehend von Neeritter über die Grenze in Richtung des belgischen Kessenich. Für die Radrunde liegt der Ausgangspunkt in Ittervoort, für die Wanderung in Neeritter. Die Wege beginnen also an unterschiedlichen Orten und nehmen jeweils eine eigene Richtung. Die Radrunde weist nach Thorn, die Wanderung nach Kessenich.

Weitere Orte: Grathem, Neer, Ell, Hunsel, Heythuysen, Roggel, Haelen, Kelpen-Oler

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