De Mortel: Ortskern, Kulturlandschaft und Wanderwege
De Mortel ist ein niederländischer Ort, dessen Charakter sich aus zwei Ebenen ergibt: dem historischen Ortskern und der agrarisch geprägten Kulturlandschaft ringsum. Die Umgebung umfasst Wälder, Felder und Bachtäler. Für Sie entsteht so ein Zielbild, das gebaute Geschichte, offene Landschaft und konkrete Wege miteinander verbindet.
Ortskern mit eigener Prägung
Der dreieckige Platz im historischen Ortskern von De Mortel trägt die niederländische Bezeichnung „plaetse“. Die Kirche Sint Antonius Abt wurde 1904 errichtet und nach einem Entwurf von Caspar Franssen gebaut. Der heutige neugotische Rotziegelbau trägt gelbe Ziegelbänder. Hinzu kommen zwei alte Schulgebäude, die sehenswert sind. Die alten Schulgebäude ergänzen den Kirchenbau um weitere historische Bausubstanz in De Mortel. Zum wiederkehrenden Ortsleben gehört außerdem die jährliche Kirmes, die am Wochenende des letzten Junisonntags stattfindet.
Rad- und Wanderwege durch die Landschaft
In De Mortel gibt es zahlreiche Rad- und Wanderwege. Die Fahrradroute Mortels Ommetje führt durch das Naturgebiet Stippelberg. Einen anderen Landschaftszugang bietet die Wanderroute Trage Tocht de Mortel: Sie beginnt an der Kirche Sint Antonius Abt in De Mortel. Entlang dieser Route verläuft ein schmaler Wanderpfad am überraschend gewundenen Heidebach Esperloop.
Wanderfalken am Sendemast
Ein markantes Naturthema ist der Wanderfalkenstandort von De Mortel. Im Frühjahr 2004 hielt sich erstmals ein Wanderfalkenpaar am und rund um den etwa 127 Meter hohen Sendemast von De Mortel auf. 2005 brütete ein Paar dort erstmals erfolgreich an der Sendemastanlage. Der Standort war der erste Brutstandort in den Niederlanden und möglicherweise in Europa, an dem man ein Wanderfalkenpaar live im Nest beobachten konnte. Ab 2005 konnten die Aktivitäten der Wanderfalken und das Aufwachsen der Jungvögel live im Internet verfolgt werden.
Landwirtschaft und Käse bei Op Den Hoek
Bei Op Den Hoek können Besucher eine Führung und/oder Verkostung über den naturinklusiven Bauernhof und den dort hergestellten Käse buchen. Op Den Hoek organisiert das ganze Jahr über verschiedene saisonale Aktivitäten und verfügt in De Mortel über ein Käselokal für Besucher. Der Käsebezug zeigt sich damit sowohl in der Herstellung als auch in der Verkostung und im Besuchsangebot.
Grenzpfahl und geologische Landschaft
Paal Achter 't Zand ist ein alter Grenzpfahl zwischen Gemert und Bakel und liegt in einem sandigen Flugsandgebiet. Einen anderen konkreten Landschaftsaspekt finden Sie bei der Peelrandbreuk bei Hogen Aarle: Dort beträgt der Höhenunterschied 2 Meter auf einer Strecke von 100 Metern; verursacht wird er durch die Peelrandbreuk. Beide Orte machen unterschiedliche Spuren der Landschaftsgeschichte sichtbar, ohne dass dafür ein einheitliches Landschaftsbild vorausgesetzt werden muss.
Weitere Orte auf dieser Übersicht: Milheeze, De Rips, Elsendorp, Bakel, Handel und Gemert.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Gemert-Bakel.
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