Sint Maartensvlotbrug zwischen Pontonbrücke, Poldergeschichte und Blumenfeldern

File:Sint-Maartensvlotbrug-MSD-20100623-202939.jpg File:Sint-Maartensvlotbrug-MSD-20100623-202939.jpg Foto: MartinStevens via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0

Brücke über den Noordhollandsch Kanaal

Die Sint Maartensvlotbrug gehört zu den Vlotbruggen über den Noordhollandsch Kanaal, die heute von Fußgängern, Radfahrern und Autos genutzt werden können. „Vlotbrug“ ist ein niederländischer Begriff für eine Pontonbrücke; eine Pontonbrücke ruht auf schwimmenden Tragekörpern. Die Pontonbrücke von Sint Maartensvlotbrug ist als Provinzialdenkmal ausgewiesen. Sie ist ein selten erhaltenes Beispiel eines Konstruktionstyps aus dem Jahr 1953, der auf dem Prinzip der dort zuvor vorhandenen Vlotbrug basierte. Der Entwurf dieser zuvor vorhandenen Vlotbrug wurde 1821/22 von Jan Blanken Jansz. geliefert. Vlotbrug verweist direkt auf die schwimmenden Tragekörper; 1953 bezeichnet das Baujahr des erhaltenen Konstruktionstyps, während 1821/22 den Zeitpunkt des gelieferten Entwurfs der früheren Vlotbrug angibt.

Molkerei und Wasserbau

Die ehemalige Molkerei De Eensgezindheid am Sint Maartensweg 5 in Sint Maartensvlotbrug ist ein Gemeindedenkmal. Ein Gemeindedenkmal ist ein Denkmal auf kommunaler Ebene. Die Mühle N-M trägt in Sint Maartensvlotbrug auch den Namen Noorder-M und wurde 1657 erbaut. Die Mühle De Noorder M entwässerte den etwa 263 ha großen Abschnitt N-M des Zijpe- und Hazepolders in das Schermerboezem. Ein Polder ist durch Wasserbau entwässertes und reguliertes Land. Entwässern bedeutet, Wasser kontrolliert aus einer Fläche abzuleiten.

Blumenzwiebelfelder und Tulpen

Im Land van Fluwel bietet ein 11 Meter hoher Aussichtsturm einen Blick über die umliegenden Blumenzwiebelfelder. Im Frühjahr ist dort die Tulpenpracht besonders ausgeprägt. In der Dutch Tulip Experience des Land van Fluwel wird die Geschichte der Tulpe anhand einer Audiotour vermittelt. Eine Audiotour arbeitet mit gesprochenen Erläuterungen und macht ein Thema über Tonaufnahmen zugänglich; in diesem Fall steht die Geschichte der Tulpe im Mittelpunkt. Jedes Frühjahr veranstaltet Land van Fluwel gemeinsam mit Bloeiend Zijpe Fahrten mit der BloemBollenBoemel durch die umliegenden Blumenfelder. Die drei Angebote setzen unterschiedliche Akzente: Der Turm richtet den Blick in die Landschaft, die Audiotour vermittelt Tulpengeschichte, und die Boemel fährt durch Blumenfelder. Blumenzwiebelfelder sind landwirtschaftliche Flächen, auf denen Blumenzwiebeln für die spätere Blüte gezogen werden.

Wildrijk in Sint Maartenszee

Das Wildrijk in Sint Maartenszee war ursprünglich ein bewaldeter Landsitz und wurde 1940 durch Ankauf geschützt. Ein Landsitz bezeichnet einen ländlichen Besitz; die Bezeichnung „bewaldet“ beschreibt den ursprünglichen Charakter des Wildrijk. Eine besondere Tonmühle im Wildrijk hält den Wasserstand mithilfe eines „schoonwatersloot“ beziehungsweise Reinwassergrabens, der direkt Wasser aus den Dünen zuführt. Der Ausdruck Reinwassergraben benennt dabei einen Graben zur Wasserzufuhr. Im Wildrijk in Sint Maartenszee gibt es eine etwa einstündige Wanderung, besonders im Frühjahr. Bei der Planung eines Frühjahrstags lässt sich die etwa einstündige Wanderung als eigener Zeitblock neben der Wasserführung im Wildrijk berücksichtigen.

Weitere Orte: Het Korfwater, Sint Maartensbrug, Callantsoog, Petten, Sint Maartenszee, Oudesluis, Burgerbrug, 'T Zand

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Zijpe.

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