Hertme – Kultur, Musik und Geschichte im Grünen

File:Hertme-aalderinksweg-243072.jpg File:Hertme-aalderinksweg-243072.jpg Foto: Pim van Tend via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0

Musik im Wald und mitten im Ort

Hertme verbindet eine waldreiche Ortslage mit einem Kulturort, dessen heutiges Programm Musik umfasst. Das Openluchttheater Hertme liegt im Herzen des Ortes und wurde 1955 im Wald neben der Kirche errichtet. Es bietet Platz für 2.200 Besucher, darunter 1.400 Sitzplätze. Die Verbindung aus Musik, Waldlage und großer Zuschauerkapazität gibt Hertme einen deutlich kulturellen Akzent. Wenn Sie bei Ihrer Reiseplanung Wert auf besondere Veranstaltungsorte und zugleich auf eine grüne Umgebung legen, bietet das Theater einen markanten Zugang zu den unterschiedlichen Seiten des Ortes.

Kirche und bemerkenswerte Details

Zur historischen Prägung Hertmes gehört die H.-Stephanuskerk. Sie wurde 1902–1903 nach einem neugotischen Entwurf des Architekten Wolter te Riele erbaut. Ihre Orgel wurde von Maarschalkerweerd gefertigt und stammt aus dem Jahr 1904. In der Kirche befinden sich außerdem ein Kerzenleuchter aus dem 17. Jahrhundert und ein Kelch aus dem Jahr 1398. Betreten werden kann die H.-Stephanuskerk während Wochenendgottesdiensten und an besonderen Tagen. Gerade die unterschiedlichen Jahreszahlen machen den Kirchenraum für Besucher interessant, die Baugeschichte nicht nur über die äußere Form, sondern auch über erhaltene Ausstattungsstücke kennenlernen möchten.

Das Spookhuis als historisches Zeugnis

Ein weiterer eigenständiger Akzent ist das Spookhuis, ein seltenes Beispiel für ein einschiffiges Fachwerkhaus mit Walmdach, Oberstube, halben Kreuzstockfenstern mit Fensterläden, altem Glas, einer neuen Vorderfassade und einem rückseitigen Anbau. Das Gebäude ist ein Rijksmonument und auch unter dem Namen „'t Oude Groothuijs“ bekannt. Im Zuge seiner Restaurierung wurde das Spookhuis versetzt und Stein für Stein wiederaufgebaut. Um 1615 diente es als katholische Schlupfkirche. Damit steht in Hertme neben Veranstaltungs- und Kirchenbau ein Gebäude, an dem sich sehr konkrete historische Spuren ablesen lassen.

Festivalgeschichte und aktuelle Veranstaltungsformate

Die Veranstaltungsgeschichte des Ortes reicht beim Afrika Festival Hertme bis zur ersten Afrikadag im Jahr 1989 zurück. 2024 erreichte das Afrika Festival seine 35. Ausgabe. Es ist ein zweitägiges Festival, das im Openluchttheater Hertme stattfindet. Zum Festival gehört ein afrikanischer Markt mit mehr als 100 Ständen. Hinzu kommt ein Kinderprogramm mit Schminken, Puzzeln, Musizieren und Tanzen. Für Besucher entsteht dadurch ein Veranstaltungsbild, das Musik, Marktgeschehen und Aktivitäten für Kinder miteinander verbindet, ohne dass die Festivalgeschichte auf eine einzelne Programmart beschränkt bleibt.

Eine weitere musikalische Perspektive eröffnet das Metropool Open Air. Dort treten jedes Jahr zwischen Mai und September an zwei Wochenenden bekannte Künstler auf. Die beiden dokumentierten Veranstaltungsformate setzen damit unterschiedliche Akzente: Das Afrika Festival ist zweitägig und umfasst zusätzlich Markt und Kinderprogramm, während das Metropool Open Air an zwei Wochenenden im Zeitraum von Mai bis September stattfindet.

Grüne Umgebung und ein Stück Alltag

Auch jenseits der Kulturorte bleibt die Umgebung Teil des Hertmer Eindrucks. Wer Hertme mit dem Auto oder zu Fuß erreicht, durchquert eine grüne Umgebung. Eine alltagsnahe Facette bietet die Melktap Weleveld: Dort können Besucher frische Milch selbst zapfen. Zwischen Musikveranstaltungen, historischer Architektur und diesem unmittelbaren Einblick in ein lokales Angebot zeigt Hertme mehrere Seiten, die sich bei der Auswahl eines Aufenthaltsortes jeweils unterschiedlich gewichten lassen.

Weitere Ziele: Zenderen, Borne.

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