Borne: Textilgeschichte und historische Wege

File:Social sofa Borne Cor Hilbrinkstraat 03.jpg File:Social sofa Borne Cor Hilbrinkstraat 03.jpg Foto: Dickelbers via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0

Historische Struktur und textile Spuren in Oud Borne

Oud Borne ist seit 1991 als geschütztes Dorfbild ausgewiesen und bewahrt eine historische Struktur mit zahlreichen staatlichen und kommunalen Denkmälern. Um 1675 war Borne das wichtigste Zentrum des Leinenhandels in Twente. Das Museum Bussemakerhuis vermittelt die Entstehungsgeschichte der Twenter Textilindustrie. Das Bussemakerhuis ist zugleich das einzige erhaltene Fabrikantenhaus des 18. Jahrhunderts in den Niederlanden. Ein Rundgang durch Oud Borne und der Besuch des Bussemakerhuis setzen deshalb zwei unterschiedliche Schwerpunkte: die erhaltene Struktur im Ort und die Geschichte der Industrie.

Zur textilen Geschichte gehört auch das Spanjaardgemaal, das auch Watermachientje heißt. Während der Textilzeit pumpte es Wasser aus der Deurningerbeek und leitete es zur Textilfabrik von Spanjaard. Dort wurde das Wasser unter anderem zum Waschen und Bleichen von Leinen verwendet. Das restaurierte Spanjaardgemaal beziehungsweise Watermachientje bietet einen Knopf zum Auslösen, Sichtöffnungen, ein Video, einen Trinkwasserhahn und eine Bank am Wasser. Der Wasserweg reichte damit von der Deurningerbeek bis zu den Arbeitsvorgängen der Textilfabrik.

Wasser, Synagoge und alte Bauwerke in Borne

Die Bornse Synagoge wurde 1843 auf Initiative von Salomon Spanjaard feierlich eingeweiht. Sie dient als Kulturzentrum mit Ausstellungen, Konzerten, Vorträgen und Kursen. Die Oude Kerk wurde ungefähr von 1420 bis 1515 erbaut. Der Turm der Oude Kerk kann von Gruppen mit bis zu 15 Personen nach Vereinbarung besichtigt werden.

In Borne sind zwei Klopjeswoningen erhalten, historische Wohnhäuser, die mit den Kloppen verbunden waren. Das Gelände der Meijershof steht Spaziergängern offen und dient gelegentlich als Bühne für Freilichttheater. Die Gidsen Oud Borne bieten das ganze Jahr über maßgeschneiderte Führungen durch Oud Borne nach Vereinbarung an.

Spaziergänge und Routen mit eigenen Schwerpunkten

Viele Denkmäler in Borne liegen so nah beieinander, dass Besucher ihre eigene Route zu Fuß zusammenstellen können. Die 3,8 Kilometer lange Route De Rode Draad führt an fast dem gesamten textilen Erbe von Borne entlang. Für einen Rundgang lässt sich diese Streckenlänge unmittelbar in die eigene Planung einbeziehen. Die NS-Wanderung Twentse beken verläuft vom Bahnhof Almelo zum Bahnhof Borne. Die De Rode Draad bleibt beim textilen Erbe Bornes, während die NS-Wanderung zwischen dem Bahnhof Almelo und dem Bahnhof Borne verläuft.

Routen und Orientierung in Borne

In Borne gibt es örtliche Wander- und Fahrradrouten, die unter anderem bei der VVV Borne erhältlich sind. Beim Borns Onderonsje können Besucher einen QR-Code scannen, auf einer Karte den nächstgelegenen Ort finden und dort ortsbezogene Audiofragmente anhören.

Borne ist mit dem Zug, dem Bus, zu Fuß oder mit dem Fahrrad erreichbar. Wer die NS-Wanderung wählt, kann den Ausgangspunkt am Bahnhof Almelo und den Endpunkt am Bahnhof Borne in die Anreise einbeziehen.

Weitere Ziele auf derselben Destinationsebene: Zenderen, Hertme.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Borne.

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