Renesse: Strand, Dünen und Geschichte
Breiter Sandstrand bei Renesse mit kleinen Wellen und Dünen im Hintergrund.
Foto: Ingrid Lenk
Strand und Dünenlandschaft
Renesse zeigt sich am Meer, in den Dünen und im Ortsbild mit unterschiedlichen konkreten Bezugspunkten. Der Strand von Renesse ist ungefähr 17 Kilometer lang. Die Dünen von Renesse bilden ein Naturgebiet mit vielfältigen Landschaftsformen, darunter alte und junge Dünen. In den Dünen von Renesse wurden als Kulturlandschaft Elzenmeten und haaimannen angelegt. Eine Kulturlandschaft umfasst natürliche Formen und vom Menschen angelegte Elemente. Dünen sind vom Wind geformte Sandlandschaften; alte und junge Dünen bezeichnen unterschiedliche Entwicklungsstufen.
Wandern, Radfahren und Naturbeobachtung
Die Wanderroute „Door de duinen van Renesse“ ist 12,1 Kilometer lang. Die Vroongronden bieten Lebensraum für eine Vielzahl von Vögeln, Blumen und Schmetterlingen. Die Vroongronden lassen sich über den Radweg von oder nach Renesse erkunden. Eine Radetappe auf der Westseite der Insel führt durch vier Orte: Renesse, Westerschouwen, Burghsluis und Scharendijke. Eine Radetappe ist ein abgegrenzter Abschnitt einer Fahrradtour. Vögel, Blumen und Schmetterlinge stehen dabei für unterschiedliche Gruppen der Tier- und Pflanzenwelt.
Robben vor der Küste
Vor der Küste von Renesse lassen sich regelmäßig Robben auf den Sandbänken beobachten. Sandbänke sind flache Bereiche im Meer, die vom Wasser geformt werden. Sie können je nach Wasserstand unterschiedlich sichtbar sein. Der Beobachtungsraum für Robben liegt vor der Küste von Renesse und damit auf Sandbänken im Meer.
Ortsbild und Geschichte
Die gotische Jacobuskerk in Renesse stammt aus dem Jahr 1506, während Slot Moermond ein Schloss aus dem 13. Jahrhundert auf dem 45 Hektar großen Landgoed Moermond ist. Renesse gilt als Ringdorf rund um die Jacobuskerk. Bei einem Ringdorf liegen die Gebäude ringförmig um einen zentralen Punkt; in Renesse ist dieser Bezugspunkt die Jacobuskerk. Das 13. Jahrhundert liegt vor dem Jahr 1506, Schloss und Kirche stammen daher aus unterschiedlichen Zeitabschnitten. Das niederländische Wort Landgoed bezeichnet ein Anwesen mit größerem Grundbesitz.
Tradition in Renesse
Straô Rieën ist eine jährlich in Renesse stattfindende Tradition, bei der geschmückte Pferde zum Strand ziehen. Die Tradition Straô Rieën in Renesse reicht bis ins Jahr 1643 zurück. Ein Brauch ist eine wiederkehrende kulturelle Praxis; bei Straô Rieën steht der jährliche Pferdezug im Mittelpunkt.
Spazierwege und Gnomenstationen
Im Kabouterbos Renesse gibt es zwei Spazierwege. Auf der Route des Kabouterbos Renesse gibt es mehr als 50 Gnomenstationen. „Kabouterbos“ bedeutet wörtlich Gnomenwald. Eine Spazierroute ist ein Weg, der zu Fuß genutzt wird; eine Station ist ein einzelner Punkt innerhalb eines Wegverlaufs.
Parken und Ortszentrum
Der P+R-Parkplatz an der Roelandsweg in Renesse bietet ganztägig kostenloses Parken. Vom P+R-Parkplatz in Renesse sind es fünf Gehminuten bis ins Ortszentrum. P+R steht für Park-and-Ride: Das Fahrzeug bleibt an einem Parkplatz stehen, während der restliche Weg zu Fuß oder mit einem anderen Verkehrsmittel zurückgelegt wird. Ganztägig beschreibt dabei den gesamten Tagesverlauf, kostenlos bedeutet ohne Parkgebühr.
Weitere Orte: Oosterland, Scharendijke, Zonnemaire, Noordgouwe, Nieuwerkerk, Serooskerke Schouwen, Dreischor, Bruinisse.
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