Nieuwerkerk zwischen Kerkring-Dorf und Wasserlandschaft
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Foto: Michiel1972 via Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0
Nieuwerkerk zeigt, wie eng Dorfgeschichte, Wasserlandschaft und Erinnerung miteinander verbunden sein können. Der Kerkring, die protestantische Kirche, das Hochwassermonument und die Nieuwerkerkse molen geben dem Ort unterschiedliche historische Anknüpfungspunkte. In der näheren Umgebung treten mit dem Steenzwaan-Kreek und einem feuchten Gebiet weitere konkrete Landschaftsmerkmale hinzu.
Kerkring und historische Dorfgestalt
Der Kerkring gehört zum ältesten Teil Nieuwerkerks. Nieuwerkerk ist ein Kerkring-Dorf, dessen Ursprünge bis ins 12. Jahrhundert zurückreichen.
Kirche, Flutgeschichte und Mühle
Die protestantische Kirche von Nieuwerkerk stammt aus dem 15. Jahrhundert und war ursprünglich Johannes geweiht. Nachdem das Kirchenschiff 1586 abbrannte, wurden Chor und Turm voneinander getrennt. 1975 wurde der sechseckige Turm auf den Fundamenten des 1945 von den Deutschen gesprengten Turms wiederaufgebaut.
Auch die Flutkatastrophe gehört zu den prägenden historischen Themen des Ortes. Während der Flutkatastrophe war Nieuwerkerk das am zweitschwersten betroffene Dorf; dort waren 289 Todesopfer zu beklagen. Auf dem allgemeinen Friedhof von Nieuwerkerk steht ein Hochwassermonument, das einen Phönix darstellt. Neben den menschlichen Folgen steht damit ein klar erkennbares Bildmotiv im Ortsraum.
In Nieuwerkerk steht außerdem eine unbenannte Getreidemühle aus dem Jahr 1844, die als „Nieuwerkerkse molen“ bekannt ist. Mit ihr tritt neben sakraler Baugeschichte und Hochwassermonument ein weiteres historisches Bauwerk hinzu.
Steenzwaan-Kreek und feuchte Landschaft
Der Steenzwaan-Kreek ist ein Überrest des Wasserlaufs Zwemer, eines Strombetts zwischen der Oosterschelde und der Gouwe. In der näheren Umgebung von Nieuwerkerk weist der Steenzwaan salzhaltigen Sickerwasseraustritt und salztolerante Vegetation wie Queller, Strandaster und Milchkraut auf. Am Steenzwaan liegt ein feuchtes Gebiet, das von Vögeln wie Uferschnepfen, Regenpfeifern und Löfflern genutzt wird. Die Verbindung aus Wasserlauf, Sickerwasseraustritt, Pflanzen und Vogelwelt unterscheidet diese Landschaft deutlich von den historischen Bauwerken im Ort.
Route mit Bezug zur Flutkatastrophe
Die Watersnoodroute ist eine 61 Kilometer lange Fahrradroute entlang von Orten, die an die Katastrophe von 1953 erinnern. Ihr Charakter unterscheidet sich damit von einem einzelnen Denkmal: Die Erinnerung wird entlang mehrerer Orte mit einer Radroute verbunden. Die Streckenlänge gibt für die persönliche Planung eine konkrete Größenordnung. Für die Fahrradtour lassen sich deshalb passende Abschnitte und Pausen vorsehen. Anfang und Ende der Fahrt sowie die zeitliche Einteilung der einzelnen Etappen bleiben dabei eigene Planungsfragen. Wer nicht an einem Stück fährt, kann die 61 Kilometer auf mehrere Abschnitte verteilen und die Erinnerungsorte entlang der Strecke entsprechend berücksichtigen.
Lokale Einkehr im Theetuin
Im Theetuin „de Stokroos“ werden Kaffee, Tee, Erfrischungsgetränke und verschiedene kleine Gerichte wie Omelett, Suppe, Toastsandwiches und belegte Brötchen serviert. Nach vorheriger Reservierung serviert der Theetuin ab zwei Personen Bauernbrotmahlzeiten und High Tea. Der Theetuin verfügt außerdem über einen kleinen Kinderspielplatz. Zusätzlich wird dort Ponyreiten angeboten.
Weitere Orte
Weitere Orte: Noordwelle, Serooskerke Schouwen, Ellemeet, Renesse, Dreischor, Brouwershaven, Zonnemaire, Burgh-Haamstede
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