Ouwerkerk entdecken: Wasser, Natur und Geschichte

File:Watersnood 1953. Op de droog gekomen delen van Ouwerkerk op Schouwen-Duiveland z, Bestanddeelnr 059-1297.jpg File:Watersnood 1953. Op de droog gekomen delen van Ouwerkerk op Schouwen-Duiveland z, Bestanddeelnr 059-1297.jpg Foto: Wim van Rossem for Anefo via Source, CC0

Ouwerkerk bietet mehrere klar unterscheidbare Perspektiven auf Wasserlandschaft, Natur und Geschichte. Gezeitenbecken, Krekengebied und Caissons stehen dabei für unterschiedliche Arten, den Ort zu betrachten: unmittelbar am Wasser, über die Tierwelt des Naturgebiets oder anhand seiner Deichgeschichte. Für Sie entsteht eine Auswahl zwischen Naturbeobachtung, aktiver Zeit am Wasser und historischer Vertiefung.

Gezeitenbecken an der Oosterschelde

Bei Ebbe werden die Gezeitenbecken von Ouwerkerk sichtbar. Sie liegen am Fuß des Deichs; in ihnen verbleibt Wasser, sodass Sie nach dem Unterwasserleben der Oosterschelde suchen und es beobachten können, ohne nass zu werden. Für die Beobachtung der Becken am Deich ist die Ebbe daher der passende Zeitpunkt für diesen Besuch. Damit richtet sich dieser Besuch auf einen konkreten Moment des Gezeitenraums und auf die Details im Wasser statt auf eine nur allgemeine Aussicht.

Natur im Krekengebied Ouwerkerk

Das Krekengebied Ouwerkerk ist ein 140 Hektar großes Naturgebiet. Es wurde nach dem Deichdurchbruch von 1953 an Staatsbosbeheer übergeben. Viele Singvögel wie Fitis und Zilpzalp brüten dort; außerdem lassen sich Eisvögel, Schwäne, Spechte, Haubentaucher und Greifvögel beobachten. Für Sie erschließt sich das Gebiet dadurch über konkrete Naturbeobachtungen und nicht nur über seine Wasserflächen.

Auch die Gewässer des Krekengebied Ouwerkerk eröffnen verschiedene Möglichkeiten. Mit einer Genehmigung können Sie dort auf Aal und Forelle angeln. Außerdem können Sie in den Gewässern Kanu fahren oder Stand-up-Paddling betreiben. Naturbeobachtung und Aktivitäten auf dem Wasser lassen sich hier als unterschiedliche Interessen betrachten, ohne den Charakter des Gebiets zu vereinfachen.

Caissons und Erinnerungskultur

Ouwerkerk gilt als ältestes Dorf auf Schouwen-Duiveland und ist wahrscheinlich im 11. Jahrhundert entstanden. Bei einem Besuch können Sie zur neuen Friedhofsanlage gehen und am Watersnoodmonument innehalten. Die Caissons erinnern an die Watersnoodramp: Mit ihnen wurden die großen Deichlücken geschlossen, und in diesen Caissons befindet sich das Watersnoodmuseum.

Das Watersnoodmuseum bietet eine spezielle Jugendroute durch das Museum mit einem begleitenden Aufgabenheft. Mit der kostenlosen WATERgezicht-App des Watersnoodmuseums können Sie eine Audiotour durch die Caissons machen. Außerdem enthält die App Routen für Spaziergänge und Fahrradtouren in der Umgebung. Im Het Vijfde Caisson können Sie zu Mittag essen oder auf der geräumigen Terrasse etwas essen, ohne das Museum zu besuchen. Direkt vor dem Museum befindet sich ein geräumiger Parkplatz.

Praktische Orientierung am Wasser

Um die Tauchstelle Zuidbout zu erreichen, müssen Sie ein gutes Stück über den Pier gehen, weil das Wasser nahe am Ufer sehr flach ist. Diese konkrete räumliche Gegebenheit gehört zur Orientierung, wenn Sie Zuidbout für einen Tauchgang ansteuern möchten.

Weitere Reiseziele: Zierikzee, Zonnemaire, Renesse, Westenschouwen, Serooskerke Schouwen, Oosterland, Scharendijke, Kerkwerve.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Schouwen-Duiveland.

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